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EU-Kommission stellt Klimaanlage für Beamte ab, nicht für Kommissare
Die Europäische Kommission schaltete die Klimaanlage in den Etagen 1 bis 7 des Berlaymont-Gebäudes ab, ließ die Kühlung in den Etagen von Von der Leyen und den Kommissaren jedoch laufen.
Berlaymont schaltet Klimaanlage in unteren Etagen ab, in oberen nicht: Die europäische Elite bleibt kühl
Am vergangenen Dienstag erhielten die 3.000 Beschäftigten des Berlaymont-Gebäudes der Europäischen Kommission eine knappe Nachricht: „BERL — DRINGEND — Wegen extremer Wetterbedingungen wird das Kühlsystem der Etagen 1 bis 7 für den Rest des Tages zwangsweise abgeschaltet“. Die Mitteilung betraf nur die unteren Etagen. In den oberen Etagen, wo Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (Etage 13) und ihre 26 Kommissare (Etagen 8 bis 13) arbeiten, lief die Klimaanlage ohne Unterbrechung weiter. Die Entscheidung hat die Debatte über Doppelmoral in den europäischen Institutionen neu entfacht.
Die Fakten: eine Nachricht, zwei Temperaturen
Das Berlaymont-Gebäude, der Hauptsitz der Kommission, hat 13 Etagen und beherbergt rund 3.000 Beamte. Laut Informationen, die Politico zugespielt wurden, konnte die Klimaanlage den Bedarf während der Hitzewelle nicht mehr decken, weshalb man sich entschied, die Versorgung in den unteren Etagen zu kappen. Die Maßnahme empörte die Beschäftigten anderer Dienstsitze, die ohnehin keine Klimaanlage haben, etwa die der Generaldirektion AGRI (Landwirtschaft), die seit Tagen hohe Temperaturen ohne Kühlung ertragen. Die offizielle Erklärung, die sich auf technische Grenzen beruft, überzeugt niemanden.
Doppelmoral: die einen schwitzen, die anderen bleiben kühl
Das Bild ist schwer zu ertragen: Während die einfachen Beschäftigten an ihren Schreibtischen schwitzen, arbeitet die Kommissionsspitze bei angenehmen Temperaturen weiter. Ein Teilnehmer der Debatte brachte es ironisch auf den Punkt: „Die Kleinen arbeiten durchgeschwitzt. Die Kommissare kühlen sich im Palast ab“. Der Eindruck von Heuchelei wiegt besonders schwer, wenn er von einer Institution stammt, die Bürger und Unternehmen restriktive Klimapolitiken auferlegt. Wie ein anderer Teilnehmer anmerkte: „Macht, was ich sage, nicht was ich tue“.
Dass Präsidentin von der Leyen die Etage 13 bewohnt, die als letzte vom Abschalten verschont blieb, verleiht der Sache zusätzliche Symbolik. Die numerische Übereinstimmung ist nicht unbemerkt geblieben und wurde Gegenstand sarkastischer Kommentare.
Thermodynamik als Vorwand
Ein Teil der Diskussion drehte sich um die Frage, ob Klimaanlagen die Straße zusätzlich aufheizen. Manche argumentieren, das System stoße die aus dem Inneren entzogene Wärme plus die verbrauchte Energie nach draußen aus, was den urbanen Wärmeinseleffekt verschärfe. Andere erinnern jedoch daran, dass dieser Beitrag im Vergleich zur direkten Sonneneinstrahlung marginal ist. Entscheidend ist hier nicht die Physik, sondern die Auswahl dessen, wer die Folgen einer Maßnahme trägt, die theoretisch der Energieeffizienz dient. Denn wenn das Problem die Umgebungswärme ist, bleibt unverständlich, warum die oberen Etagen ausgenommen sind.
Fazit: die irritierende Zahl
Die Kommission begründete die Entscheidung mit „extremen Wetterbedingungen“. Die Paradoxie: Genau diese extremen Bedingungen erzwangen die Abschaltung des Systems – aber nur für diejenigen unten. In einem Gebäude mit 13 Etagen ist die Temperatur in den Büros der Kommissare dieselbe wie in denen der Verwaltungsangestellten. Der Unterschied liegt darin, wer die Entscheidungen trifft. Und wer sie zu spüren bekommt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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