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Aldama belastet Sánchez mit Kenntnis seiner Geschäfte
Aldama erklärt dem Richter, dass Sánchez von seinen Aktivitäten wusste und Ábalos 400.000 Euro zahlte. Die PSOE kündigt Klage wegen Verleumdung an.
Der Vermittler im Fall Koldo, Víctor de Aldama, hat vor Richter Ismael Moreno am Nationalen Gerichtshof (Audiencia Nacional) ausgesagt, dass der Regierungschef Pedro Sánchez über seine Aktivitäten informiert war und ihm sagte: „Ich weiß, was du tust, und ich danke dir.“ Die freiwillige Anhörung aus dem Gefängnis Soto del Real bezog auch Begoña Gómez, Marlaska, Ábalos, Torres, Ribera und Cerdán in ein angebliches Netzwerk irregulärer Zahlungen ein. Nach vorliegenden Daten übersteigen die Schmiergeldzahlungen insgesamt 700.000 Euro in bar.
Zahlungen, die Aldama dem Richter eingesteht
Aldama gestand Zahlungen von 400.000 Euro an Ábalos und 250.000 Euro an Koldo García, seinen ehemaligen Berater, ein. Santos Cerdán, derzeitiger Generalsekretär für Organisation der PSOE, hätte er 15.000 Euro übergeben; und Carlos Moreno, Büroleiter der ersten Vizepräsidentin, 25.000 Euro für „die Erwirkung einer Stundung in einer Steuersache“. Der Unternehmer versicherte zudem, dass Ángel Víctor Torres, heute Minister für Territorialpolitik, vom Netzwerk 50.000 Euro gefordert habe, die man jedoch verweigerte. „Dann warnte mich Koldo, dass wir Probleme bekommen würden, und tatsächlich begannen wir welche zu haben“, fügte er hinzu.
Die Aussage beschränkt sich nicht auf Zahlungen. Aldama behauptete, dass Sánchez Koldo als Berater für Ábalos durchsetzte und dass der Premierminister ihm bei einem PSOE-Ereignis im Februar 2019 Dankbarkeit bekundete. Die PSOE hat eine Klage wegen Verleumdung gegen den Vermittler angekündigt, ein Weg, der nach Ansicht von Juristen mit einer Geldstrafe enden würde und Aldama zwingen könnte, seine Behauptungen vor Gericht zu beweisen.
Reise von Delcy Rodríguez und Rolle von Marlaska
Bezüglich der Reise der venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez nach Spanien im Januar 2020 erklärte Aldama, dass sowohl Ábalos als auch Innenminister Fernando Grande-Marlaska eingeweiht waren und als „Gesprächspartner“ fungierten. Der Besuch, einen Monat im Voraus organisiert, umfasste ein Abendessen mit Sánchez, Marlaska, Salvador Illa, Teresa Ribera und Ábalos sowie ein Treffen mit der damaligen Generalstaatsanwältin Dolores Delgado. Der Vermittler erläuterte, dass er selbst das Haus in der Calle Oquendo 16 in Madrid mietete und dass die Einladungsschreiben ursprünglich vom Außenministerium verschickt werden sollte, aber wegen der EU-Sanktionen gegen Delcy an die PSOE überging. Das Innenministerium schickte den CNI (Nationaler Geheimdienst), um das Anwesen zu überprüfen.
Ribera und das Projekt des Leeren Spaniens
Teresa Ribera, dritte Vizepräsidentin und Ministerin für Ökologischen Wandel, ist ein weiterer genannter Name. Aldama beteuerte, er habe sich „mehrfach“ mit ihr zum Projekt des Leeren Spaniens getroffen und dass Begoña Gómez bei einem dieser Treffen anwesend war. Die Einbeziehung der Ehefrau des Premierministers erfolgt im Rahmen einer separaten Ermittlung, erhöht aber den Druck auf das familiäre Umfeld von Sánchez.
Wie geht es weiter mit Aldamas Aussage?
Aldamas Aussage zielt darauf ab, aus dem Gefängnis freizukommen, wo er wegen des Kraftstoff-Netzwerks sitzt, das 182 Millionen Euro an Mehrwertsteuer hinterzogen haben soll. Der Fall Koldo trägt den Namen von Koldo García, Berater von Ábalos, als dieser Verkehrsminister war; dieses Ministerium zahlte über 32 Millionen Euro an Soluciones de Gestión SL für Masken. Die Verleumdungsklage der PSOE würde wahrscheinlich mit einer Geldstrafe enden, zwänge Aldama aber, sich mit Beweisen zu verteidigen. Richter Moreno muss entscheiden, ob die Aussagen strafrechtliche Relevanz haben oder im Bereich der Verleumdung bleiben.
Letztlich stellt sich nicht die Frage, ob Aldama Beweise hat, sondern ob jemand bereit ist, sie anzuhören.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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