Zeitabhängige Tarife: 120 Euro Ersparnis in 10 Monaten

Forum-Nutzer berichtet von bis zu 40 % geringeren Rechnungen durch Verschieben der Geräte in Nebenzeiten und Abschalten des Standby-Verbrauchs.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zeitabhängige Tarife: 120 Euro Ersparnis in 10 Monaten und der Standby-Verbrauch, den niemand abschaltet

Wie viel lässt sich bei der Stromrechnung sparen, ohne den Lebensstil zu ändern? Die Antwort, die unter Nutzern kursiert, die zeitabhängige Tarife (ZAT) getestet haben, reicht von einer Kürzung um 20 % bis 40 %, je nach Fallbeispiel im Thread. Ein konkretes Beispiel: Von monatlichen Rechnungen von 100 Euro auf zweimonatliche Rechnungen von 80–100 Euro, obwohl mehr Kilowattstunden verbraucht wurden, wie ein Forumsteilnehmer berichtet. Der Trick liegt nicht darin, weniger zu nutzen, sondern besser zu nutzen.

Der Mechanismus ist einfach zu erklären, aber mühsam umzusetzen. ZAT teilt den Tag in zwei Bereiche: eine Hauptzeit, die 20 % teurer ist, und eine Nebenzeit, die bis zu dreimal günstiger sein kann. In der Diskussion werden für den Tarif 2.0 DHA Preise von 0,17 Euro pro kWh in der Hauptzeit und 0,06 Euro in der Nebenzeit genannt, verglichen mit 0,15 Euro beim Standardtarif ohne Zeitdifferenzierung. Die günstigen Zeiten decken im Sommer 14 Stunden ab, im Winter eine Stunde weniger, von 22 Uhr bis 12 Uhr.

Die 200 Watt Standby-Leistung, die niemand misst

Hier kommt die Zahl, die viele überrascht: Ein Haushalt mit Fernseher, Stereoanlage, Computer, Ofen, Mikrowelle, Waschmaschine, Kochfeld und Klimaanlage, die dauerhaft eingesteckt sind, kann einen Verbrauch von zwischen 200 und 300 Watt im Ruhezustand aufrechterhalten, laut Messung eines Nutzers. Zwölf Stunden am Tag, dreißig Tage im Monat, ergeben 90 Kilowattstunden, die verloren gehen, ohne dass etwas läuft. Bei einem Durchschnittspreis von 0,25 Euro inklusive Steuern sind das 22 Euro pro Monat.

Die empfohlene Lösung ist fast schon aggressiv einfach: Beim Verlassen des Hauses die Sicherungen ausschalten. Zwei Sekunden. Der Kühlschrank hat seinen eigenen Kreislauf und läuft weiter; alles andere geht auf null. Der Nachteil ist, dass Uhren an Backöfen und Videorekordern zurückgesetzt werden. Manche argumentieren, dass Zähler eine Abweichung von 120 Watt haben und einen Teil des Verbrauchs vortäuschen, während andere daran erinnern, dass Geräte mit Wechselrichtern Schalt-Elektronik enthalten, die man nicht gewaltsam abschalten sollte.

Das Kleingedruckte: Wie viele Schaltungen hält ein FI-Schutzschalter aus?

Zweifel entstehen schnell. Ein Fehlerstromschutzschalter (FI) hält etwa tausend Schaltungen stand, bevor er Probleme macht, so die Aussage eines Elektrikers in der Diskussion. Den Verteilerkasten jahrelang zweimal täglich zu schalten, ist ein Spiel mit dem Feuer. Der Austausch kostet etwa 25 Euro und ist einfach, wenn zuvor der Hauptschalter geöffnet wird. Eine weniger belastende Alternative: Die Leitungsschutzschalter darunter statt des FIs ausschalten.

Die Einsparung kommt nicht nur vom Kasten. Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, Poolpumpe und programmierter Warmwasserbereiter laufen in der Nebenzeit. Kochfeld und Ofen werden normal genutzt, da die anteilige Berechnung zwischen teuren und günstigen Stunden immer noch vorteilhaft ist, wie Anwender der Methode bestätigen. Die vertraglich vereinbarte Leistung sinkt auf 4,4 oder sogar 3,3 Kilowatt, ohne dass der Automat auslöst, und einige weisen darauf hin, dass das System kurzfristige Überlastungen für wenige Minuten toleriert.

Der Vergleich, der nicht stimmt

Abgesehen vom freien Markt ging die Diskussion zur Frage über, wo man abschließen soll. Die Preise des regulierten Tarifs koexistieren mit Angeboten, die 2 % Rabatt in der Nebenzeit versprechen, und mit Anbietern, die im offiziellen Vergleich ohne Wartungsdienste erscheinen, die sie später dem Kunden aufdrängen, wie ein Teilnehmer kritisiert. Die wiederkehrende Warnung: Das heutige Billigangebot ist die überteuerte Rate in zwei Jahren, wenn der Kunde nicht mehr hinsieht.

Die praktische Zusammenfassung daraus: ZAT belohnt nicht den, der weniger verbraucht, sondern den, der zum richtigen Zeitpunkt verbraucht. Und der eigentliche Feind ist nicht der Preis pro Kilowattstunde, sondern das stille Tropfen der Geräte im Standby. Mit diesen Zahlen lautet die Frage nicht, ob es sich lohnt. Sondern warum es nicht mehr Leute tun.


Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (84 Antworten).

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