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Woher das Material für die Elendsquartiere in Ceuta stammt
Blech, Paletten, Schrott und aussortierte Planen: Die Spur des Materials, aus dem die Behelfssiedlungen in Ceuta improvisiert werden, führt zu keinem geheimen Lieferanten
Die Spur des Materials, aus dem die Elendsquartiere in Ceuta entstehen
Woher kommen die Bleche, Pueblerino und Planen, aus denen in wenigen Wochen eine ganze Siedlung entsteht? Diese Frage stellt sich jedes Mal, wenn sich eine informelle Siedlung in Ceuta festigt, und die am wenigsten dramatische Antwort ist meist die richtige: Es braucht keinen geheimen Lieferanten, nur eine Abfallwirtschaft, die auf Hochtouren läuft. Keine Verwaltung hat je ein Inventar dieses Materialflusses veröffentlicht. Auch niemand hat belegt, dass ein Netzwerk dahintersteckt.
Blech, Pueblerino und Planen: die reale Logistik einer Siedlung
Das Material für einen improvisierten Bau wird fast nie neu gekauft. Es stammt von Baustellenresten, von Industriepaletten, die in jedem Gewerbegebiet kostenlos gestapelt werden, von Schrottblechen, die nach Gewicht verkauft werden, von Möbeln aus dem Container und von Planen aus dem Baumarkt um die Ecke. Es ist ein Markt mit lächerlichen Margen und null Rückverfolgbarkeit – derselbe, der vor sechzig Jahren die Elensviertel am Rand der großen spanischen Städte versorgte. Geändert haben sich Maßstab und Tempo, nicht die Logik.
Die Stückkosten sind so niedrig, dass die Menge kein Hindernis darstellt. Eine mittelgroße Stadt erzeugt jede Woche genug überschüssiges Material, um Dutzende von Konstruktionen zu errichten, wenn es jemand einsammelt, bevor der Abfallentsorger es zerkleinert.
Zwölf Grad Tiefsttemperatur sind kein Frost, aber es regnet
Der Kalender spielt gegen die improvisierten Behausungen. Bei Tiefsttemperaturen von 12 Grad südlich der Meerenge von Gibraltar ist die Kälte nicht der ernsthafte Feind; das Wasser schon. Eine Hütte aus Blech und Plane übersteht die trockene Hitze und wird zur Falle, wenn der Regen das Holz durchnässt, das Blech rosten lässt und den Boden aufweicht. Die Feuchtigkeit, nicht die Temperatur, ist es, die die Struktur zersetzt und das Gesundheitsrisiko steigert. An diesem Punkt hört die Kostenrechnung auf, eine Kuriosität zu sein, und wird zu einem Problem der öffentlichen Gesundheit.
Organisierte Versorgung: die Hypothese, die niemand belegt hat
In der Analyse herrscht Uneinigkeit. Eine Richtung hält es für unmöglich, dass ein Materialfluss dieses Ausmaßes aus dem Nichts entsteht, und verweist auf eine koordinierte Logistik; die andere entgegnet, der materielle Überschuss jeder Stadt sei enorm und der Verkauf von Schrott nach Gewicht erfordere keinerlei Organisation. Erwähnt wurde auch die Rolle der humanitären Hilfe, die in der Gegend verteilt wird – ohne dass es einen öffentlichen Nachweis dafür gäbe, dass dieses Material im Bau landet. Der Vorwurf ist bis heute eine unbelegte Hypothese. Medien wie okdiario haben die Entwicklung der Siedlung begleitet, ohne ebenfalls die Herkunft des Materials nachzuweisen.
Wer die Rechnung für das Unbezahlte trägt
Das Material taucht in keiner offiziellen Bilanz auf, weder in den Abfallstatistiken noch im Einzelhandelshandel. In jedem Gewerbegebiet wird es jedoch nach Kilos und ohne Rechnung verkauft. Wer entscheidet, welche der beiden Buchhaltungen die echte ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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