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Eine Drohne für 20.000 Dollar schießt einen Hubschrauber für 60 Millionen ab. Der Krieg der neuen Generation senkt die Kosten und macht Panzer obsolet.
Was kostet es heute, einen voll ausgestatteten Kampfhubschrauber abzuschießen? Eine modifizierte zivile Drohne für 20.000 Dollar kann das. Diese einzelne Zahl fasst den Paradigmenwechsel im modernen Krieg zusammen: Teure und hochentwickelte Technologie ist kein rentabler Vermögenswert mehr, wenn Schwärme billiger Geräte sie zerstören können.
Panzer dominieren nicht mehr: Die Ära der billigen Drohne
Daten des letzten Konfliktjahres zeigen, dass Drohnen gepanzerte Fahrzeuge und Artillerie zu einem Bruchteil ihrer Kosten dezimiert haben. Der Preis eines voll ausgestatteten Black Hawk: 60 Millionen Dollar. Eine Drohne, die ihn abschießen kann: etwa 20.000 Dollar. Angriffshubschrauber, jahrzehntelang Könige des Schlachtfelds, sind nun zu „Scheiben“ geworden. Es wird sogar diskutiert, ob Apache oder Tiger noch eine andere Rolle als die Aufstandsbekämpfung spielen. Und nicht nur sie fliegen: Panzer, Schiffe und sogar Flugzeuge beginnen, den Himmel misstrauisch zu betrachten.
Der Krieg in der Ukraine diente als Labor. Die Massenproduktion von kostengünstigen Drohnen hat die Herstellung präzisionsgelenkter Munition überholt. Die Schlussfolgerung ist unbequem für Verteidigungsministerien: Wer mehr und besser produzieren kann, gewinnt. Man braucht nicht den neuesten Kampfjet der fünften Generation, wenn der Gegner nachts hundert 500-Euro-Geräte auf einen wirft.
Der Schutzschild läuft bereits: Mikrowellen und elektronische Kriegsführung
Wie in der ewigen Dialektik von Schwert und Schild tauchen Gegenmaßnahmen auf. China präsentierte bei der Parade am 3. September drei Hochleistungs-Mikrowellensysteme (HPM), die die Elektronik eines Drohnenschwarms aus mehreren hundert Metern Entfernung deaktivieren können. Auf Lastwagen montiert, senden sie Impulse aus, die die Schaltkreise von UAVs verbrennen, ohne einen Schuss abzufeuern. Die Nahverteidigung von Basen und Infrastruktur hängt nicht mehr von extrem teuren Raketen ab, sondern wird zur Stromrechnung.
Allerdings kostet auch der Schild Geld. Die Ausrüstung einer Armee mit Anti-Drohnen-Systemen, Störgeräten und Lasern stellt eine zusätzliche Investition dar, die das Verteidigungsbudget in die Höhe treibt. Der Krieg, sagen einige, ist nicht billiger: Er ist komplexer. Die Berechnung der Kosten pro Abschuss wird zur neuen strategischen Kennzahl.
Die schwache Flanke: Cybersicherheit im Gefecht
Die Digitalisierung öffnet auch eine Hintertür. Ein durchgesickertes Memorandum der US-Armee warnte vor schwerwiegenden Cybersicherheitsmängeln im Next Generation Command and Control System (NGC2), entwickelt mit Anduril, Palantir und Microsoft. Uneingeschränkter Datenzugriff, fehlende Benutzerüberwachung und nicht verifizierte Drittanbieteranwendungen könnten Gegnern unbemerkt Zugang zu Informationen vom Schlachtfeld verschaffen. Der Markt reagierte schnell: Die Aktien von Palantir fielen nach der Veröffentlichung stark.
Die Schlussfolgerung ist paradox: Der Krieg ist so billig geworden, dass der teuerste Faktor nicht mehr die Waffe ist, sondern der Kalkulationsfehler. Oder die Cybersicherheit. Armeen, die diesen Wandel nicht steuern, bleiben mit extrem teuren fliegenden Museen zurück. Am Ende haben sich die Verteidigungsbudgets der halben Welt in eine Auktion von technischem Schrott verwandelt. Oder in ein Testgelände für Waschmaschinen ohne Chips.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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