AfD will EU abbauen und Von der Leyen die Macht nehmen

Die AfD legt einen Plan vor, um die EU in eine Union Souveräner Nationen umzuwandeln, die Europawahlen abzuschaffen und die Macht von Von der Leyens Kommission zu beschneiden.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

AfD will EU abbauen und Von der Leyen die Macht nehmen
AfD will Brüssel entmachten und die Macht zurück zu den Staaten bringen

Ein Dokument mit dem Titel „Unser neuer Deal für Europa“ schlägt vor, die Europäische Union in eine „Union Souveräner Nationen“ umzuwandeln. Der Vorschlag der Alternative für Deutschland (AfD) sieht vor, die Europawahlen in ihrer jetzigen Form abzuschaffen und die Macht der Kommission unter Ursula von der Leyen zu beschneiden. Die Ankündigung hat die Debatte neu entfacht, ob die Partei die EU reformieren oder sie von innen sprengen will.

Was der AfD-Plan genau vorsieht

Der in sozialen Medien verbreitete Text zielt auf eine radikale Neuordnung: weniger Bürokratie in Brüssel, mehr Kompetenzen für die nationalen Parlamente und eine institutionelle Architektur, die keine „Überordnung“ mehr über die nationalen Gerichte darstellt. Der Vorschlag legt noch nicht den rechtlichen Mechanismus für diesen Umbruch dar – und genau dort beginnt die Skepsis. Manche sehen in dem Plan bloße Kosmetik: „Es scheint, als würde nur die Rechtsform der EU geändert, damit alles beim Alten bleibt“, heißt es in einem der Kommentare, der darauf hinweist, dass die Partei einst den Austritt aus dem Euro forderte und nun davon absieht.

Die pragmatische Wende der deutschen Rechten

Der auffälligste Punkt ist der Verzicht auf den Austritt aus der Gemeinschaftswährung. Für eine Partei, die einen Teil ihrer Erzählung auf dem Euro-Austritt aufbaute, ist dieser Sinneswandel bemerkenswert. Die vorherrschende Lesart in der Diskussion: Deutschland gewinnt derzeit nichts mit einem Euro-Austritt, und das eigentliche Ziel ist es, den Rahmen neu zu verhandeln, ohne ihn zu zerbrechen. Es ist die These vom Scheinwandel: etwas ändern, damit sich nichts ändert. Derselbe Verdacht erstreckt sich auf andere europäische Vorbilder wie Meloni oder Le Pen, denen vorgeworfen wird, sich zu mäßigen, sobald sie Macht wittern.

Von der Leyen im Visier

Der Plan kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für die Kommissionspräsidentin. Die EU-Justiz hat kürzlich gegen Von der Leyen entschieden, weil sie SMS-Nachrichten mit dem Pfizer-Chef Albert Bourla während der Impfstoffverhandlungen geheim hielt. Das EU-Genergericht hob den Beschluss der Kommission auf, den Zugang zu diesen SMS zu verweigern. Der Fall, angestoßen von einer Journalistin der New York Times, stellt nicht die Impfpolitik in Frage, wohl aber die Transparenz. Diese offene Flanke befeuert die politische Offensive gegen Brüssel.

Der Verdacht der kontrollierten Dissidenz

Nicht alle glauben der Erzählung, die AfD sei eine echte Bedrohung für das System. Eine Meinungsströmung hält die Partei für Teil des Spiels: „Die AfD ist System und wird die Agenda 2030 weiterführen“, heißt es in einem Kommentar, der sie als globalistisch bezeichnet. Die Präsenz einer lesbischen Vorsitzenden, die mit einer ausländischen Frau verheiratet ist, oder die Gründung einer der Partei angeschlossenen Vereinigung deutscher Nnnn werden in der Diskussion als Beweis dafür angeführt, dass es keinen echten Bruch gibt. Es ist die These der kontrollierten Dissidenz, wie sie an den Rändern der öffentlichen Debatte üblich ist.

Wer gewinnt, wenn die EU zerbricht

Die Geopolitik spielt voll hinein. Manche behaupten, die Zerstörung der Union nütze den USA wie Russland gleichermaßen, und Moskau sei mit der europäischen Zersplitterung bis zum Ukraine-Krieg gut gefahren. Auf der anderen Seite die These, dass ein neutrales, horizontales Europa ohne den jetzigen bürokratischen Ballast eine Währung bieten könnte, die mit dem Dollar konkurriert. Die Zeit wird zeigen, ob die AfD das Instrument ist, um diesen „Leviathan“ abzubauen, oder nur ein weiteres Baustein seines Erhalts.

Die verstörende Kernaussage: Die Partei, die den Euro-Austritt versprach, verspricht nun dessen Reform. Politische Konsistenz ist ein knappes Gut.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (42 Antworten).

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