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Zeichen des Universums, dass du bald sterben wirst
Todesomen reichen vom krähenden Raben um 3 Uhr nachts bis zum Doppelgänger, der Besitz von dir ergreift. Wir blicken auf ihre klassischen Ursprünge und darauf, was die Wissenschaft sagt.
Todesomen sind traditionelle Überzeugungen ohne wissenschaftliche Grundlage: Weder spüren Raben die Energie eines Sterbenden, noch kündigt ein heulender Hund einen Todesfall an. Ihr Interesse liegt in der Kulturgeschichte, nicht in der Vorhersage.
Es gibt eine Szene, die sich in vielen Haushalten wiederholt: Es ist drei Uhr nachts, die Stadt schläft, und plötzlich beginnt ein Vogel zu singen, als wäre es Mittag. Wer es hört, schaudert und erinnert sich an die lange Liste von Omen, die man sein Leben lang gehört hat. Die Tradition ist alt und gut dokumentiert: Schon Griechen und Römer lasen den Flug und den Gesang der Vögel als Botschaften der Götter. Daher stammt das Wort Omen beziehungsweise Augur.
## Raben, Hähne und Hunde, die sich mitten in der Nacht regen
Das klassische Repertoire umfasst Raben und Hähne, die zu unmöglichen Stunden krähen, immer mitten in der Stadt und nie um sechs Uhr morgens. Die traditionelle Erklärung besagt, dass sie Veränderungen in der Energie eines Menschen wahrnehmen, der sterben wird, und sich in ihrem eigenen Schlaf unruhig zeigen. Die Biologie bietet eine andere Lesart: Städtische Vögel werden durch künstliches Licht, Lärm oder Fressfeinde geweckt, und Hähne brauchen keinen Sonnenaufgang, um zu krähen.
Hunde verdienen ein eigenes Kapitel. Man schreibt ihnen ein besonderes, jammervolles Bellen in Vollmondnächten zu, und manche behaupten, sie kündigten einen Tod an, der Stunden später eintritt. Keine Studie hat je einen Zusammenhang zwischen Hundeheulen und Todesfällen hergestellt. Hunde erkennen durchaus Geruchs- und Verhaltensänderungen bei kranken Menschen, aber von dort bis zur Vorhersage eines Todes ist es ein gewaltiger Sprung.
## Die Todesuhr und das herunterfallende Foto
Der **Xestobium rufovillosum** ist ein holzbohrender Käfer, der im Deutschen als Totenuhr bekannt ist. Sein Paarungsklopfen, ähnlich dem Ticken einer Uhr, wurde jahrhundertelang als Countdown gedeutet. Das Insekt kündigt nichts an: Es bohrt sich durch Balken und Möbel.
Zur Liste gehören auch das Foto, das ohne Grund herunterfällt oder beschädigt wird, der Uhu, der auf einem Dach erscheint, wo er sonst nie zu sehen ist, und die Lichtblitze, die bei einer Beerdigung stören und als Warnung gedeutet werden, dass der Nächste, der stirbt, derjenige sein wird, der sie sieht. Es sind Zufälle, die zu Regeln gemacht wurden.
## Dreizehn am Tisch und der Doppelgänger, der dich ersetzt
Der Glaube, dass bei dreizehn Personen am Tisch die erste, die aufsteht, innerhalb eines Jahres stirbt, hat christliche Wurzeln: das Letzte Abendmahl. Es ist ein weit verbreiteter Aberglaube ohne empirische Grundlage.
Der Doppelgänger, das teuflische Ebenbild, erscheint in Darren Aronofskys Film **Black Swan** (**2011**), der Tschaikowskis Ballett nachempfindet: Der schwarze Schwan verrät und verdrängt den weißen Schwan. Nach dem Glauben stirbt man, wenn diese Entität den Körper verlässt, und sie nimmt die Seele mit. Vom Traum, einen Toten anzukleiden, über Spiritismus bis zur Erschaffung einer Tulpa reicht der Katalog, immer mit der Vorstellung, dass man dem Bösen die Tür öffnet.
Nichts davon hat eine wissenschaftliche Grundlage. Omen funktionieren durch Bestätigungsfehler: Wir erinnern uns an den Vogel, wenn jemand stirbt, und vergessen die hundert Nächte, in denen er sang, ohne Folgen. Wenn dich etwas davon ängstigt, sprich mit einer Fachkraft für psychische Gesundheit.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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