Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Afrikanische Unzen: Bis zu fünfmal der Spotpreis
Bei älteren afrikanischen Serien werden für eine Silberunze das Vier- bis Fünffache des Spotpreises gezahlt, weit über dem Metallwert.
Afrikanische Unzen: Das Fünffache des Spotpreises pro Münze
Somalia prägt seit 1998 Unzen aus 999er Feinsilber mit einem Affenmotiv. Seit 2004 erscheint ein Elefant. Die ersten sieben und die folgenden neun Stücke sind für Bullion-Anleger wenig empfehlenswert: Wer die frühen Jahre der Serie vervollständigen will, muss das Vier- bis Fünffache des Metallpreises zahlen, nicht den reinen Materialwert. Rwanda, Sambia und Burundi variieren dieses Muster lediglich durch andere Tiermotive.
Welche Serien umfasst das afrikanische Katalogangebot?
Das Angebot ist umfangreicher als sein Ruf. Somalia stellt zwei getrennte Sammlungen bereit: die Affen (sieben Münzen zwischen 1998 und 2004) und die Elefanten (neun zwischen 2004 und 2012). Rwanda ergänzt dies durch die „Wildlife“-Serie mit Kontinentdarstellung und je einem Tier pro Seite, 40 Millimeter Durchmesser und 31,1 Gramm 999er Silber. Sambia prägte Elefanten im Wert von 5.000 Kwacha zwischen 1999 und 2003. Parallel dazu existiert eine Familie mit „Antique“-Finish – Kongo, Gabun, Ghana –, die sich an einer anderen Zielgruppe orientiert.
Die Auflagenzahlen sind das Hauptverkaufsargument. Laut Forum-Daten gibt es von der somalischen Serie weniger als 5.000 Exemplare in Proof-Qualität und bis zu einer Million in BU; die gabunesische 1.000-CFA-Franc-Münze ist auf 2.000 Stück limitiert. Kleine Zahlen ja, doch gilt es, echte Seltenheit von marketinggetriebener Knappheit zu unterscheiden.
Warum zahlt man das Vier- oder Fünffache des Silberpreises?
Wegen des Aufschlags und der geringen Verfügbarkeit am Sekundärmarkt, nicht wegen eines höheren Metallwerts. Die frühen somalischen Ausgaben tauchen selten auf; laut Forenberichten wurde eine Mursi-Unze für 179 Euro versteigert, wobei der Preis bei jeder Auktion stieg statt fiel. Im Gegensatz dazu liegt der aktuelle Jahrgang nahe am Spotpreis.
Hier liegt die Falle moderner Sammlungen. Der Bullion-Käufer schaut auf das Gewicht, der Serien-Sammler auf den Katalog, und dieser lässt sich nicht kostenlos vervollständigen. Manche sehen den Aufschlag als Preis der Rarität, andere bezweifeln dies ohne gesicherte Nachfrage: Günstige aktuelle Jahre kaufen und teure fehlende Jahre nachholen ist keine Strategie, sondern ein Hobby mit hohen Kosten.
Das Durcheinander der Oberflächen: BU, Proof oder Satin
Ein klarer Punkt ist, dass die technischen Daten dieser Münzen oft ungenau sind. Wie im Thread diskutiert wird, soll die somalische Elefantenserie durchgehend „Brilliant Uncirculated“ (BU) sein, inklusive der Privy-Mark-Varianten von 2012 sowie vergoldeter und farbiger Ausgaben, während die High-Relief-Version von 2013 als Proof gilt. Bisher konsistent.
Probleme bereitet jedoch das Glanzfinish. Viele Sammler beschreiben frühe Exemplare als satin mit matterem Hintergrund, andere berichten von spiegelnden Oberflächen derselben Münze. Die gängigste Erklärung lautet, dass die Prägungen anfangs stumpfer waren und das Finish später heller wurde, bis 2015 die Prägestätte wechselte. Ohne offizielle jährliche Spezifikationen bleibt die Diskussion offen: Handelt es sich um zwei Varianten desselben Jahres oder eine einzige mit unregelmäßigem Finish? Eine Zertifizierung einer BU-Münze von 2005 ist daher schwierig.
Deutsche Prägestätten und Agentur-Münzen
Dieses Detail kennen viele Einsteiger nicht: Die rwandesischen Serien und die somalischen Elefanten werden in Deutschland geprägt. Die „Rwanda African Wildlife“ stammt von der B.H. Mayer Mint im Auftrag der rwandesischen Regierung, die auch die Kiwi-Münzen seit 2009 produziert; die somalischen Elefanten kommen vom Bayerischen Hauptstaatsarchiv bzw. der dortigen staatlichen Prägestätte. In deutschen Foren heißen diese Stücke Agenturmünze. Oder simpler: Pseudomünze – eine private Münze, die dem Land Lizenzgebühren für den gesetzlichen Status zahlt. Ohne diesen wäre sie nur eine Medaille.
Für Anleger ist das relevant. Der Nennwert existiert, aber der eigentliche Emittent ist ein Unternehmen, keine Zentralbank.
Der Fall der silberbeschichteten Münzen, die als Silber verkauft wurden
Der unrühmlichste Aspekt des Katalogs betrifft eine Prägestätte, die Fischserie-Stücke als Silber bewarb. Die Beschreibung lautete „Legierung mit .925 Silber“, nicht „.925 Silber“ – ein entscheidender Unterschied. Ein Nutzer behauptet, es handle sich um versilberte Kupfer-Nickel-Legierungen, nicht um massive Silbermünzen. Der Verkäufer beteuerte privat das Gegenteil, doch negative Bewertungen widersprachen.
Ein Vorschlag war, ein Exemplar für etwa 15 Euro zu kaufen, um Klarheit zu schaffen; ein anderer lehnte dies wegen der Versandkosten ab. Manche schließen daraus, es seien plattierte Münzen oder Legierungen mit einem Silbergehalt zwischen 0,300 und 0,400. Billig herzustellen, optisch schwer zu erkennen. Wer massives Silber suchte, erhielt möglicherweise ein Objekt mit geringerem Edelmetallanteil.
Wie haben sich die Preise Jahr für Jahr entwickelt?
Die somalische Elefantenserie bietet hier gute Hinweise. Der Elefant von 2011 (Mutter und Kalb) notiert bei 40–50 Euro. Der von 2012 (drei Elefanten unter einem Baum) bei 30–40 Euro. Der von 2013 (Paar beim Trinken) bei 25–30 Euro. Der von 2014 (Herde im Mondlicht) bei 20–30 Euro. Nach den Forendaten sinkt der Preis jedes neuen Jahrgangs gegenüber dem Vorjahr.
Angesichts dieser Differenzen bleibt unbeantwortet, woher die Nachfrage kommen soll, die den Aufschlag in zehn Jahren trägt. Eine schöne Sammlung ist kein liquider Vermögenswert, dennoch erscheinen weiterhin neue Serien.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (212 Antworten).
Silberbesteck wird nach Gewicht bewertet: Legierung 925 statt 999 beim Barren, Messer zählen nicht und ein Nutzer schlägt eine 40%-Abschlagsschwelle vor.
ING berechnet ab April 2021 eine Kontoführungsgebühr von 10 € monatlich für Salden über 30.000 € auf dem Orange-Konto, es sei denn, ein Gehaltseingang oder eine Überweisung von 700 € erfolgt.