Alleinleben mit unter 12.000 € in Spanien: Wo liegt die Spar-Grenze?

Ein alleinlebender Erwachsener in Spanien mit weniger als 12.000 € Jahreseinkommen legt sein Budget Posten für Posten offen und findet keinen Spielraum zum Kürzen ohne WG.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Alleinleben mit unter 12.000 € in Spanien: Wo liegt die Spar-Grenze?
Unter 12.000 € im Jahr und allein lebend: Wie weit kann man sich einschränken?

Ein Erwachsener, der allein lebt, dessen Haus abbezahlt ist und der ein jährliches Einkommen von weniger als 12.000 € hat, hat sein gesamtes Budget auf den Tisch gelegt. Er sucht keine Almosen, sondern eine Idee, die er noch nicht ausprobiert hat. Seit dem Jahr 2000 hangelt er sich von einem niedrigen Gehalt zum nächsten, fürchtet den baldigen Jobverlust und verlor bei seinem letzten Versuch, sich selbstständig zu machen, etwa 2.600 €. Sein Haus kostete 40.000 €, das Auto war ein Gebrauchtwagen für 3.000 €, und die Waschmaschine kaufte er neu – für 250 € –, weil die gebrauchte für 90 € keine Garantie hatte.

Die Aufstellung weist eine Genauigkeit auf, die jede Beratungsfirma beschämen würde: Stromanschlussleistung von 2,3 kW mit Zeitvariablen Tarifen, kleiner Kühlschrank, effiziente Waschmaschine und Computer mit zurückgedrehter Uhr. Ergebnis: 16–18 € Stromkosten pro Monat. Die Frage ist nicht mehr, wie man weniger ausgibt, sondern ob überhaupt noch etwas gekürzt werden kann, ohne nicht mehr richtig zu leben.

Wohnen: 40 € Wasser pro Quartal, fast alles Steuern

Das Wasser kostet 40 € pro Quartal, davon sind 38 € Müllgebühren und Steuern. Der tatsächliche Verbrauch liegt bei etwa 2 €: sieben Kubikmeter alle drei Monate. Gas kostet 25–27 € alle zwei Monate, mit zehnminütigen Duschen und Heizung nur an extrem kalten Tagen. Alle zwei Monate wird sie fünfzehn Minuten eingeschaltet, um einen Defekt zu vermeiden. Zum Schlafen dient eine Wärmflasche.

Telefon und Internet: 28–30 € bei Pepephone, dem günstigsten gefundenen Tarif. Gemeinschaftskosten: 30 €. Hausratversicherung: 140 € im Jahr. IBI (Grundsteuer): 203 €. Möbel und Geräte: durchschnittlich 200 € jährlich. Spielraum? Im Grunde nur beim Putzen: 40 € im Jahr für Waschmittel, Ammoniak, Seife und Essig als Weichspüler. Kein Mundwasser. Dies ist exemplarisches Lonchafinismo (extremes Sparen), und im Thread wird eingeräumt, dass dieser Posten kaum noch Einsparpotenzial bietet.

Das Auto: 2.300 € im Jahr, die fast ein Fünftel des Gehalts auffressen

Das Fahrzeug ist das Loch. Ein Kleinwagen, gekauft für 3.000 €, heute wert 1.000 €, haftpflichtversichert für 230 €. Dazu kommen: 110 € für ITV (Technische Hauptuntersuchung) und IVTM (Kfz-Steuer), 160 € Wartung, 300 € durchschnittliche Reparaturkosten historisch und 1.500 € Kraftstoff, wovon etwa 1.000 € nur für den Weg zur Arbeit sind. Ungefähres Total: 2.300 € jährlich.

Hier sind seine eigenen Ideen. Fahrrad für kurze Strecken. Ein Klassiker, um niedrigere Versicherungsprämien zu zahlen, mit der zusätzlichen Angst vor Pannen. Und Homeoffice als Horizont: Ohne Pendeln würden die Fahrzeugkosten auf etwa 800 € im Jahr sinken. Zwischen dem Bedürfnis, am Wochenende rauszukommen – durchschnittlich 150 Kilometer, sein Ventil – und der Notwendigkeit eines Autos wegen fehlenden öffentlichen Nahverkehrs ist der Spielraum eng.

Kann man noch mehr kürzen, oder ist das Problem das Gehalt?

Man kann, aber immer weniger effektiv. Hier spaltet sich die Diskussion in zwei Lager. Einige behaupten, das Problem sei nicht die Ausgabe, sondern das Einkommen, und bei einem dürftigen Gehalt diene weiteres Sparen nur dem Verzicht. Andere Teilnehmer erinnern daran, dass die Grenzersparnis minimal wird, sobald Freizeit oder Wohnen betroffen sind, und dass 40 € im Jahr für Reinigungsmittel nicht einmal eine Rechnung decken.

Essen separat: 1.600 € im Jahr bei Carrefour und Lidl. Kleidung: 100 €. Kurse: 600 €, wo manche eine leichte Kürzung sehen – Gleiches gibt es oft gratis –, während andere dies als einzige verbleibende berufliche Investition betrachten. Gesundheit: Keine private Krankenversicherung, 150 € Zahnarzt und 20 € Medikamente jährlich. Das vollständige Detail dieser Rechnungen – samt Budget und Berechnung, wie lange er ohne Einkommen durchhält – füllt eine ganze Seite.

Gas abschalten, das freie Zimmer vermieten und Ersparnisse umschichten

Es gibt drei konkrete Vorschläge. Erstens: Vermietung des freien Zimmers. Er hat zwei Räume, einer unmöbliert, und könnte ein paar Tausend Euro im Jahr erzielen. Das würde am meisten Geld auf einmal bewegen. Seine Antwort ist, dass er das Haus nicht mit jemandem teilt, der kein Partner ist, obwohl er die Option ausschließt, falls er ganz ohne Einkommen dasteht.

Zweitens: Gas abschalten. Der Wechsel zu Elektro kostet mindestens 1.000 € und lohnt sich erst, wenn der Kessel ausfällt; dann Boiler und Zeitschaltuhr für Warmwasser in Nebenzeiten. Zudem wird angemerkt, dass bei einem neuen Kessel ein Brennwertkessel mit 21 bis 24 kW gewählt werden sollte: Mehr Leistung ist verschwendetes Geld.

Drittens: Ersparnisse umschichten. Das von einem anderen Teilnehmer vorgeschlagene Beispiel ist einfach: 15.000 € auf einem Festgeldkonto mit 1,3 % würden etwa 161 € im Jahr bringen, fast die Wasserrechnung. Damit steigt die Sparfähigkeit, ohne einen einzigen Ausgabenposten anzufassen. Und es gibt einen vierten, radikaleren Weg: Europa verlassen; ein Teilnehmer behauptet, dort zahle man etwa 40 € im Jahr für Wasser, Gas und Licht, mit geringeren Vermögenssteuern.

Der verstörende Datenpunkt

Im Thread wird daran erinnert, dass die Mindestrente für Personen ohne Ehepartner oder Unterhaltspflichtige bei 677 € liegt, und einige bezweifeln, dass die Leistung nach 25 Beitragsjahren deutlich über dieser Schwelle bleibt. Demgegenüber berechnet ein anderer Teilnehmer, dass diese 25 Jahre plus das Zuschussgeld für Über-52-Jährige auf 40 Beitragsjahre kämen. Die Ausgaben für Freizeit wurden seit 2015 bereits um 72 % gesenkt, von 1.100 € auf 310 €. Wenn das nicht Gürtellänge bedeutet, soll jemand zeigen, wo noch Spielraum ist.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (118 Antworten).

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