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60 Prozent der Festgenommenen wegen sexueller Übergriffe in Spanien sind Spanier
Sechs von zehn Personen, die 2024 in Spanien wegen Sexualdelikten festgenommen wurden, waren Spanier. Die öffentliche Aufmerksamkeit richtet sich jedoch obsessiv auf die 39 Prozent Ausländer.
Sens Übergriffe in Spanien: Was die Statistik über die Herkunft der Täter aussagt
86 Prozent der Opfer von Straftaten gegen die sens Selbstbestimmung in Spanien waren 2024 Frauen. 93,13 Prozent der Festgenommenen waren Männer. Die Zahl, die die vorherrschende Erzählung ins Wanken bringt, ist eine andere: Sechs von zehn Festgenommenen oder Beschuldigten waren Spanier. Die verbleibenden 39,24 Prozent waren Ausländer. Und trotzdem hat sich die öffentliche Debatte darauf festgelegt, sich mit der Herkunft der 40 Prozent zu beschäftigen – nicht mit dem Profil der 60 Prozent.
Noch ein paar Zahlen, bevor der Lärm sie überdeckt. Von den 14.375 Personen, die 2024 wegen Straftaten gegen die sens Selbstbestimmung festgenommen wurden, stammten 7,65 Prozent aus Marokko und 4,7 Prozent aus Kolumbien. Mehr als die Hälfte der Delikte wurde in Wohnungen oder Häusern begangen. Dieses Detail ist wichtig: Der private Wohnbereich ist der übliche Tatort, nicht die Gasse oder das Industriegebiet, wie es die kollektive Vorstellungswelt suggeriert.
Eine Sammlung von Fällen mit einer sehr bestimmten Voreingenommenheit
Die Zusammenstellung, die unter der ironischen Überschrift „affektive Bedürfnisse“ kursiert, versammelt Dutzende Kriminalmeldungen: Übergriffe in Diskotheken, Missbrauch von Minderjährigen, festgenommene Ärzte, ein Ex-Bürgermeister, Fußballer und Rapper. Das Muster der Sammlung ist durchschaubar: Wird in einer Meldung die Staatsangehörigkeit nicht erwähnt, geht der Sammler davon aus, dass der Täter Spanier ist, und feiert dies als Ausnahme; ist der Festgenommene Ausländer, wird die Herkunft hervorgehoben, teils mit Bezeichnungen, die man nicht wiederholen muss. Das Material enthält außerdem eine mit künstlicher Intelligenz erstellte Liste von Fällen mit Tätern nordafrikanischer Herkunft, die als Beweis präsentiert wird.
Diese Auswahl ist nicht unschuldig, aber formal auch nicht falsch. Die Fälle sind real und in der Presse veröffentlicht. Der Dissens beginnt erst bei der Interpretation.
Zwei Lesarten, die sich nicht versöhnen lassen
Manche behaupten, die Medien praktizierten eine bewusste Asymmetrie: Beim spanischen Täter wird die Staatsangehörigkeit weggelassen, beim Ausländer wird sie zur Schlagzeile. Die Folge, so diese Lesart, sei eine automatische Verknüpfung von Migration und Sensual, die die Daten nicht stützen.
Dagegen steht die Lesart, die im systematischen Verschweigen der Herkunft ein Tabu sieht. Wenn 39 Prozent der Festgenommenen Ausländer sind, während der Ausländeranteil an der Bevölkerung kaum über 13 Prozent liegt, sollte man diese Differenz diskutieren können, ohne gleich des Xenismus beschuldigt zu werden. Ihr Verschweigen löse nichts, so das Argument: Es verlagere das Problem nur auf das Feld des Verdachts.
Die dritte Position, die leiseste, ist die unbequemste: 60 Prozent der Festgenommenen sind Spanier. Vor diesem Hintergrund ist es eine Ablenkung, die Staatsangehörigkeit zum Kern des Problems zu machen. Das Problem ist strukturell: Männer, Gewalt, private Räume und ein Strafsystem, das erst nach der Tat eingreift, nicht davor.
Der Hintergrundlärm
Die medialen Fälle schüren das Feuer zusätzlich. Die Anzeige gegen Achraf Hakimi in Frankreich, die Forderung nach 13 Jahren Haft für den Rapper El Jincho, die Verurteilung eines Großvaters wegen Missbrauchs seines vierjährigen Enkels, der festgenommene sozialistische Ex-Bürgermeister wegen Exhibitionismus vor Minderjährigen. Aus jedem dieser Fälle lässt sich eine eigene Sarracena ziehen, aber zusammen erzählen sie keine einheitliche Geschichte. Sie erzählen eher davon, wie sehr man danach drängt, einen kollektiven Schuldigen zu finden, statt das Problem direkt anzuschauen.
Bei 14.375 Festnahmen pro Jahr und 60 Prozent Spaniern bleibt die unbequeme Frage auf dem Tisch: Warum besteht der Fokus darauf, auf die 39 Prozent zu blicken? Vielleicht liegt die Antwort nicht in der Statistik, sondern darin, was jeder einzelne in ihr sehen will.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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