Activobank: Der Kampf um ein Konto bei der Banco Sabadell Filiale

Aktivobank-Nutzer berichten von falsch bearbeiteten Verträgen, inaktiven Konten und 12.000 Euro, die zehn Tage lang zurückgehalten wurden. Die 4%-Einlage kostet viel Zeit und Nerven.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Activobank: Der Kampf um ein Konto bei der Banco Sabadell Filiale
Kontoeröffnung bei Aktivobank: Eine 4%-Rendite, bezahlt mit verschwendeten Vormittagen

Lohnt es sich, zwei Vormittage in einer Banco Sabadell Filiale zu verlieren, für eine 4%-Einlage? Eine Welle von Erfahrungsberichten sagt nein. Aktivobank, die Online-Marke der Banco Sabadell, verlangt die Unterschrift des Vertrags in einer physischen Filiale, und dort beginnt das Problem: Mitarbeiter, die die Anmeldung nicht korrekt bearbeiten können, falsch ausgefüllte Verträge und Konten, die inaktiv bleiben, während das Geld des Kunden einbehalten wird.

Die erste Geschichte ist ein Lehrbuchfall. Ein Kunde geht in eine Banco Sabadell Filiale, um sich bei Aktivobank anzumelden, aber der Berater richtet stattdessen das elektronische Banking der Hausbank ein, nicht das der Online-Marke. Über eine Stunde im Büro für einen Fehler, der später einen weiteren Besuch erfordert. Beim zweiten Besuch, weitere anderthalb Stunden, teilt die Angestellte mit, dass sie ihn erst anmelden kann, wenn dies „in der Region“ autorisiert wurde. Übersetzung: eine Ausrede, um ihn abzuwimmeln. Der Kunde landet schließlich bei Ibanesto.

Einbehaltene Gelder: 12.000 Euro für zehn Tage

Dieser Fall ist kein Einzelfall. Ein anderer Kunde beschreibt drei Besuche in der Filiale und mehrere Anrufe beim Kundenservice. Er überwies 12.000 Euro, in dem Glauben, das Konto sei aktiv. War es nicht. Die von der Filiale gesendeten Unterlagen waren fehlerhaft, und das Geld blieb zehn Tage lang einbehalten. Niemand informierte ihn; er musste selbst anrufen, um festzustellen, dass sein Konto immer noch inaktiv war. Die Eröffnung der Einlage wurde rückwirkend versprochen, aber der Schaden war bereits angerichtet.

Es gibt ein wiederkehrendes Muster: Die Unterlagen erreichen Madrid nicht, das Konto wird nicht aktiviert, und der Kunde entdeckt das Problem zufällig. Ein ähnlicher Fall beschreibt, wie das Konto einen Monat nach Beginn des Prozesses noch auf Aktivierung wartete, weil die Papiere nie angekommen waren. Die Lösung kam, als der Kunde mit der sofortigen Rückzahlung drohte. Wie durch Zauberhand wurde das Konto aktiviert.

Unfähigkeit als Norm in den Banco Sabadell Filialen

Mehrere Betroffene teilen die Diagnose, dass das Problem nicht bei Aktivobank als Plattform liegt, sondern bei den Banco Sabadell Filialen, die die Anmeldungen bearbeiten. Ein Aktivobank-Mitarbeiter räumte am Telefon ein, dass es „sehr häufig“ vorkomme, dass Banco Sabadell-Mitarbeiter Fehler bei der Aktivierung von Aktivobank-Konten machen, und dass sie in vielen Fällen kein Interesse zeigen, denn obwohl sie zur selben Gruppe gehören, bringt ihnen guter Service weder Vor- noch Nachteile.

Die Konsequenz ist eine Online-Banking-Erfahrung, die physische Reisen erzwingt, mit ungünstigen Öffnungszeiten: Montag bis Freitag bis 14:00 Uhr, Donnerstags im Winter bis 18:30 Uhr, und keine Samstagsöffnungen. Für Berufstätige bedeutet das, mindestens einmal der Arbeit fernzubleiben. Mehrere Kunden berichten, dass diese Anforderung, kombiniert mit schlechten Erfahrungen in der Filiale, sie dazu gebracht hat, Wettbewerber wie ING oder Tubancaja zu wählen, auch wenn diese niedrigere Zinsen bieten.

Das 4%, das einige belohnt und andere abschreckt

Nicht alles sind Beschwerden. Es gibt Kunden, die eine makellose Erfahrung beschreiben: Daten online ausfüllen, in die Filiale gehen, in fünf Minuten unterschreiben und mit Zugangsdaten und Kontonummer wieder gehen. Die Überweisung kommt am nächsten Tag, und die 4%-Einlage wird ohne Probleme eröffnet. Andere haben das Konto seit Jahren, haben in der Vergangenheit 11%-Einlagen kassiert und halten das Guthaben null, während sie auf Angebote warten. Wenn die Rendite funktioniert, dann funktioniert sie.

Das Problem ist die Varianz. Dasselbe Institut produziert Fünf-Minuten-Erfahrungen und Monats-Odysseen. Und wenn es schiefgeht, ist der Kunde gefangen: kein Webzugriff, Geld einbehalten und eine Hotline, die nur Montag bis Freitag arbeitet. Das Gefühl der Hilflosigkeit ist der gemeinsame Nenner der problematischen Fälle.

Die Reaktion des Unternehmens: Ein Community Manager im Forum

Die Beteiligung eines Kommunikationsverantwortlichen der Banco Sabadell an der Diskussion ist einer der aufschlussreichsten Momente. Er bot seine E-Mail-Adresse an, um spezifische Fälle zu prüfen, und klärte Fragen zu den Öffnungszeiten. Die Geste wurde geschätzt, löste aber nicht das Grundproblem: Betroffene berichteten weiterhin über inaktive Konten, verlorene Unterlagen und gesperrte Einlagen. Individuelle Betreuung ersetzt keinen schlecht gestalteten Prozess.

Die offene Frage bleibt, ob Aktivobank im Online-Banking konkurrenzfähig sein kann, wenn sein größtes Hindernis das physische Netzwerk seiner Muttergesellschaft ist. Das 4% zieht an, aber die Kosten in Zeit und Unsicherheit schrecken einen Teil der Kunden ab. Und die, die bleiben, tun dies mit einem mulmigen Gefühl.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (66 Antworten).

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