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Adobe verliert 2026 30% im Zuge des Aufstiegs des Photoshop-Klons Photocraft
Adobes CEO verkaufte Aktien im Wert von 31,3 Millionen Dollar, während Photocraft, ein Open-Source-Klon von Photoshop, laut einem Forumsthread 50.000 Sterne auf GitHub sammelte.
Adobe verliert 2026 30% mitten im Aufstieg des Open-Source-Klons von Photoshop
Adobes CEO Shantanu Narayen verkaufte am 16. und 17. September 2026 125.000 Aktien im Wert von 31,3 Millionen Dollar, rund 34% seiner Position, wie aus einem Forumsbeitrag hervorgeht. Zwei Wochen zuvor, so derselbe Bericht, begann der Markt zu verdauen, dass ein Open-Source-Klon der Creative Suite namens Photocraft innerhalb einer Woche 50.000 Sterne auf GitHub und 8.400 Forks gesammelt hatte. Die Aktie schloss bei 238,14 Dollar, 1,7% im Minus, und liegt im Jahresverlauf 30% im Rückgang. Wells Fargo senkte das Kursziel auf 225 Dollar und verwies auf den Verlust von Marktanteilen bei KI-Budgets.
Was ist Photocraft und warum bedroht es Adobes Geschäft?
Nach dem Bericht im Forum geht das Projekt aus der Reverse Engineering des Adobe-Repositorys hervor, angeführt von Brandon Thomas mit Hilfe der KI Claude. Bei dieser Technik wird fertige Software analysiert, um ihren Aufbau ohne Zugriff auf den Quellcode nachzubauen. Das Ergebnis wäre ein funktionsfähiger Klon in früher Alpha-Phase, der sich schnell aktualisiert und unter Linux läuft – damit wird eine der alten Beschwerden der Kreativ-Community gelöst.
Adobes Abhängigkeit von Abonnement-Einnahmen von Privatkunden wird, laut einer im Thread kursierenden Rechnung, auf 28% des Gesamtumsatzes geschätzt. Würde die Hälfte dieser Abonnenten verloren gehen, läge die Aktie derselben Rechnung zufolge bei 130–150 Dollar. Das Unternehmen wurde bereits mit 150 Millionen Dollar bestraft, weil es Kündigungen von Abonnements erschwerte – mit nicht funktionierenden Buttons und Halbjahreszuschlägen bei Stornierungen, so das Diskussionsmaterial.
Der perfekte Sturm: Open Source, Linux und verbrannte Kunden
Freie Software öffnet die Tür für Community-Verbesserungen, die ein kleines Entwicklungsteam nicht erreichen kann, so die Teilnehmer. Photocraft sei schlanker als das Original und starte schneller, wie aus kursierenden Vergleichsvideos hervorgeht. Die Linux-Kompatibilität würde die Migration der Nutzer vorantreiben und die Windows-Telemetrie aushöhlen, deren Marktanteil darunter leiden würde.
Manche meinen, Kopien habe es immer gegeben und das ändere nichts. Andere glauben, Adobe werde die KI integrieren und seinen Normalpreis von rund 250 Dollar halten. Das pessimistischste Szenario deutet auf einen allmählichen Niedergang hin, der sich beschleunigen wird, wenn im Januar die Zahlen bei der SEC eingereicht werden – dort werden die Abonnentenverluste sichtbar.
Was die Zahlen sagen und was jetzt zu erwarten ist
Nach Ansicht der bärischsten Teilnehmer wird der Rückgang kein Crash an zwei Handelstagen sein, sondern ein stetes Tropfen, das die Aktie über Monate ausblutet. Ihre Ziele liegen auf Sicht von mehreren Monaten bei mindestens 150 Dollar. Sporadische Anstiege durch Falschmeldungen oder Manipulation würden den Trend nicht ändern, so diese Lesart. Der Wochenchart zeigt seit Januar 2026 einen Rückgang von über 50%.
Microsoft käme besser davon, weil es vom Verkauf von Betriebssystemen lebt und bezahlte Abonnements nur einen geringen Teil seiner Einnahmen ausmachen, so der Thread. Adobe dagegen hätte sehr starke Säulen bei Privatkunden und ein lebenslanges Zahlungssystem, das das Unternehmen, so die Teilnehmer, zu missbräuchlichen Praktiken zwingt, um Kunden zu halten.
Die Community, die sich betrogen fühlt, hat nun eine kostenlose und funktionsfähige Alternative, so der Bericht. Die Frage ist, ob sich der jahrelang aufgestaute Groll in Massenkündigungen niederschlagen wird – oder ob, wie die Skeptiker meinen, Profianwender weiter für die Integration und den Support zahlen, den Open Source noch nicht bietet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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