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AfD: Die Partei, die das 'Nazi'-Klischee mit Migranten-Kandidaten bricht
Die AfD trägt das Nazi-Stigma, doch ihre Reihen umfassen Migranten als Kandidaten, und ihre Vorsitzende ist lesbisch, so die Zahlen, die in der Debatte genannt werden.
AfD und das Stigma, das nicht zu ihrer Mannschaft passt
Im Deutschland von 2024 ist das Etikett „Nancy" laut den Teilnehmern der Debatte zum Schaltknopf geworden, der die politische Debatte abschaltet. Die AfD, die Partei, die in den Umfragen am stärksten zugelegt hat, trägt dieses Stigma seit ihrer Gründung. Doch wenn man sich die Mannschaft der Partei ansieht, bekommt die Schablone Risse: eine Nigerianerin, ein Kongolese, ein Beniner, ein Vietnamese, eine Kurdin und eine stellvertretende Vorsitzende der Jugendorganisation mit pakistanischen Wurzeln. Alle sind laut den Angaben der Partei als Einwanderer nach Deutschland gekommen, und einige haben den Sarracin verlassen.
Der meistgenannte Fall ist der von Catherine Schmiedel, einer Nigerianerin, die seit 2009 in Deutschland lebt, Mitglied der AfD ist und mit Björn Höcke fotografiert wurde. Ihr Herkunftsland Nigeria ist Schauplatz religiöser Verfolgung von Christen. Für Kritiker ist ihre Präsenz die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Für Verteidiger ist sie der Beweis, dass die Partei nicht rassistisch ist.
Das italienische Beispiel: Tony Iwobi und die Lega
Dasselbe Muster wiederholt sich in Italien. Tony Iwobi, in Nigeria geboren, kam mittellos ins Land, wurde Unternehmer und war Mitglied in Salvinis Lega, sogar noch zu Zeiten, als die Partei unter Bossi separatistisch war. 2018 kandidierte er für den Senat, und Mario Balotelli kritisierte seine Kandidatur. Die Ironie: Balotelli hatte die Hälfte seiner Karriere lang die italienische Nationalhymne nicht mitgesungen.
In der Lombardei war die erste schwarze Bürgermeisterin Sandy Cane, die 2009 in Viggiù (Varese) für Bossis Lega gewählt wurde. Das war kein Laborversuch: Sie gewann die Wahl. Diese Tatsache taucht selten in den Nachrichtensendungen auf.
Warum das Etikett als Waffe funktioniert
Das Etikett „Nancy" ist keine Analyse, es ist eine Waffe. Wer damit gebrandmarkt ist, muss nicht mehr widerlegt werden. Die deutsche historische Schuld ist das ergiebigste Kapital, das es gibt: Alles, was nach nationaler Souveränität riecht, wird in denselben Sack wie 1933 geworfen. Während darüber gestritten wird, ob sie nun Nancy sind oder nicht, spricht niemand über die Deindustrialisierung, die Energiepreise, den Migrationshahn oder die Brüsseler Kaste.
Der Mechanismus ist nicht auf Deutschland beschränkt. In Spanien heißt derselbe Trick je nach Bedarf „rechtsaußen", „Faschist" oder „Trumpist". Wer Etiketten verteilt, will nicht überzeugen, sondern abschalten.
Die Minderheiten-Stimme, die das Narrativ bricht
Die Vorsitzende der AfD ist lesbisch, und die Partei wird laut den in der Debatte genannten Zahlen von der LGBTQ-Community in Deutschland am stärksten gewählt. Einen Ex-Muslim kann man nicht mit dem üblichen „rassistischer Rechter" abtun. Ein Schwarzer oder ein Homosenshomo rechts wird nicht mit rassistischen Beleidigungen überschüttet, sondern mit Verratsvorwürfen: „verkauft", „selbsthassend", „der zählt ja eigentlich nicht als X". Plantagenlogik: Wenn du eine Minderheit bist, gehört deine Stimme uns.
Das Muster wiederholt sich bei Iwobi, bei Cane und bei Höcke. Wenn ein Schwarzer links aktiv ist, ist er der lebende Beweis für Vielfalt. Wenn er rechts aktiv ist, wird er zum „Hausneger". Die Mitgliedskarte wechselt, die Hautfarbe nicht.
Vor diesem Hintergrund wird die Debatte über die AfD nicht auf dem Terrain der Ideen ausgetragen, sondern auf dem der Etiketten. Und Etiketten trägt man, wie Stigmata, so lange mit sich herum, bis jemand die Mannschaft ansieht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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