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Iglesias und Delgado streiten bei TVE über Palästina – Spaniens Linke zerfällt
Pablo Iglesias und Emilio Delgado sind beim spanischen Sender TVE über Palästina und Waffenlieferungen an Israel aneinandergeraten, während sich die Linke zersplittert und um Wählerstimmen ringt.
Die Linke zerbricht live im Fernsehen: Iglesias gegen Delgado wegen Palästina
Was bleibt von dem Raum links der PSOE übrig, wenn ihre zwei sichtbarsten Figuren sich im Fernsehen darüber streiten, wer Palästina besser verteidigt, während Spanien Waffen aus Israel kauft? Genau das ist bei TVE zwischen Pablo Iglesias und Emilio Delgado von Más Madrid passiert, wie das Material zeigt, das die Debatte entfacht hat: Delgado behauptete, „Spanien hat die fortgeschrittenste Position bei der Verteidigung Palästinas“, und der Ex-Vizepremier antwortete, das zu sagen, „während man Waffen aus Israel kauft, verlangt Selbstkritik“, und fügte hinzu, dass das EU-Parlament gegen die Demonstranten vorgegangen sei.
Die Szene hat Substanz. Zwei Parteien, die um dieselbe Wählerschaft konkurrieren, ein öffentliches TV-Studio und ein Thema – der Nahe Osten –, das nach allgemeiner Stimmung nicht zu den zwei größten Sorgen der Spanier gehört. Der Streit geht nicht um Gaza; er geht darum, wer das Rettungsboot ergattert, während das Schiff der Linken leckt.
Wer ist der Feind: die Rechte oder der Nebenan
Die häufigste Reaktion lautet, dass sich die Linke selbst ins Bein schießt. Manche behaupten, Iglesias verteile Ausweise für echte Linke, und auf diesem Kurs gewinne die Rechte aus Erschöpfung. Die Umfragen, so das Argument, zeigten es bereits. Auf der anderen Seite stützt sich die Verteidigung des Ex-Vizepremiers auf eine unbequeme Tatsache: Wenn Spanien mit einer fortgeschrittenen Position zu Palästina prahlt, während es Waffen aus Israel kauft, stimmt etwas nicht.
Die politische Rechnung ist eine andere. Der Raum links der PSOE ist bis zur Bedeutungslosigkeit zersplittert, und jede Partei sucht ihre Nische. Manche glauben, ein gemeinsames Antreten in ganz Spanien brächte dasselbe erbärmliche Ergebnis wie das getrennte; andere, die Selbstzerstörung sei abgesprochen, um die Stimmen zu bündeln. Niemand liefert die Arithmetik, die das beweist.
Palästina als Rauchwand für die Hauswirtschaft
Der breiteste Vorwurf ist nicht ideologisch, sondern betrifft die Agenda. Man fragt, warum zwei Politiker über den Nahen Osten debattieren, während der Bürger auf seinen Teller, sein Gehalt und seine Hypothek schaut. Die Kritik erstreckt sich auch auf TVE selbst und seine Talkshows, getrieben um Quoten.
Gleichzeitig dient der Vorgang als Kohärenztest: Die Rüstungsverträge mit Israel aus der Amtszeit, in der Iglesias Vizepremier war und seine Tochter Ministerin, werden erwähnt. Das sind Behauptungen, die in der Debatte kursieren und die, falls sie sich bestätigen, die Selbstkritik zu Makulatur machen würden. Falls sie sich bestätigen.
Das Rettungsboot und das Dilemma zu regieren
Hier beginnt die eigentliche Debatte, die ökonomisch wirklich zählt: Soll die Linke regieren, damit das Land geimpft wird, oder muss sie jetzt raus, weil jede zusätzliche Legislatur die institutionelle Metastase ausbreitet? Eine Strömung hält den Schaden für Wirtschaft und Institutionen für so groß, dass vier weitere Jahre unumkehrbar wären. Eine andere warnt, die kommenden Einschnitte würden der neuen Regierung angelastet, und die Leute würden wieder falsch wählen.
Das Muster wiederholt sich bei jeder Wahl: das Versprechen, dass eine weitere Legislatur Sozialismus das Land impft. Das sagte man schon mit Zapatero. Mit González auch.
Unterdessen hinterlässt der Streit bei TVE eine Schlagzeile und keine Lösung. Zwei Einarmige, die in entgegengesetzte Richtungen rudern, und das Wasser steigt. Irgendjemand wird entscheiden müssen, wer das Rettungsboot behält.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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