Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Abascal kürzt Kundgebung in Valladolid auf 12 Minuten und marschiert schweigend
Santiago Abascals Kundgebung in Valladolid, Spanien, dauerte nur 12 Minuten, gefolgt von einem Beileid und einem Marsch zum Rathaus für eine Schweigeminute. Teilnehmer kritisierten die Kürze.
Abascal kürzt seine Kundgebung auf 12 Minuten und marschiert schweigend
Santiago Abascals Kundgebung in Valladolid war vorbei, bevor sie richtig begann. Zwölf Minuten Rede, ein Beileid zum Zugunglück und ein Fußmarsch zum Rathaus für eine Schweigeminute. Die Szene, die manche Teilnehmer angesichts der Anreise aus weit entfernten Dörfern als «Abzocke» bezeichneten, hinterlässt zahlreiche Fragen über den Sinn der Veranstaltung und das Timing einer Partei, die die Kürze zum Stil erhoben hat. Die gewählte Musik, «La gloria no es el final» (Der Tod ist nicht das Ende), tat ihr Übriges.
Zwölf Minuten und ein Fußmarsch
Die Veranstaltung hatte Erwartungen geweckt. Eine Kundgebung in Valladolid, mitten im Nachklang des Zugunglücks, das das Land erschüttert hat, und mit bestätigter Teilnahme Abascals. Was die Teilnehmer vorfanden, war eine Rede von kaum zwölf Minuten, gefolgt von einem Beileid und einer Ankündigung: zu Fuß zum Rathaus zu gehen, um dort eine Schweigeminute abzuhalten. Die Zahl, die nicht unbemerkt blieb, steht im Kontrast zum üblichen Aufwand von Partei-Veranstaltungen. Manche halten zwölf Minuten für ausreichend für ein Beileid; dagegen spricht das Argument, dass wer von weit her anreist, mehr erwartet als eine politische Traueranzeige.
Die Teilnehmerzahl, laut groben Schätzungen etwa 2.000 Menschen, hilft ebenfalls nicht, das Gefühl einer gescheiterten Veranstaltung zu zerstreuen. Die meisten, so die Anwesenden, waren Stamm-Anhänger, mit der einen oder anderen auffälligen Neuzugang. Eine Anekdote lieferte ein Kommentar über die angebliche Anwesenheit einer Figur der zionistischen Lobby ACOM hinter dem Parteichef, ein wiederkehrender Hoax, der sich rasch in den sozialen Medien verbreitete. Die Realität ist prosaischer: eine kurze Kundgebung, ein Beileid und ein Spaziergang.
Der «Todeszug» und die ausbleibende Rücktrittsforderung
Das Zugunglück hat die Debatte über die Amtsführung des Verkehrsministers Óscar Puente neu entfacht. Aus verschiedenen Kreisen wurde sein sofortiger Rücktritt gefordert, und die Kundgebung in Valladolid schien die passende Bühne, um den Fehdehandschuh zu werfen. Dazu kam es nicht. Abascals Auftritt beschränkte sich auf das Beileid und den Aufruf zur Schweigeminute, ohne explizite Forderungen nach politischer Verantwortung. Das Auslassen hat Freund und Feind überrascht und nährt die These, dass die Partei sich in einer Angelegenheit, die sich gegen sie wenden könnte, nicht festlegen will.
Unterdessen liegen die wirtschaftlichen Zahlen des Schienensektors weiter auf dem Tisch: Die Einnahmen aus Hochgeschwindigkeits- und Fernverkehrstickets überstiegen in einem jüngeren Jahr 1.469 Millionen Euro. Eine Zahl, die in den Händen der einen die Solidität des Systems beweist; in den Händen der anderen die Notwendigkeit, mehr in Sicherheit zu investieren. Die Kundgebung ging nicht ins Detail. Zwölf Minuten reichen eben nur für zwölf Minuten.
Die Paradoxie einer Partei, die verspricht und nichts Konkretes liefert
Die Veranstaltung in Valladolid hinterlässt ein zwiespältiges Bild. Auf der einen Seite die Feierlichkeit der Schweigeminute und die Musikwahl, mit «La gloria no es el final» im Hintergrund, ein Detail, das manche als übertriebene Theatralik deuteten. Auf der anderen Seite die Kürze der Rede, die im Kontrast zum Ernst der Lage steht. Ist es eine Geste des Respekts oder eine Flucht nach vorn? Die Antwort hängt davon ab, durch welche Brille man schaut.
Fest steht: Die Kundgebung diente weder dazu, Vorschläge zu formulieren, noch konkrete Verantwortliche zu benennen. Sie blieb eine Geste. Und in der Politik verwehen gesten ohne Inhalt im Wind. Die Frage, die in der Luft liegt, ist, ob solche kurzen Auftritte zur Norm werden oder ob es ein Einzelfall aufgrund der Umstände war. Mit diesen Vorzeichen ist Prognosen riskant; aber alles deutet darauf hin, dass Abascals Partei das Kurzformat weiter erproben wird, selbst auf die Gefahr hin, diejenigen zu enttäuschen, die sich an einem Sonntag früh aufmachen, um mehr zu hören als ein Beileid.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).
Die vor 26 Jahren wegen Zahlungsrückstands beschlagnahmte Villa in Collado Mediano widerlegt die offizielle Darstellung der Zwangsräumung, die ein politisches Erdbeben ausgelöst hat.
Zwei Tweets übers Rechnungsteilen in Finnland lösen eine Debatte aus: wirtschaftliche Gleichheit gegen die Geste des Einladens. Der Taschenrechner als Symbol für...
Debatte über das Erbe der Vorgänger und die Züge: Entgleist ein weiterer Zug unter einer anderen Regierung, ist der Vorgänger schuld. Und die Kosten tragen alle.
Ein Tweet zeigt eine Protestaktion vor dem Verkehrsministerium in Spanien. Die Geste fasst den politischen Streit um das Bahnmanagement und seine Kosten zusammen. Das steckt dahinter.
Vier der sieben Messzüge zur Erkennung von Mikrorissen stehen seit zwei Jahren still, so die kursierende Zahl. Die Debatte zwischen Sabotage und Verfall des spanischen Schienennetzes.