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Amazon-Aktien: Von 1.700 auf über 3.000 Dollar durch E-Commerce-Boom
Amazon stieg von einer Spanne zwischen 1.700 und 2.100 Dollar auf über 3.000 Dollar, während der Online-Handel explodierte. Das KGV von 80 spaltet weiterhin die Anleger.
Amazon-Aktien: Von 1.700 auf über 3.000 Dollar durch den boomenden Online-Handel
Als die Welt in den Lockdown ging, notierte Amazon zwischen 1.700 und 2.100 Dollar. Die These für Investitionen in Amazon war simpel: Das Unternehmen suchte 100.000 neue Mitarbeiter in den USA, weil die Bestellungen explodierten; laut dem Autor verdreifachte sich der Umsatz binnen zwei Monaten. Die damalige Prognose war eindeutig: Die Aktie würde bald 3.000 und dann 4.000 Dollar erreichen. Mit zeitlichen Verzögerungen gab die Realität dem Teil des Ausblicks recht.
Die These vom dreifachen Umsatz und den 4.000 Dollar
Das Argument basierte auf einem Zeitplan. Amazon pendelte zwischen 1.700 und 2.100 Dollar und erreichte Mitte Februar ein Hoch, genau als alle Börsen zu fallen begannen. Da keine physischen Filialen betroffen waren, traf der Lockdown das Unternehmen nicht negativ, sondern trieb es nach oben. Die Ergebnisse des ersten Quartals bildeten nur das Ende der Schließung ab, der echte Sprung wurde für das zweite Quartal erwartet, dessen Zahlen als brutal eingestuft wurden.
Daraus folgte die Vorhersage eines starken Anstiegs, proportional zur Verdreifachung der Bestellungen, mit Zielen bei 3.000 und später 4.000 Dollar. Die Idee ließ sich so zusammenfassen: Bei anderen Werten wäre dies eine Überhitzung; bei Amazon nennt man es Analyse.
Ist ein KGV von 80 eine Glaubensfrage?
Hier begann der erste Konflikt. Für einen Teilnehmer ist ein KGV über 80 eine Glaubenssache: Der Markt zahlt heute für zukünftige Gewinne. Die bullische Antwort lautete, dass das aktuelle Multiple deutlich niedriger sei als beim Übergang von 1.000 auf 2.000 Dollar und dass das KGV kein sakrosankter Wert mehr sei.
Der Gegenangriff kam mit unbequemen Vergleichen: Apple bei KGV 20, Google ähnlich, Microsoft nahe 30. Die Differenz zwischen gleich guten Firmen sei zu groß; ein verfehltes Quartal reiche für einen 30%-Einbruch. Dies geschah bereits bei Apple, das trotz Rekordgewinnen fiel, weil die Erwartungen noch höher lagen.
Das Argument, das sich gegen die Kritiker wandte: IAG
Es gab Spott gegenüber Haltern von Airlines und geschlagenen Werten. Die Insolvenz einer Billigfluglinie der IAG-Gruppe schien die Debatte zu beenden. Sie tat dies jedoch im Gegenteil. Laut Berechnungen im Thread stieg IAG seit dem 17. April von 2,50 auf 2,98 Euro (+20%), während Amazon von 2.375 auf 2.653,98 Dollar (+11%) kletterte. Die als schlechte Investoren belächelten erzielten fast die doppelte Rendite.
Dies ist kein endgültiges Argument, da ein kurzer Zeitraum keine Langfristthese misst. Es entkräftet jedoch die sarracena Überlegenheit jener, die an der Bar Investorenkarten verteilen.
Amazon in Spanien: 7,567 Milliarden Euro Umsatz und 157 Millionen Lieferungen
Die lokalen Zahlen stärkten die Optimisten. Amazon erwirtschaftete in Spanien 7,567 Milliarden Euro, ein Plus von 70% gegenüber dem Vorjahr, und verdreifachte den Umsatz des direkten Verfolgers, eines asiatischen Online-Riesen mit 2,129 Milliarden Euro. El Corte Inglés, der Dritte im Bunde, setzte 1,320 Milliarden Euro um. Amazons Marktanteil lag bei 15,7% gegenüber 4,4% für den Zweitplatzierten, mit 157 Millionen jährlichen Lieferungen.
Hinzu kam die noch unbestätigte Nachricht eines neuen Logistikzentrums in Onda (Castellón) auf Grundstücken von 200.000 Quadratmetern. Das lokale Detail untermauert die Expansionsstrategie, sagt aber nichts über den passenden Kaufpreis aus.
Wenn der Schuhputzer Amazon empfiehlt
Das meistzitierte Signal kam nicht aus der Bilanz. Viele sahen Broker-Anzeigen auf YouTube, die zum Kauf von Amazon-Aktien animierten, sogar auf Universitätsrechnern und neben Industrie-Maschinen-Videos. Das alte Axiom schwebte im Raum: Wenn der Schuhputzer eine Aktie empfiehlt, ist es Zeit zu verkaufen. Mit Kursen über 3.100 Dollar und massiver Werbung für Aktienanteile wirkte dies für einige eher wie Verteilung als Chance.
AWS, Cloud und die offene Frage
Für Aktionäre ist das eigentliche Geldgeschäft nicht der Warenkorb, sondern AWS: Dort liegt die Marge. Hier entstand die Zweifel, die die Debatte offen ließ: Würden Firmen angesichts der Krise weiter für Amazons Cloud zahlen oder gäbe es einen Einbruch? Genannt wurden auch Amazon Pharmacy (Rezeptmedikamente) und AWS Private 5G (interne Firmennetze), vorgestellt auf der Jahreskonferenz. Ein langfristiger Aktionär räumte ein: Außerhalb der Cloud macht Amazon in Europa Verluste.
Die Spur endet hier. Die Aktie überschritt 3.000 Dollar, die 4.000-Dollar-These blieb ausstehend, und die Wachstumsprognose wurde ins Ungewisse gestellt: Wir werden sehen, ob das Wachstum in den kommenden Jahren anhält.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Der Banco de España begrenzt die Verzinsung von Einlagen seit 2013 auf 3% TAE. Elf Banken haben bereits nachgezogen, während Sparer ins Ausland flüchten.
Mit 400.000 Euro und 3 % Rendite bleiben netto nur 800 Euro monatlich. Die Inflationsrate und unerwartete Kosten entkräften die Pläne für den vorzeitigen Ruhestand.