Zwölf Bußgelder pro Minute: Spaniens Verkehrsbehörde unter Verdacht

Zwölf Bußgelder pro Minute, Dashcams gegen die offizielle Darstellung und Widersprüche im Gesetz: Ist die spanische DGT eine Abzockmaschine?

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zwölf Bußgelder pro Minute: Die DGT kassiert, statt zu prävenieren

Zwölf Bußgelder pro Minute. Mit diesem Tempo verhängt die DGT (Spaniens Verkehrsbehörde) Sanktionen, wie die neuesten Zahlen zeigen. Drei Provinzen konzentrieren die meisten Verfahren – verdächtig deckungsgleich mit den einträglichsten Blitzen. Nicht mit den gefährlichsten Straßen. Die Debatte, ob der Autofahrer Opfer einer Abzockmaschinerie ist oder echte Vergehen begeht, ist lebendiger denn je.

Obligatorische Dashcams gegen die offizielle Darstellung?

Angesichts des wachsenden Misstrauens fordert eine Strömung der öffentlichen Meinung, dass Dashcams verpflichtend werden und live übertragen, damit die Polizei die Fakten nicht manipulieren oder dem Richter lügen kann. Es werden Fälle zitiert, in denen Beamte angeblich Autofahrer überfahren haben, ohne sie einem Drogentest zu unterziehen, oder in denen die UCO (die interne Ermittlungseinheit der Guardia Civil) einem Wiederholungstäter eine Falle stellte. Die durchgehende Aufzeichnung gilt als einziges Gegengift gegen die offizielle Darstellung.

Alkohol: mildernd, wenn du tötest, erschwerend, wenn er dir unwissend serviert wird

Widersprüche des Systems: Laut einem Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs kann Alkohol mildernd wirken, wenn du betrunken fährst und einen Menschen tötest (weil er das Recht zu fahren beeinträchtigt). Aber wenn dir ein Kellner ein falsch etikettiertes alkoholfreies Bier serviert und du positiv testest, liegt die Verantwortung bei dir. Und die Fehlalarme bei Drogentests sind ein weiterer Skandal, den niemand untersucht, weil ihre Aufdeckung die Zuverlässigkeit der Tests untergraben würde.

Der Bußgeld-Rekord: 12 pro Minute, mehr als in jedem anderen Land Europas

Die DGT verhängt 12 Bußgelder pro Minute. Eine Zahl, die in der EU ihresgleichen sucht. Das offizielle Argument ist die Verkehrssicherheit, doch die Übereinstimmung mit den Provinzen mit den meisten Blitzen deutet auf etwas anderes hin: Das Ziel ist die Einnahme. Währenddessen finden andere gefährliche Verhaltensweisen wie der Schmuggel mit Traficante-Booten kaum Beachtung, während der Autofahrer verfolgt wird, der mit dem Auto seine Freundin besuchen will.

Mit diesen Zahlen ist die Frage unausweichlich: Stehen wir vor einer Sicherheitspolitik oder einer versteckten Steuer auf Mobilität? Die Autofahrer fühlen sich schikaniert, und die Zahlen tragen wenig dazu bei, die Verdachtsmomente zu zerstreuen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (37 Antworten).

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