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AliExpress: Chaos bei der Mehrwertsteuer nach Ende der 150-Euro-Freigrenze
Nutzer in Spanien melden falsche MwSt.-Abbuchungen bei AliExpress, nachdem die 150-Euro-Freigrenze abgeschafft wurde. Massiver Fehler oder EU-Strategie?
Mehrwertsteuer bei AliExpress sorgt für Ärger und Fehlervorwürfe
AliExpress hat die Abschaffung der MwSt.-Befreiung für Einkäufe unter 150 Euro ohne Zögern umgesetzt, doch das Ergebnis ist ein Chaos aus falschen Abbuchungen und empörten Verbrauchern. Die von der Plattform berechneten Beträge stimmen nicht: Manche berichten, dass eine erwartete Mehrwertsteuer von 3 Euro bei der Bankabbuchung plötzlich 6 Euro betrug. Der Verdacht eines massiven Fehlers macht unter Käufern die Runde, die das Problem zunehmend an den Kundenservice von AliExpress weiterleiten – mindestens ein Fall wurde nach Vorlage von "Beweisen" an ein übergeordnetes Team eskaliert.
Schuld bei der Plattform oder in Brüssel?
Mitten im Sturm prallen zwei Sichtweisen aufeinander. Die einen sehen in AliExpress einen notwendigen Mittäter: Die Plattform erhebt die Steuer an der Quelle, und wenn sie das falsch macht, ist es ihre Verantwortung. Die anderen machen die EU als eigentlichen Schuldigen aus und verweisen darauf, dass sie die 150-Euro-Grenze bereits abgeschafft hat, um alle Importe zu besteuern. In dieser zweiten Gruppe argumentiert man, dass chinesische Verkäufer keinen Anreiz zum Betrug haben, sondern zwischen den europäischen Vorschriften und dem Druck der Käufer eingeklemmt sind. Die Ironie: Trotz des Aufpreises geben mehrere Verbraucher zu, dass der Endpreis im Vergleich zum lokalen Markt immer noch ein Schnäppchen ist.
Das Dilemma des Verbrauchers: Kaufstopp oder Anpassung an die neue Lage
Während die einen eine Pause beim Einkaufen ankündigen, bis die Lage geklärt ist, nutzen andere weiterhin Angebote – wenn auch mit Vorsicht. Die Verkäufer haben ihrerseits ihre Grundpreise erhöht, was die Gesamtkosten weiter steigert. Verwirrung herrscht: Es ist unklar, ob der Fehler bei der MwSt.-Berechnung weit verbreitet oder ein Einzelfall ist und ob AliExpress ihn korrigieren wird. Die EU zeigt derweil keine Anzeichen dafür, die Maßnahme zu überprüfen.
Vor diesem Hintergrund hängt die Zukunft des Einkaufens bei AliExpress an einem seidenen Faden. Wird der Fehler bestätigt und behoben, könnte die Plattform das Vertrauen zurückgewinnen. Doch wenn die EU weiter nachlegt, wird der Handel mit China so teuer, dass er seinen Hauptvorteil verliert: den Preis. Im Moment zahlt der Verbraucher den Preis – und wartet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (13 Antworten).
Eine EU-Zollgebühr von 3,61 Euro pro Kategorie verteuert AliExpress-Käufe um bis zu 80 %. Verbraucher meiden Bestellungen, was die Steuereinnahmen sinken lässt.
Die 3-Euro-Gebühr auf Pakete aus China wird mit 3,63 € pro Artikel berechnet und verdoppelt Bestellungen über 10 €. Shein räumt bereits ein, die Preise zur Kompensation anzuheben.
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