Ábalos zu 24 Jahren verurteilt – Begnadigung wird es nicht geben

Der ehemalige spanische sozialistische Minister wurde im ersten Masken-Prozess zu 24 Jahren Haft verurteilt. Sein Sohn beantragt eine Begnadigung, doch die juristische Lage spitzt sich weiter zu.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ábalos, 24 Jahre: die Begnadigung, die sein Sohn fordert und Moncloa nicht gewähren wird

Víctor Ábalos, Sohn des ehemaligen sozialistischen Ministers, ist an die Öffentlichkeit getreten, um eine Begnadigung zu fordern, die – den Signalen aus Regierungskreisen zufolge – nicht kommen wird. Sein Vater, José Luis Ábalos, wurde gerade im ersten Prozess um den Maskenfall zu 24 Jahren Haft verurteilt. Ein Urteil, das nach den Analysen, die in Justizkreisen kursieren, erst der Anfang ist.

Der Maskenfall, der 2020 aufflog, hat Verantwortliche nach und nach aussortiert. Von den 12 Notaufträgen im Wert von 326 Millionen Euro, die die PP von Madrid im März 2022 bei der Antikorruptionsstaatsanwaltschaft angezeigt hatte, sind nur Ábalos und sein Berater Koldo gefallen. Die übrigen Beteiligten – darunter Firmen, die mit dem Umfeld des damaligen Gesundheitsministers Salvador Illa verbunden sind – sind der Anklagebank entgangen. Der allgemeine Eindruck: Die PSOE-Spitze hat die eigenen Leute fallen lassen.

Die weiteren Verfahren, die auf Ábalos warten

Doch das Urteil von 24 Jahren ist nicht das einzige Problem. Es bleiben weitere Verfahren ausständig, etwa der Fall um die Mineralölkonzerne und der Delcy-Fall, die seine Haftzeit noch weiter verlängern könnten. Die Verteidigungsstrategie hat, wie im Prozess zu sehen war, offenbar auf eine Sonderbehandlung gesetzt, die nie kam. "Mafia-Grundkurs", fassen manche Beobachter zusammen.

Begnadigung? Nicht im Traum

Die Erwartungen an eine Begnadigung sind gleich null. Das Umfeld der Regierung, das dieses Instrument in anderen Fällen als politisches Ventil genutzt hat, hat hier kaum einen Anlass zu handeln: Ábalos im Gefängnis zu lassen, lenkt den Fokus von anderen Verantwortlichkeiten in Moncloa ab. Pedro Sánchez selbst verliert laut einigen Analysen die Kontrolle über die Lage in der Partei, wo bereits Stimmen seinen Erzählung in Zweifel ziehen.

Mit 24 Jahren Haft und weiteren Verfahren in Aussicht klingt das Anliegen des Sohnes nach einem verzweifelten Gestus. Die Justiz schreitet, zumindest in diesem Fall, ohne Netz voran.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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