Zwei US-Flugzeugträger im Mittelmeer, F-15 in Jordanien

Die USA entsenden zwei Flugzeugträger ins Mittelmeer und F-15-Jets nach Jordanien, während Iran vor einer Eskalation der Lage warnt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zwei US-Flugzeugträger im Mittelmeer, F-15 in Jordanien
Zwei US-Flugzeugträgergruppen und Aleppo ohne Flughafen

Zwei Gruppen von US-Flugzeugträgern sind auf dem Weg zum östlichen Mittelmeer. Drei E-6B Mercury der Navy fliegen gleichzeitig. F-15-Jets landen in Jordanien bereits mit montierter Bewaffnung. Das militärische Inventar rund um Gaza Ende Oktober 2023 passt nicht zu den Gegebenheiten vor Ort: Die israelische Bodenoffensive kommt langsam voran, in drei Angriffachsen, mit Eindringen in Beit Hanoun aus Nordosten und Vordrücken entlang der Küste nördlich von Gaza-Stadt. Der Einsatz ist überdimensioniert für das aktuelle Geschehen und unterdimensioniert für die angekündigten Schritte. Diese Diskrepanz ist das Kernthema.

Was im östlichen Mittelmeer stationiert ist

Die Kampfgruppe des USS Gerald R. Ford operiert in der Zone mit sechs Schiffen: dem Träger selbst, dem Kreuzer Normandy sowie den Zerstörern Ramage, Carney, Thomas Hudner und Roosevelt. Hinzu kommt die CSG des USS Dwight D. Eisenhower — Träger, Kreuzer Philippine Sea und die Zerstörer Guason und Gravely —, die Norfolk verließ, um sich im selben Operationsgebiet anzuschließen. Insgesamt zehn Kriegsschiffe der US-Marine, sowohl die bereits Präsenzen als auch die auf dem Weg dorthin.

Manche lesen den Einsatz als Abschreckung, um zu verhindern, dass Hisbollah oder Iran eine zweite Front eröffnen. Dagegen spricht ein unbequemes Argument aus dem Thread: Abschreckung erfordert keine zwei Flugzeugträger, erst recht nicht mit jeweils nur drei eskortierenden Zerstörern. Wenn Washington mehrere Kampfgruppen zusammenzieht, lautet die gängige Interpretation, dass etwas vorbereitet wird. Zehn Schiffe ist die Zahl, an der niemand rüttelt, gerade weil sie die einzige ist, die nicht von Interpretationen abhängt.

F-15 in Jordanien und drei E-6B in der Luft

Geolokalisierte Bilder zeigen F-15-Jets der US-Luftwaffe bei der Landung auf der Basis Muwaffaq Salti in Jordanien, bereits bestückt mit AIM-9X Sidewinder-Raketen und GBU-38 JDAM-Bomben. Es handelt sich nicht um Ausrüstung für Luftpatrouillen: Es ist Ladung für Angriffe auf Bodenziele. Die Basis liegt nur wenige hundert Kilometer von Gaza entfernt, was diese Maschinen binnen Minuten in Gefechtsreichweite bringt.

Zur gleichen Zeit waren drei E-6B Mercury aktiv — die Kommunikationsflugzeuge, mit denen die Navy Befehle an die Flotte und die Nuklear-U-Boot-Flotte übermittelt —, zwei gestartet von Barksdale und einer von Tinker. Die routinemäßige Erklärung wäre Training; im Thread wird der gleichzeitige Flug als weiteres Signal gedeutet.

Iran warnt bei der UN und Aleppo verliert seinen Flughafen

Der iranische Vertreter bei den Vereinten Nationen war deutlich: Falls die von ihm als Kriegsverbrechen und Völkermord bezeichneten Handlungen in Gaza nicht sofort gestoppt werden, könnte die Situation außer Kontrolle geraten. Die Warnung erfolgt zeitgleich damit, dass Aleppo verstummt.

Ein israelischer Raketenangriff hat den internationalen Flughafen von Aleppo außer Betrieb gesetzt, wie die staatliche syrische Presse bestätigte und Bilder der beschädigten Startbahn verbreitete. Die syrische Front ist nicht Gaza, aber sie liegt in derselben Nachbarschaft: Im Norden hat Hisbollah Raketen gegen Kiryat Shmona abgefeuert. Israel hält die Hauptfront im Süden.

Evakuierungen, 29 Tote und Kryptogeld

Das Außenministerium bestätigte den Tod von 29 US-Bürgern infolge des Hamas-Angriffs. Parallel bereiteten sich zwei Boeing 737 der mexikanischen Luftwaffe zur Landung in Ben Gurion vor, um Staatsangehörige zu evakuieren. Israel hält seinen Luftraum fast vollständig geschlossen: Nur Flüge nach Ben Gurion und Ramon sind über die Route J10 erlaubt, entweder mit vorheriger Genehmigung oder im Notfall.

Es gibt weitere kleinere Puzzleteile, die ins Gesamtbild passen. Frankreich entfernte den Sender Al Aqsa TV, der mit der Hamas verbunden ist, aus seinem Programmangebot. Und eine journalistische Recherche legt nahe, dass die Organisation Millionen Dollar über eine Krypto-Börse mit Sitz in Moscow City erhalten hat. Geld, Sendeanlage und Evakuierungsflugzeug sind derselbe Konflikt, betrachtet durch drei verschiedene Fenster.

Die Börse als Thermometer der Eskalation

Ein Teilnehmer des Threads vertritt eine nicht neue, aber hier passende These: Der Markt warnt früher als Geheimdienste. Nach dieser Logik, wenn Banken, Fonds und Ölkonzerne Positionen aufgrund nicht öffentlicher Informationen verschieben, wird der Index zum zuverlässigsten Thermometer, das es gibt. Die Schlussfolgerung lautet: Solange die Kurse stabil bleiben, steht nichts Großes bevor; der letzte Anstieg wäre die Vorbereitung auf einen Einbruch. Es ist eine Hypothese, kein Faktum.

Das andere oft genannte Szenario ist energetisch: Ein Angriff auf einen Supertanker im Suezkanal oder in der Straße von Hormus und explodierende Ölpreise. Hier braucht es keine Insiderinformationen, nur Angebotsarithmetik: Der im Thread gehandelte Preis für dieses Szenario liegt bei 300 Euro pro Barrel.



Die diplomatischen Warnungen, die im Thread aufgezählt werden — Iran, Russland, Frankreich —, die höchsten Alarmzustände in Europa, die ein Teilnehmer erwähnt, und die laufenden Evakuierungen ausländischer Staatsbürger zeichnen eine Eskalation, die noch nicht stattgefunden hat. Mit zwei Flugzeugträgergruppen, drei E-6B in der Luft und einem ausgefallenen syrischen Flughafen fehlt nur noch ein Element: die großangelegte Bodenoffensive, die seit Wochen angekündigt wird. Wird sie durch externen Druck gebremst oder wartet sie nur auf den richtigen Moment?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (453 Antworten).

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