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2-Euro-Pilzgemüse spaltet Forum
Ein Gericht mit neun Gemüsesorten und Pilzen für 2 Euro bei Carrefour entfacht Debatte über Gemüse versus tierisches Eiweiß.
Abendessen aus neun Gemüsesorten mit Pilzen für zwei Euro ohne Fleisch
Neun Zutaten in der Pfanne und keine Spur von tierischem Eiweiß: Brokkoli, Spinat, rote Paprika, grüne Paprika, Zwiebel, grüne Bohnen, Knoblauch, Shiitake-Pilze und Karotten. Der Zubereiter fasste es in einem Wort zusammen – „brutal“ – und lud das Foto hoch. Die Reaktion war nicht gerade appetitanregend.
„Sehr gesund und deprimierend“, schloss ein Kommentator. „Da fehlt noch ein halbes Kilo gut gebratener Speck mit Knoblauch“, fügte ein anderer hinzu. Das Thema entwickelte sich schnell zu Scherzen: Ob das nicht mal einen Spatz satt mache, ob es wie Gnudelfutter aussehe oder ob man sich lieber die Zehennägel essen sollte, wegen des Proteins.
Was kostet ein Abendessen mit Shiitake-Pilzen aus dem Supermarkt?
Die Packung Shiitake kostete etwas mehr als 2 Euro bei Carrefour und reichte laut Käufer für vier Portionen. Es war der einzige harte Fakt auf dem Tisch und eröffnete eine unerwartete Front: Pilze aus der Schale gegen Pilze aus dem Wald.
Manche behaupten, Shiitake sei „der Steinpilz aller Zeiten, aber dreimal teurer“. Die Gegenreaktion kam in Form eines Herbstnachmittags: Steinpilze am Waldrand suchen ist kostenlos. Die Rechnung wurde kompliziert, als jemand den Fliegenpilz (Amanita muscaria) ins Spiel brachte.
Die andere Alternative im Austausch war tiefgekühltes Gemüse: Erbsen und Brokkoli, fertig in fünf Minuten Kochzeit, präsentiert als der gesunde und billige Weg schlechthin. Mehr als der Preis des Gerichts stand dessen Ruf zur Diskussion.
Brokkoli oder Brécol: Streit um ein Wort
Mitten in der Ernährungsdebatte tauchte eine ältere auf. „In Spanien heißt es immer Brécol“, verteidigte einer der Teilnehmer und kritisierte Serien und Filme, die übersetzt wurden, was er als Angriff auf die spanische Sprache ansieht. Das Gemüse, so gesund wie sein Name umstritten.
Auch der Name des Pilzes blieb nicht verschont, wobei darauf hingewiesen wurde, dass das japanische Etikett das ganze Gericht umbenennen könnte.
Fett, Protein und der angebliche Mangel an Substanz
Die häufigste Beschwerde war immer dieselbe: Es fehlt Fett, es fehlt Protein, es fehlt Substanz. Ein halbes Kilo gebratener Speck, ein paar Spiegeleier mit Chorizo, ein Schuss Olivenöl, etwas Sojasoße darüber, ein paar Rindersteaks daneben, Lachs, zwei Rühreier. Selten ist ein Vorschlag dabei, der nicht etwas Tierisches zu einem Abendessen hinzufügt, das laut Autor nur einen Tag ergänzte, an dem bereits Fleisch gegessen wurde.
Und hier liegt der unbequeme Detail: Viele der gemäßigteren Kommentare forderten nicht, das Gemüse zu ersetzen, sondern es zu begleiten. Mit Sofrito aus Paprika, Knoblauch und Petersilie und verrührt mit Ei, und die Sache ist erledigt. „Ich habe das Gemüse ziemlich vergessen“, gab einer zu. Die beste Verteidigung des Abendessens war kein Argument, sondern ein Rezept.
Vom Gemüse zur Männlichkeit
Ein Teil des Austauschs diskutierte keine Nährstoffe, sondern etwas anderes. Witze über den Tonfall, über Männlichkeit und darüber, was ein „richtiger Mann“ angeblich zum Abendessen essen sollte. Es ist der alte Reflex, der einen Teller Gemüse in eine Jungfräulichkeitsprüfung verwandelt und mehr über den Schreiber aussagt als über die Pfanne. Dort war das Abendessen egal.
Was wurde über den Fliegenpilz gesagt?
Es wurde alles Mögliche gesagt, vieles davon ohne Grundlage. Ein Teilnehmer behauptete, der Fliegenpilz sei nicht tödlich, sondern halluzinogen und ihn mit einem Steinpilz zu verwechseln sei wie einen Apfel mit einer Ananas; ein anderer präzisierte, dass er nicht tötet, aber den Körper ruiniert. Dies sind lose Aussagen ohne Verifizierung, und bei wilden Pilzen ist die einzige vernünftige Lösung die übliche: Finger weg, außer ein Experte sagt anders.
Am Ende ist die enttäuschende Tatsache nicht der Preis der Pilze. Es ist, dass ein Gericht mit neun Gemüsesorten mehrere Rechtfertigungen brauchte, um appetitlich zu wirken.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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