Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
90 % der Richter-Anwärter sind Frauen: Daten im Streit
Laut aktuellen Daten sind 90 % der Anwärter für Richter- und Staatsanwaltsämter in Spanien Frauen, was eine Debatte über Justiz, Gleichstellungsausgaben und Geburtenraten auslöst.
90 % der Richter-Anwärter sind Frauen: Analyse eines Unbehagens
90 % der Personen, die sich um eine Stelle als Richter oder Staatsanwalt bewerben, sind Frauen. Die verbleibenden 10 % sind Männer. Die durchschnittliche Vorbereitungszeit beträgt 4,7 Jahre, und die größte Altersgruppe liegt zwischen 20 und 29 Jahren. Das Bild zeigt eine Transformation der spanischen Justiz. Es ist auch der Auslöser für ein Unbehagen, das nicht mehr nur geflüstert wird: Die Vermutung, geäußert von mehreren Teilnehmern, dass die Regeln des öffentlichen Lebens zunehmend mit einer einzigen Perspektive geschrieben werden.
Eine Justizlaufbahn, die weiblich dominiert ist
In den Diskussionen werden Daten genannt, wonach dieses Muster über die Gerichte hinausgeht: In Bereichen wie Justiz, Pharmazie, Gesundheitswesen, Bildung und Verwaltung liegt der Frauenanteil bereits bei rund 70 % und steigt weiter an. Eine häufig genannte Erklärung unter den Diskutanten ist, dass die Prüfungen jahrelanges unbezahltes Studium und Belastbarkeit gegenüber Unsicherheit erfordern, was viele Männer angeblich nicht auf sich nehmen können.
Hier prallen zwei Narrative aufeinander. Eine Strömung behauptet, diese Verschiebung beweise, dass kollektive Entscheidungen in Händen liegen, die Emotionen über Kalkül stellen. Eine andere Stimme im Debate entgegnet, dass Frauen nichts allein verursacht haben und dass dahinter Propaganda und Machtstrukturen stehen, keine vermeintliche weibliche Verschwörung. Keine der beiden Thesen lässt sich durch einen einzelnen Datenpunkt belegen.
Öffentliche Ausgaben und die unausgeglichene Rechnung
Eine der am häufigsten wiederholten Thesen des Unbehagens besagt, dass der Feminismus zum größten institutionalisierten Ausgabennetzwerk geworden sei, einem schwer zu prüfenden Ausbeutung-System. Die kursierenden Zahlen sind grob: Nach der Berechnung eines Teilnehmers liegen die Zinszahlungen für Schulden nahe bei **6 % des BIP**, während Sozialversicherung und Renten über **40 %** ausmachen, sodass die Hälfte des Haushalts ausgegeben ist, bevor über Gleichstellung diskutiert wird.
Als Beleg dienen oft regionale Dokumente. Ein Dokument aus dem Jahr 2018 wies fast **500 Seiten Ressourcen** für Maßnahmen mit Gender-Perspektive in einer einzigen Region aus, so der Teilnehmer, der das Dokument zitiert. Multipliziert man dies mit siebzehn Regionen und jedem Ministerium, ergibt sich laut ihm ein Loch, dessen genaue Größe niemand kennt. Im Thread wird jedoch widersprochen, dass „Maßnahmen mit Gender-Perspektive“ nicht dasselbe sind wie Geschlechterpolitik und dass die Einrechnung aller Gesundheits- oder Bildungskosten jede Berechnung aufbläht.
Trennung der Schüler ab 14 Jahren: Der unbequeme Vorschlag
Ein weiterer Aspekt der Debatte ist unbequemer. Manche schlagen vor, Jungen und Mädchen ab **14 Jahren** zu trennen – Klassenräume, militärische Ausbildung, Toiletten –, damit männliche Jugendliche sich nicht gehemmt fühlen, wenn sie vor ihnen Entscheidungen treffen müssen. Das Argument basiert auf einer alten Idee: Das Leben wird nach Gewissheiten gemessen, und bestimmte Umgebungen werden korrigierend, wenn die Gruppe ihre Doktrin aufzwingt. Der Einwand ist sofortig und ebenfalls alt: Was passiert dann mit denen, die in keine der beiden Kategorien passen?
Wer entscheidet und wer die Drecksarbeit macht
Im Kern schwingt eine These über Macht mit, nicht über Geschlecht. Es wird argumentiert, dass eine Gesellschaft, die vom „Gutmenschentum“ geprägt ist, Probleme erzeugt, die sie später nicht lösen kann, und dass der Rückgriff auf Gewalt – die Arbeit, die niemand übernehmen will – an andere delegiert wird. Daraus folgt die bitterste Schlussfolgerung der Befürworter: Wenn sich viele Männer als Machisten oder Retrograden bezeichnet fühlen, weil sie nicht konform sind, geben sie ihr Terrain auf und überlassen es skrupellosen Akteuren. Diese Verdächtigung lässt sich nicht durch eine Schlagzeile klären, sondern nur durch die Frage, wie viel dieser Bruch wirtschaftlich und wie viel kulturell bedingt ist.
Geburtenrate bei 1,2 Kindern und Migration im Hintergrund
Und darunter liegt die Zahl, die ein Teilnehmer auf den Tisch legt: Die Geburtenrate ist auf **1,2 Kinder pro Frau, einschließlich Migranten**, gesunken. Diese Zahl mache das Problem irreversibel, so der Hinweis; es gebe kein Zurück zur Gesellschaft der neunziger Jahre. Die weitere Diskussion darüber, was mit diesem Faktum zu tun sei, wird im Thread nicht abgeschlossen.
Ist dieses Unbehagen eine verkleidete wirtschaftliche Beschwerde im Geschlechterkrieg oder ein Geschlechterkrieg, verkleidet als Wirtschaft? Die Daten klären das nicht. Auch die Diskussion nicht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (218 Antworten).
Edmundo Bal beziffert die Zahl der Beamten, die zur Sozialversicherung wechseln müssten, auf 1,5 Millionen und prognostiziert einen Verlust von 1,5 Millionen Stimmen für die Regierung.