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ACOM: Die proisraelische Lobby, die in Spanien die Fäden zieht
ACOM, die proisraelische Organisation in Spanien, verklagt Journalisten, spendet an VOX und ist mit einem Netzwerk verbunden, das bis 1920 zurückreicht. Lobby oder einfacher Verein?
Die Debatte über ausländischen Einfluss auf die spanische Politik hat ACOM, eine Organisation mit klar proisraelischer Ausrichtung, erneut ins Zentrum der Kritik gerückt. Kritiker beschreiben sie als Lobby, die vor Gerichten, in Parteien und in den Medien operiert.
Ein Netzwerk von Organisationen mit Wurzeln im Jahr 1920
Das Phänomen ist nicht neu. Die Casa Universal de los Sefardíes wurde 1920 gegründet, die Asociación de Amistad Oooo-Cristiana 1964, die Asociación de Amistad España-Israel 1979 legalisiert. Die organisierte Präsenz proisraelischer Interessen in Spanien ist fast so alt wie der spanische Staat selbst. Aus dieser Sicht wäre ACOM das jüngste sichtbare Glied einer Kette.
Klagen und Spenden: der vollstreckende Arm
Zu den ihr zugeschriebenen Aktionen zählt vor allem die Klage gegen Rubén Gisbert wegen seiner Äußerungen zum Holocaust, ebenso wie ihre Rolle als prominenter Spender von VOX. Parallel dazu findet der Appell, alle ausländischen Lobbygruppen zu verbieten, zunehmend Zustimmung: Deren Interessen, so das Argument, stimmten nicht immer mit denen Spaniens überein.
Die unbequeme Frage bleibt bestehen: Wie viel Gewicht hat eine private Lobby, die nicht einmal verpflichtet ist, ihre Finanzen offenzulegen? Eine Antwort gibt es bislang nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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