45 Festnahmen und trotzdem frei: Der Fall des überfallenen Achtzigjährigen in Spanien

Der Täter, der einen 88-Jährigen in Murcia (Spanien) überfallen hat, wies 45 frühere Festnahmen auf, ohne je abgeschoben worden zu sein. Wir beleuchten die Kosten und Lücken des Systems.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

45 Festnahmen und trotzdem frei: Der Fall des in Murcia überfallenen Achtzigjährigen

Ein illegal anwesender Migrant aus dem Maghreb mit 45 polizeilichen Einträgen wurde festgenommen, weil er einen 88-jährigen Mann in Murcia brutal überfallen und ausgeraubt hatte. Das Opfer erlitt schwere Verletzungen. Der Festgenommene sitzt nun in Untersuchungshaft, doch der Fall löst die Debatte über die Wirksamkeit des Abschiebesystems und die Rückfallneigung erneut aus.

45 Vorstrafen ohne rechtliche Konsequenzen

Der Täter hatte 45 frühere Festnahmen angesammelt, von denen keine zu Verurteilungen oder tatsächlichen Abschiebungen führte. Die Frage ist, wie jemand mit einem so umfangreichen Register weiter auf freiem Fuß bleiben konnte. Die Antwort deutet auf ein Justizsystem hin, das Abschiebungen bei wiederholten illegalen Migranten in der Praxis nicht anwendet, außer in extrem schweren Fällen. Die Paradoxie: Trotz der Häufung von Festnahmen erfolgt keine Abschiebung, solange kein schweres Verbrechen mit rechtskräftiger Verurteilung begangen wird.

Die wirtschaftlichen Kosten illegaler Einwanderung und der Rückfallkriminalität

Jede Festnahme verursacht Kosten für die öffentliche Hand: Polizeiresourcen, Justiz und Abschiebehaft. Bei 45 Festnahmen übersteigen die angesammelten Ausgaben bei Weitem die einer eventuellen Abschiebung. Zudem erzeugt Rückfallkriminalität Unsicherheit, die sich in Wohlfahrtsverlusten und Gesundheitskosten niederschlagen kann. In diesem Fall war die Misshandlung des Achtzigjährigen mit Krankenhausbehandlung verbunden – eine zusätzliche Kostenfolge.

Das Fehlen einer klaren Migrationspolitik und die scheinbare Untätigkeit der Justiz lassen die Frage aufkommen, ob das System Rückfälle nicht gerade dadurch begünstigt, dass es Konsequenzen unterlässt. Während der Täter in Haft sitzt, bleibt die eigentliche Frage ungelöst: Wie geht man mit Menschen um, die trotz Dutzender Festnahmen erst abgeschoben werden, wenn die Situation bereits tragisch geworden ist?

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