Pacovacaciones für 150 Euro: Das Schnäppchen, das die Debatte um den Billigtourismus neu entfacht
Was kostet es wirklich, mit der Familie abzuschalten, ohne pleite zu gehen? Ein Angebot von 150 Euro pro Nacht für zwei Erwachsene und ein Kind mit Vollpension, gebucht über ein Schnäppchenportal, dient als Ausgangspunkt für eine Diskussion, die weit über den Preis hinausgeht: Was kauft man genau, wenn man billig kauft, und was ist man bereit, dafür in Kauf zu nehmen? Das Hotel aus den 90ern liegt gut nahe am Meer, mit Gemeinschaftsbereichen mit einfachen Oberflächen und verbesserungswürdigen Reparaturen. Alles sauber, alles funktional, nichts neu. Das Zimmer hat gute Aussicht und funktionierende Klimaanlage, aber die Badewanne zeigt Gebrauchsspuren, und Stöpsel sowie Duschschlauch sind rostig. Die Fliesen im Bad verraten das Baujahr. Der Rezensent nennt es Vintage.
Was die Vollpension für 150 Euro umfasst
Das Buffet ist üppig, einfach und korrekt zubereitet, aber wenig abwechslungsreich und auf Kinder ausgerichtet. Es gibt keine Garnelen oder Rinderfilet. Das Frühstück ist kontinental mit Eiern, Bacon, Omelettes, Gebäck und Churros mit Schokolade. Zum Mittagessen gibt es Paella, weißen Reis, Nudeln, Salate, Frankfurter Würstchen, Hähnchen, Schweinefilet und etwas günstigeren Fisch. Das Abendessen wiederholt das Muster mit Kroketten, Tintenfisch und Frittiertem. Es gibt verschiedene Desserts, unbegrenzte Bierhähne sowie Wein- und Sangria-Spender. Menschenmassen lassen sich vermeiden, wenn man nicht zur letzten Minute geht, wenn Dinge knapp werden können.
Die Anlage ist familienorientiert, sauber und verfügt über gepflegte Gärten, darunter einen mit Teichen für Gänse, Enten und Küken, die die Kinder unterhalten. Es gibt Vergnügungs- und Wasserparks für Altersgruppen von 3 bis 10 Jahren, musikalische Darbietungen, eine Touristenbahn und reichlich kostenlose Parkplätze, sowie kostenpflichtige Parkplätze direkt am Strand für 3,20 Euro pro Tag. Restaurantmenüs liegen unter 20 Euro inklusive Getränke und bieten geschmorte Backen, Rinderfilet oder Lendenbraten. Am Strand kosten Cocktails 10 Euro in erster Reihe und 6,50 Euro, wenn man sich davon entfernt.
Die Berechnung, die Skepsis entkräftet
Der Strand ist gut, mit einigen Steinen, sauber und geräumig. Ruhige Atmosphäre, Leute sagen im Aufzug Guten Morgen, meist zwischen 35 und 50 Jahre alt. Die Empfehlung des Autors ist klar: Für diesen Preis findet man nichts Vergleichbares, bei dem alles fünf Gehminuten entfernt ist. Der Vergleich mit Alternativen stärkt das Argument. Ein Nutzer behauptet, dass eine Wohnung in Vinaròs mehr als 100 Euro pro Nacht erfordert, und dass für eine Woche unter 1.000 Euro nur Wohnungen mit negativen Bewertungen auftauchen. Ein anderer Nutzer sagt, dass ein Campingplatz in Benicàssim einen Bungalow für vier Personen für drei Tage für 150 Euro anbietet, mit zwei Zimmern, Bad, Küche mit Kühlschrank, Klimaanlage, Pool und einem günstigen Restaurant 300 Meter vom Strand entfernt. Die vollständige Berechnung, postenweise aufgeschlüsselt, zeigt eine überraschende Differenz.
Manche vertreten die Ansicht, dass wahrer Luxus darin besteht, nicht weiter nach dem Arm zu strecken als der Ärmel reicht, und dass die Familie an erster Stelle steht. Dem gegenüber steht die Strömung, die solche Ferien als selbst auferlegte Strafe betrachtet und argumentiert, dass wer sich Besseres leisten kann, sich nicht damit zufriedengeben sollte. Die Diskussion verlagert sich auf die Costa Blanca, mit Empfehlungen für Cala Sarracena, Cova Tallada, Cala Granadella und Buchten in Jávea, Benitachell und Altea, sowie dem Hinweis, dass die Autobahn AP-7 seit 2020 mautfrei ist. Auch Alternativen im Landesinneren tauchen auf: Morella, Vilafamés und Culla stehen auf der offiziellen Liste der schönsten Dörfer Spaniens.
Der Preis als Thermometer für Familientourismus
Das Angebot befindet sich in einem Kontext, in dem Urlaubsunterkünfte kein geringfügiger Kostenfaktor mehr sind. Der Vergleich zwischen 150 Euro pro Nacht mit Vollpension für drei Personen und über 100 Euro für eine Wohnung ohne Verpflegung in derselben Gegend ist nicht anekdotisch. Der Autor räumt ein, dass er früher mit seiner Frau andere Orte bevorzugte, würde aber bei vierstelligen Urlaubskosten die Kanarischen Inseln wählen. Er lebt in der Comunidad Valenciana.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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