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1.000 Euro Sparen jährlich: 66 Jahre für spanische Anzahlung
Für eine 90-m²-Wohnung in Spanien sind 66.000 Euro Anzahlung nötig. Bei 1.000 Euro Ersparnis im Jahr dauert dies 66 Jahre, was gängige Ratschläge widerlegt.
1.000 Euro im Jahr sparen: 66 Jahre für die Anzahlung einer Wohnung
Der Durchschnittspreis für eine 90-Quadratmeter-Wohnung liegt dieses Jahr bei rund 220.000 Euro. Banken finanzieren 80 %. Zwischen Anzahlung, Steuern und Transaktionskosten müssen Käufer fast 30 % aufbringen: etwa 66.000 Euro. Wenn das jährliche Sparbudget eines jungen Menschen auf diese 1.000 Euro beschränkt ist, die für zwei oder drei Wochenendausflüge ausgegeben werden, ergibt die Rechnung 66 Jahre nur für die Anzahlung. Nicht für das Haus. Für die Anzahlung. Diese Zahl, die in der aktuellen Debatte über Immobilienpreise genannt wurde, widerlegt allein das Mantra, das von Kommentatoren und gleichgesinnten Accounts wiederholt wird: Dass junge Menschen nicht kaufen, weil sie nicht sparen.
Diese Berechnung ist keine Übertreibung. Mit monatlichen Ersparnissen von 500 Euro – bereits viel mit einem jungen Gehalt – dauert es etwa 11 Jahre. Und wenn man den Ansatz von iAhorro anwendet, bei dem unter 35-Jährige 20 % ihres Einkommens zurücklegen, dehnt sich der Zeitraum auf fast 20 Jahre. Das Problem ist nicht die Beständigkeit des Sparers. Es ist das Verhältnis zwischen Einnahmen und den Kosten für eine kleine Einheit.
Die Berechnung, die die Erzählung vom Fleiß entkräftet
Die Diskussion begann mit Ärger über den neuen Trend-Slogan: Sparen. Nicht als vernünftiger finanzieller Rat, sondern als Waffe gegen eine Generation, der implizit gesagt wird, dass sie keine Wohnung kauft, weil sie nicht will. Das Argument hat eine Tugend: Es ist leicht zu wiederholen. Und einen Fehler: Es hält keiner Überprüfung stand.
Einige behaupten, Sparen sei eine individuelle Entscheidung und wer scheitert, fehle es an Anstrengung. Dagegen spricht, dass die durchschnittliche Anzahlung das Jahresgehalt eines jungen Menschen deutlich übersteigt. Die optimistischste Berechnung nimmt an, dass man 20 % des Einkommens zwei Jahrzehnte lang ohne unerwartete Ausgaben zurücklegt. Das pessimistische Szenario geht davon aus, dass die Miete diese 20 % verbraucht, bevor sie auf dem Sparkonto landen.
Die vollständige Aufschlüsselung, Position für Position, einschließlich Grunderwerbsteuer und Finanzierungseffekten auf den Endpreis, zeigt Unterschiede, die Erstleser überraschen. Immobilienpreise werden nicht durch historische Steuersummen festgelegt, wie manche behaupten, sondern durch das, was Käufer mit gewährten Hypotheken bezahlen können.
Warum fallen Preise nicht, obwohl niemand mit Verlust verkaufen will?
Eine verbreitete These ist, dass Steuern an der Immobilie haften bleiben und die Preise bei jedem Weiterverkauf nach oben treiben. Die Logik stimmt: Wenn ein 100-Euro-Produkt beim Kauf 10 % Steuer kostet, ist der nächste Startpreis 110 Euro. Dann 121 Euro. Der Fiskus gewinnt jede Runde, während andere nichts gewinnen.
Doch die Realität widerlegt dies oft. Laut INE (Nationales Statistikinstitut Spaniens) fielen die Immobilienpreise in Spanien zwischen 2007 und 2014 um kumuliert 37,7 %. Millionen verkauften unter ihrem Kaufpreis plus Steuern oder behielten die Verluste. Es stimmt, dass niemand mit Verlust verkaufen will. Aber das gibt niemandem die Macht, beliebige Preise zu fordern; es verzögert nur den Verkauf.
Ein gemessener Fall illustriert die tatsächliche Steuerlastverteilung. Die vorübergehende Befreiung von der Stempelsteuer im Vereinigten Königreich 2008 und 2009 zeigte, wer die Reduktion erhielt. Die Steuer sank im Durchschnitt um 1.500 Pfund, aber der Gesamtpreis für den Käufer fiel nur um 900. Der Verkäufer erhöhte den Preis und behielt etwa 600. Weder die 100 %, die manche behaupten, noch die 0 %, die andere nennen.
Sparen als politisches Alibi
Der Slogan zum Sparen schwebt nicht im luftleeren Raum. Er kommt mitten im Wahlkampf und im Kampf um die Wohnungs-Narrative. Eine Seite argumentiert, die Botschaft sei Teil einer breiteren Operation: Schuld für hohe Preise auf die Taschen der Käufer verlagern und andere Themen übertünchen. Die andere Seite antwortet, das Problem schwelt seit Jahren und jene, die jetzt Empörung zeigen, regieren lange.
Mitten drin eine wiederkehrende Zahl: Laut einer Studie von Keller Williams können 78 % junger Spanier ohne externe Hilfe keine Wohnung kaufen. Diese Daten unterscheiden nicht zwischen denen, die nicht sparen, und denen, die sparen, aber nicht genug haben. Sie alle werden in einen Topf geworfen.
Die Diskussion driftete, wie üblich, in Etikettierungen ab. Manche werfen Spar-Befürwortern vor, Arbeitgeber-Mantras zu wiederholen. Andere werfen Kritikern vor, kostenlose Wohnungen zu wollen. Unterdessen wartet die 78-%-Statistik darauf, dass jemand ihr direkt ins Gesicht sieht.
Wie lange braucht ein junger Mensch, um die Anzahlung zu sparen?
Es hängt vom Gehalt und der Stadt ab, aber die Größenordnung bleibt gleich. Zum diesjährigen Durchschnittspreis erfordert eine 90-Quadratmeter-Wohnung fast 66.000 Euro vor der Unterschrift. Bei 1.000 Euro im Jahr dauert es 66 Jahre. Bei 500 Euro im Monat 11 Jahre. Bei 20 % eines jungen Gehalts fast 20 Jahre.
Die unbeantwortete Frage ist, was mit diesen 66 Jahren passiert. Wenn der durchschnittliche junge Mensch selbst nach einem Leben des Sparens nicht kaufen kann, ist das Problem keine finanzielle Disziplin. Es sind Preise, Gehälter oder beides. Keines dieser Probleme lässt sich mit einem Slogan lösen.
Eine Szene fasst den Ton der Debatte zusammen: Jemand bittet, das Spar-Mantra nicht weiter zu füttern, und ein anderer antwortet, er solle lauter bellen. Angesichts dieser Lücken zwischen Preisen und Gehältern sollte Wohneigentum bei jungen Menschen marginal sein. Und das ist es auch. Niemand erklärt vollständig, warum der Slogan weiterhin funktioniert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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