Aldi ist kein Sparparadies: der Einkauf enttäuscht und ist nicht immer günstiger

Erster Einkauf bei Aldi: wenig Auswahl, deutsche Eigenmarken und eine Ersparnis, die eher psychologisch als real ist. Stammkunden loben den Cava, das Tiramisu und die...

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Aldi ist kein Sparparadies: der Einkauf enttäuscht und ist nicht immer günstiger
Aldi ist nicht so günstig, wie es immer heißt

Der erste Einkauf bei Aldi enttäuscht alle, die das Paradies der Schnäppchen suchen. Ein Verbraucher, der zum ersten Mal bei der deutschen Kette einkauft, beschreibt den Gang als einen „sehr traurigen“ Ort, mit wenig Auswahl, deutschen Eigenmarken fragwürdiger Herkunft und einem Spargefühl, das eher psychologisch als real ist. Sein Fazit ist unbequem: Im herkömmlichen Supermarkt kauft man bei kluger Angebotsauswahl für dasselbe Geld besser ein.

Die offizielle Geschichte des deutschen Discounts bekommt Risse, sobald man den Warenkorb vergleicht. Andere erfahrene Kunden verteidigen dagegen das feste Sortiment: Flüssigseife, Weichspüler, gefüllte Oliven, Cava der Eigenmarke, italienisches Tiramisu oder Gesichtscremes, die nach ihren Angaben in deutschen Tests Apothekenmarken geschlagen haben. Obst und Gemüse schicken dagegen fast alle in den Laden um die Ecke.

Lidl oder Aldi: Wer bietet mehr fürs Geld

Der Vergleich zwischen den beiden deutschen Ketten wird immer wieder geführt, ohne dass die Frage geklärt wird. Manche bevorzugen Lidl wegen der Vielfalt und des Bazar-Sortiments; andere bleiben bei Aldi, weil es nie Schlangen gibt – ein Argument, das zu Stoßzeiten mehr wert ist als jeder Prospekt. Auch die Gleichung Mercadona gleich Hacendado hält nicht stand: Bei Konserven und Milchprodukten wählen mehrere Kunden weiterhin die valencianische Kette, während der DIA-Eigenmarken-Thunfisch als der beste unter den günstigen gepriesen wird.

Die Herkunft der Produkte entlarvt ein weiteres Vorurteil. Ein großer Teil der Chips und Snacks, die Aldi verkauft, wird in spanischen Betrieben hergestellt, und die Würstchen für 0,57 Euro kommen aus einem Werk in der Provinz Valencia. Das deutsche Herkunftslabel, so die Kritiker, sei eher Marketing als Realität.

Das Stigma des Billigeinkaufs in Spanien

Der Thread kippt, wenn die soziale Scham ins Spiel kommt. Ein Kunde gibt zu, dass er beim ersten Betreten eines Lidl rot wurde, aus Angst, jemand aus seinem Umfeld könnte ihn sehen – und traf dort dann auf seinesgleichen. Ein anderer ironisiert, er wolle sich eine Tüte über den Kopf ziehen, um nicht erkannt zu werden. Die Anekdote hat Substanz: In Deutschland, erzählt man, füllen sich die Parkplätze dieser Supermärkte mit deutschen Limousinen, und Eigenmarkensaft ist für die einheimischen Verbraucher eine Premiummarke.

Das Fazit der Vielerfahrenen: Die Ersparnis liegt nicht in der Kette, sondern in der Liste. Ketten zu kombinieren, auf die Herkunft zu achten und nicht alles einer Eigenmarke zu vertrauen, bringt mehr, als einem deutschen Discounter treu zu sein. So wird der nächste Warenkorb vermutlich wieder in zwei oder drei verschiedenen Läden zusammengestellt. Und Aldi bleibt vorerst ohne Thron.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (30 Antworten).

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