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Ziviler Widerstand trifft Rekrutierer in der Ukraine
In der Ukraine greifen Zivilisten Militärrekrutierer an, weil sie nicht an die Front wollen. Der gesellschaftliche Überdruss am Krieg und seinen Eliten wird gewalttätig.
Ziviler Widerstand gegen die Mobilmachung in der Ukraine entlädt sich an den Rekrutierern
In den letzten Tagen haben Berichte über Übergriffe auf Militärrekrutierer in der Ukraine die öffentliche Meinung erschüttert. Zivilisten, die sich weigern, an die Front zu gehen, haben mit Schlägen auf die Mobilmachungsbeamten reagiert. Das ist die Spitze des Eisbergs einer Unzufriedenheit, die seit Monaten wächst.
Der Krieg im Osten hat eine ganze Generation verschlungen. Zur Kampfmüdigkeit kommt die Wahrnehmung, dass der Konflikt nur wenigen nützt. „Ich will nicht als Idiot in einem absurden Krieg sterben“, fasst eine Stimmung zusammen, die auf den Straßen kursiert: Die korrupte Elite hat das Schicksal des Landes gekapert.
Vom Ungehorsam zum Faustschlag
Die Mobilmachungsgesetze wurden verschärft. Doch der Druck überzeugt nicht: Er treibt in den Widerstand. Die Vorfälle gegen die Rekrutierer sind der sichtbarste Ausdruck dieser Ablehnung. Manche rechtfertigen sie, andere halten sie für noch nicht ausreichend. Der gesellschaftliche Bruch ist offensichtlich.
Parallel dazu macht eine andere Strömung allein den Kreml verantwortlich: „Verdammter Pilingui“ ist der Refrain, der Moskau die Schuld am entfesselten Gemetzel gibt. Für sie hat der Krieg von keiner Seite aus eine Rechtfertigung, doch die russische Aggression ist der Ursprung des Desasters.
Wie weit wird die Ablehnung gehen?
Die ukrainischen Behörden stehen vor einem Dilemma: entweder dem gesellschaftlichen Unmut nachgeben oder die Repression verschärfen. Die Gewaltvorfälle gegen Rekrutierer sind eine Warnung. Wenn die Bevölkerung nicht mehr an den Sieg glaubt, öffnet sich die innere Front vor der äußeren.
Die Zeit läuft. Die Kriegsmaschinerie braucht Kanonenfutter, doch die Gesellschaft ist nicht mehr bereit, es zu liefern. Die Frage ist nicht, ob es weitere Zusammenstöße geben wird, sondern wann.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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