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24. Oktober: Evangelium und Rosenkranz – der unfruchtbare Feigenbaum bekommt eine Frist
Das Evangelium vom 24. Oktober bringt den unfruchtbaren Feigenbaum und die Frist, um die der Weingärtner bittet. Den Tag beschließt der Rosenkranz um 22.00 Uhr mit seinen Anliegen.
Das Evangelium vom 24. Oktober und der Rosenkranz um 22.00 Uhr
Samstag, 24. Oktober. Die katholische Liturgie bietet heute ein Evangelium nach Lukas, das keinen Raum für Selbstgefälligkeit lässt: das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum. Ein Besitzer sucht drei Jahre vergeblich nach Frucht und befiehlt, den Baum zu fällen; der Weingärtner bittet um ein weiteres Jahr, um ihn umzugraben und zu düngen. Die Lesung wird vom Brief an die Epheser begleitet, wo Paulus die Gaben verteilt —Apostel, Propheten, Evangelisten, Hirten und Lehrer— und das Ziel festlegt: zu gelangen «zum vollendeten Menschen, zum vollen Maß der Fülle Christi». Der Psalm 122 gibt den Ton an: «Wir gehen mit Freude zum Haus des Herrn».
Den Tag rundet die Einladung zum Rosenkranzgebet um 22.00 Uhr ab, das von Lourdes aus auf Spanisch mitgebetet wird, mit Litaneien, Salve Regina und gesungenem Ave Maria. Das Treffen umfasst die den Marienerscheinungen zugeschriebenen Verheißungen sowie eine Liste von Anliegen, die von der Einheit Spaniens über die Jugend bis zu Priestern, dem Papst und dem Schutz des Lebens reicht.
Was das Gleichnis vom unfruchtbaren Feigenbaum sagt
Der Text von Lukas 13, 1-9 beginnt mit einer unbequemen Szene: Galiläer, die Pilatus beim Opfern erschlagen ließ. Jesus weist die einfache Deutung zurück —jene waren keine größeren Sünder— und bezieht die achtzehn Toten, die vom Turm von Siloah erschlagen wurden, mit ein. Das Fazit gilt für alle: «Wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle ebenso umkommen».
Dann kommt das Gleichnis. Drei Jahre ohne Frucht, ein Fällbefehl und eine Bitte. Der Weingärtner verspricht keinen Erfolg: Er bittet um Zeit und Arbeit. Graben, düngen, warten. Der Feigenbaum bleibt im Boden, aber mit einem Kontrolltermin.
Die verteilten Gaben und die Einheit des Leibes
Epheser 4, 7-16 bildet dazu einen Kontrapunkt. Jedem wird die Gnade «nach dem Maß der Gabe Christi» geschenkt, und die Dienste existieren, um den Leib zu erbauen bis zur Einheit im Glauben. Paulus warnt vor geistlicher Kindlichkeit: nicht «Kinder, die von den Wellen hin und her geworfen» noch von jedem Wind der Lehre fortgetragen werden.
Die Sonntagsbetrachtung fasst es in zwei Worte zusammen: Wahrheit und Liebe. Zusammen, so heißt es, bewegen sie jedes Gewissen. Getrennt werden sie zum Lärm.
Der Rosenkranz um 22.00 Uhr und seine Anliegen
Die tägliche Gebetsrunde behält ihr Format: zwischen 25 und 30 Minuten auf die Minute genau, die Geheimnisse des Tages und das Gebet für eine sich wiederholende Liste. Wiedergutmachung für die Beleidigungen, Priester und ihre Familien, der Papst, das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, die Kinder, die Familien und der Schutz des Kreuzes im Valle de los Caídos.
Das Gebet wird von Lourdes aus auf Spanisch übertragen und von den Verheißungen des Rosenkranzes begleitet, einem Katalog von fünfzehn Punkten, der vom göttlichen Schutz bis zur Befreiung aus dem Fegefeuer reicht. Wer das geschriebene Format bevorzugt, findet die Kommentare der Dominikaner von Villava und von Pater Pedro Brassesco.
Der Tag hinterlässt so zwei Register, die nicht immer zusammen betrachtet werden: die Warnung des Evangeliums —es gibt eine Frist, es gibt einen Feigenbaum, es gibt eine Axt, die wartet— und das Beharren des Rosenkranzes darauf, dass sich diese Frist verhandeln lässt. Der Weingärtner bittet um ein Jahr. Die Frage ist, was damit geschieht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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