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Alles wird voller Lärm gemacht, damit man sich nicht selbst hört
Stille ist unangenehm geworden, weil sie uns mit Zweifeln und unbeantworteten Fragen konfrontiert. Vorgeschlagenes Experiment: alles für zehn Minuten ausschalten.
Der ständige Lärm von Benachrichtigungen, Werbung und Bildschirmen wirkt wie eine Droge, die das Bewusstsein betäubt und die Begegnung mit sich selbst verhindert. Wer alles für zehn Minuten ausschaltet, kann prüfen, ob es unter dem Reiz noch etwas zu hören gibt.
## Ein Strom, der nicht endet
Vom Weckton bis zum Abschalten des letzten Bildschirms verläuft der Tag zwischen Benachrichtigungen, Werbung, Musik in den Geschäften und laufenden Fernsehern, die niemand ansieht. Stille, verstanden als ein Raum, in dem nichts erklingt, ist zur Seltenheit geworden. Das Unbehagen, mit den eigenen Gedanken allein zu sein, ist das Signal, dass etwas nicht stimmt.
## Was erscheint, wenn nichts da ist
Wenn der Lärm verstummt, beginnt das innere Hören. Und was erscheint, ist nicht immer angenehm: Zweifel, unbeantwortete Fragen, die Leere, der Tod, der Sinnlosigkeit der Routine. Dieses Unbehagen ist der Grund, warum wir zum Reiz zurückkehren. Der Lärm hält beschäftigt, abgelenkt, beim Kaufen, Konsumieren, Meinungsäußern, Empören. Es gibt keine Verschwörung mit Schurken: Es ist eine Trägheit. Lärm verkauft, Stille nicht. Lärm hält im Hamsterrad, Stille erlaubt das Aussteigen.
## Das Zehn-Minuten-Experiment
Es geht nicht darum, sich von der Welt abzuschotten. Der Vorschlag ist konkret: alles für zehn Minuten ausschalten. Kein Handy, keine Musik, kein Sprechen. Nur man selbst und die Stille. Anfangs macht das Angst. Dann, wenn man es aushält, erscheint etwas. Vielleicht ist es keine Stimme. Vielleicht ist es das Gefühl, dass all der Lärm von außen gar nicht nötig war. Jeder hat seine eigene Stille-Schwelle. Wer sich nicht selbst hört, wird nie erfahren, dass es etwas zu hören gibt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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