Ábalos-Affäre: Jésicas Wohnung und Begleitung kosteten bis zu 8.700 € monatlich

Die UCO schätzt die Miete für Jésica Rodríguez auf 88.000 € und die Zahlungen für ihre Begleitung bei offiziellen Terminen auf bis zu 8.700 € pro Monat.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ábalos-Affäre: Jésicas Wohnung und Begleitung kosteten bis zu 8.700 € monatlich
Ábalos: 2.700 € Miete und bis zu 8.700 € monatlich für Jésica

Die Beziehung zwischen José Luis Ábalos und Jésica Rodríguez García war keine Liebesgeschichte. Laut dem Bericht der Unidad Central Operativa (UCO) der Guardia Civil, der dem Richter vorgelegt wurde, handelte es sich um eine besondere Beziehung mit Buchführung. Der ehemalige Verkehrsminister hatte weder Partnerin noch – nach Ansicht der Ermittler – Geliebte: Er hatte eine Person, die ihn bei offiziellen Anlässen begleitete und dafür bezahlt wurde. Die Wohnung im Torre de Madrid-Gebäude am Plaza de España, in der er von März 2019 bis September 2021 wohnte, wurde durch 32 Monatsraten à 2.700 Euro finanziert, insgesamt 88.000 Euro. Das Geld stammte aus dem Netzwerk, das die UCO an der Spitze mit Ábalos verortet, mit Víctor de Aldama als Kopf und einem Strohmänner, der die Belege unterzeichnete.

Was kostete die Begleitung des Nummer drei der PSOE?

Die ersten sieben Monate der Bindung wurden mit 1.500 Euro pro Tag abgerechnet. Die junge Frau forderte 39.300 Euro für die Begleitung des damaligen Verkehrsministers und Nummer drei der PSOE auf 33 offizielle Reisen und Parteiveranstaltungen, wie aus den von THE OBJECTIVE veröffentlichten E-Mails hervorgeht. Die monatliche Aufschlüsselung liest sich wie ein Dienstprotokoll: 4.500 Euro im November 2018 — der erste Monat mit Zugtickets und Hotelgutscheinen auf ihren Namen für eine Reise nach Girona und Barcelona —, 3.000 im Dezember, 8.500 im Januar, 8.700 im Februar, 4.500 im März, 2.400 im April, 3.400 im Mai, 2.300 im Juni und 2.000 im Juli.

Hier liegt die erste Anomalie des Berichts: Die Beträge steigen nicht, sie sinken. Und darunter taucht eine dritte Einkommensquelle auf, die von keinem Minister abhing.

Die Wohnung, das Gehalt bei Ineco und der Vertrag bei Tragsatec

Zu den Reisezahlungen kommt ein Gehalt eines Staatsunternehmens hinzu. Jésica wurde beim staatlichen Ingenieurbüro Ineco vom 1. März 2019 an eingestellt — demselben Monat, in dem sie in die Wohnung am Plaza de España zog, während die Kosten gedeckt waren — bis zum 28. Februar 2021, wie die Regierung über das Portal für Transparenz bestätigte. Ein im Bericht der Guardia Civil aufgeführtes Gehalt weist ihr monatlich 1.635 Euro zu.

Das Dokument der UCO bestätigt zudem die Freistellung, die Joseba García, Bruder von Koldo, als Sicherheitsenssicherheit fünfzehn Tage nach Jésicas Einstieg bei Ineco unterzeichnete, damit sie ihre Stelle als Verwaltungsassistentin verlassen konnte, um Ábalos nach Straßburg und zu einer Parteiveranstaltung auf den Balearen zu begleiten. Am 2. März 2021, nachdem der vorherige Vertrag ausgelaufen war, unterzeichnete sie einen neuen bei Tragsatec, einem Staatsunternehmen, das der SEPI und damit dem Finanzministerium untersteht.

Der Pakt der „Exklusivität“ und die ärgerliche Kürzung

Die E-Mails vom Juli 2019 zeigen eine Beziehung mit geschriebenen Regeln. Jésica warf Ábalos vor, die Vereinbarung gebrochen zu haben: Sie würde „dasselbe oder mehr“ als der Minister verdienen, und die Bindung basierte auf einem Pakt der „Exklusivität“, der in ihren eigenen Worten Opportunitätskosten gegenüber anderen Arten von Beziehungen implizierte. Die ersten Nachrichten liefen unter dem Betreff „Disgeusias“, dem Begriff aus der Zahnmedizin für ein Unbehagen.

Der konkrete Vorwurf war finanzieller Natur: „Wenn du siehst, welche Mengen du mir früher gabst im Vergleich zu jetzt, muss ich lachen…“, schrieb sie. Und fügte hinzu: „Letzten Monat hast du mir 1.200 Euro gegeben.“ Die von ihr selbst vorgelegte Abrechnung sah monatliche Beträge zwischen 2.000 und 8.000 Euro vor. Die Geschichte, über die sie sich beschwert, ist nicht die einer Erhöhung, sondern die eines Tarifs, der abschmilzt.

Die Rechnung, die am Ende der Steuerzahler zahlt

Kreuzt man die Zahlungsliste mit dem Ministeriumskalender und den im Rahmen der Ermittlungen im Fall Koldo beschlagnahmten Rechnungen, ergibt sich ein Gesamtkostenpunkt von zwischen 6.000 und 12.000 Euro pro Monat für einen Großteil des Zeitraums. Die Reisen endeten nicht, als die E-Mails aufhörten: Es gibt eine Reise nach Russland im August 2019 und eine weitere nach Abu Dhabi im Oktober, letztere dokumentiert im Nachrichtenaustausch zwischen dem Berater Koldo García Izaguirre und den Sekretärinnen des Verkehrsministeriums, die ihm die Flugticketrechnung zusandten.

Auf den meisten Rechnungen stand Koldo als Zahlungsmittel, und sie wurden über das Konto 1412 Gabinete des Büros des Fomento-Ministeriums (Ministerium für Entwicklung/Verkehr) bei der üblichen Agentur, Viajes El Corte Inglés, abgewickelt. Die Beziehung dauerte mindestens ein Jahr länger als in den E-Mails ersichtlich, bis November 2020. Die detaillierte Berechnung, Monat für Monat und Rechnung für Rechnung, verwandelt eine private Affäre in eine Haushaltsposition.

Die politische Reaktion und das Schweigen zu den Zahlen

Der Skandal hat bereits Standardphrasen hervorgebracht. Yolanda Díaz erklärte in einem Kontext, in dem eine mögliche Anklage gegen Ábalos über den veröffentlichten Informationen schwebte, dass sie sich vorstellen könne, wie man sich fühle, „während wir unser Leben während der Pandemie riskierten, da gab es Leute, die stahlen“, und bezeichnete die Fakten als „Geißel für die Demokratien“. Der Satz hat seinen Kern: Er fällt in die Legislaturperiode der Masken, der räumlichen Abschottungen und der Mobilitätseinschränkungen.

Keine der hier genannten Zahlen ist in einem Urteil festgelegt. Sie stammen aus einem polizeilichen Bericht, der einem Richter vorgelegt wurde, sowie aus journalistischen Veröffentlichungen, die die Beträge Stück für Stück aufgeschlüsselt haben.

Es ist zu erwarten, dass die Angelegenheit auf zwei getrennten Ebenen entschieden wird: der gerichtlichen, die entscheiden wird, ob es eine Straftat bei der Nutzung öffentlicher Mittel und Strukturen gab, und der politischen, die selten mit Zahlen auf dem Tisch gelöst wird. Wenn die Einschätzung der UCO vor dem Untersuchungsrichter Bestand hat, wird die öffentliche Rechnung dieses Falls in Zehntausenden von Euro gemessen, zwei Verträgen bei Staatsunternehmen und mehreren Reisen, die über ein Ministerbürokonto abgerechnet wurden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (350 Antworten).

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