1100 Euro monatlich für vier Personen ohne Hypothek reichen nicht

Eine vierköpfige Familie ohne Miet- oder Kreditkosten hat 1100 Euro Einkommen, aber Ausgaben von 1140 Euro. Handy und Lebensmittel sind die größten Sparpotenziale.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

1100 Euro monatlich für vier Personen ohne Hypothek reichen nicht
1100 Euro für vier Personen: Das Budget geht nicht auf

Vier Personen, 1100 Euro im Monat und keine Hypothek oder Miete. Auf dem Papier sollte es klappen. In der Praxis reicht es nicht. Das vom Familienoberhaupt detaillierte Budget – er ist der einzige Verdiener, da seine Frau nach der Arbeitslosigkeit keine Leistungen mehr erhält – beläuft sich auf 1140 Euro, also 40 Euro mehr als das monatliche Einkommen. Und das, obwohl das Auto abbezahlt ist und die Wohnung lastenfrei ist, was normalerweise die beiden größten Haushaltsausgaben sind.

Die Frage lautet wie bei vielen anderen: Wie schaffen es andere? Die Antworten zeichnen ein Bild eines Landes, in dem dieselbe Summe je nach Betrachter völlig unterschiedliche Bedeutungen hat. Manche sehen genug Spielraum; andere halten es für unmöglich.

Die Kostenaufstellung: 1140 Euro, die man nicht erwartet

Die Einzelpositionen sind überraschend. Die monatliche Gesamtsumme stellt sich wie folgt dar:

  • Allgemeine Einkäufe (Lebensmittel, Hygiene, Reinigung): 600 €
  • Handy-Rechnungen: 100 €
  • Auto (Versicherung und Wartung): 100 €
  • Unvorhergesehenes (Reparaturen, Bücher etc.): 100 €
  • Strom, Gas und Nebenkosten inkl. Wasser: jeweils 60 €
  • Kleidung für vier Personen: 60 €

Fast die Hälfte des Gesamtbetrags entfällt auf allgemeine Einkäufe. Handys und Auto liegen gleichauf als zweithöchste Posten vor den Versorgungskosten. Bei nüchterner Betrachtung scheint das Problem kein Luxus zu sein, sondern ein ständiger Tropfen kleiner Ausgaben, die zusammen eine unüberwindbare Summe ergeben.

Handy und Einkauf: Wo man sparen kann

Bei den 100 Euro für Mobilfunk gibt es wenig Streit. Mit Tarifen von Discountern könnten die vier Mitglieder mit etwa 36 Euro auskommen; manche schätzen sogar nur 8 Euro pro Monat insgesamt, wenn man Anrufe einschränkt und Datenvolumen minimiert. Das Einsparpotenzial liegt bei 60–90 Euro monatlich, ohne den Lebensstil grundlegend zu ändern.

Beim Einkaufen gehen die Meinungen auseinander. Für manche sind 600 Euro für vier Personen, darunter zwei Teenager, angemessen. Für andere ist es viel zu hoch. Der häufigste Rat lautet, Lebensmittel von Reinigungs- und Pflegeprodukten zu trennen, Eigenmarken zu kaufen und herauszufinden, wie viel dieser 600 Euro für Entbehrliches ausgegeben wird. Auch die Kleidungspauschale von 60 Euro monatlich wirkt übertrieben, da Kleidung üblicherweise sporadisch gekauft wird.

Selbst kochen, einfrieren und ganze Stücke kaufen

Hier herrscht breiter Konsens: Kochen ist der wirksamste Hebel zum Sparen, wird aber oft unterschätzt. Eintöpfe, Linsen, Hülsenfrüchte, größere Mengen kochen und portionieren. Große Fleischstücke kaufen und selbst zerlegen. Genannte Preise sind Hähnchenbrust zu 7 Euro pro Kilo, Rindersteaks zu 20 Euro und ibérico Schweineschulter zu 8 Euro. Die Sarracena: Gesund und günstig essen ist möglich, erfordert aber Kochkünste und die Fähigkeit, Reste zu verwerten, was zunehmend verloren geht.

Vom Notizbuch zur Tabellenkalkulation

Ausgabenkontrolle ist der erste Schritt vor jeder Kürzung. Erwähnt werden Excel-Tabellen nach Kategorien (Nahrung, Haushalt, Freizeit, Wohnen, Auto), die App Toshl und das Programm GnuCash. Jemand führt seit Ende der 90er-Jahre die Haushaltsbuchhaltung bis auf den Cent genau, sogar für Glühbirnen. Ein anderer Ansatz ist die Tarifverhandlung: Eine ADSL-Senkung von 37 Euro wurde durch einen Anbieterwechsel-Drohung erreicht, während Gasversorger sich schwer tun, Tarifänderungen umzusetzen.

850 Euro mit drei Personen und 400 Euro allein lebend

Der Fallvergleich ist erstaunlich. Eine dreiköpfige Familie mit Kleinkind lebt von 850 Euro aus zwei familiären Zuschüssen und zahlt keine Wohnkosten: „Es ist knapp, aber es fehlt an nichts.“ Eine Einzelperson kommt mit 400 Euro im Monat aus. Ein weiteres Beispiel zeigt ein Durchschnittseinkommen von 1090 Euro plus 45 Euro Zinsen im Jahr 2013, davon 300 Euro Miete.

Dass das Problem eher beim Einkommen als bei den Zahlen liegt, beendet die Diskussion nicht. Wie viel muss ins Haus kommen, um am Monatsende nicht rechnen zu müssen? Niemand nennt denselben Betrag. Und wer es tut, relativiert.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (119 Antworten).

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