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Wikipedia-Leak: GAD3-Umfrage sieht PP und Vox bei 173 Sitzen
Eine auf Wikipedia geleakte GAD3-Prognose weist PP und Vox zusammen 173 Mandate zu, drei weniger als die absolute Mehrheit von 176.
GAD3-Umfrage auf Wikipedia durchgesickert: PP und Vox verfehlen mit 173 Sitzen die Mehrheit
Weniger als einen Tag vor Schließung der Wahllokale tauchte auf der englischen Wikipedia-Seite, die Umfragen für die spanischen Parlamentswahlen am 23. Juli sammelt, eine Tabelle ohne Quellenangabe auf: PP 144, PSOE 119, Vox 29, Sumar 26 und andere 32. Die rechte Koalition käme demnach auf 173 Sitze, drei unter der absoluten Mehrheit. Jeder kann Wikipedia bearbeiten, das sollte man bedenken. Doch die Zahlen passten allzu gut zum Tenor des gesamten Wahlkampfs: Die Rechte scheitert knapp.
Was die durchgesickerte Umfrage genau besagt
Die GAD3 zugeschriebene Erhebung sieht den PP bei 144 Sitzen und Vox bei 29, weit entfernt von den 52 Mandaten, die die Partei 2019 mit 3,4 Millionen Stimmen holte. Sumar würde auf 26 fallen, während der PSOE auf 119 stiege und damit fast sein Ergebnis von vor vier Jahren wiederholte. Auf dem Papier ergibt sich ein rechter Block, der die nötigen 176 Sitze nicht erreicht.
Die Reaktion war sofortig und vor allem skeptisch. Die 29 Sitze für Vox wurden als kaum verdaulicher Schlag empfunden. Vox wird unmöglich von 40 abstürzen, lautete die allgemeine Stimmung, während andere auf die Details verwiesen: Michavila selbst wurde vorgeworfen, den PP aufzublasen und Vox klein zu rechnen.
Der anhaltende Verdacht: Wer manipuliert die Umfragen?
Hier geht es nicht um das Ergebnis, sondern um den Urheber. Manche behaupten, GAD3 neige dazu, PP und PSOE zu überschätzen und Vox sowie die linke Konkurrenz zu benachteiligen – ein Zweiparteien-Bias, der sich seit Jahren wiederhole. Ausgehend davon lasen viele im Forum die 144 Sitze für den PP so, dass er in Wirklichkeit kaum über 135 hinauskommen werde.
Parallel deuteten andere Quellen auf das Gegenteil hin: Der PP liege niedriger und Vox höher, als GAD3 bisher veröffentlicht habe. Niemand legte jedoch eine einzige Umfrage vor, die beide Thesen gleichzeitig stützt.
Die Mathematik der 176 Sitze
Die kälteste Rechnung ist auch die vernichtendste. Wenn die Obergrenze für PP und Vox bei 170 liegt, gibt es keine Kombination aus Prognose-Spannen, die auf 176 kommt. Selbst wenn man das optimistische Szenario des einen mit dem pessimistischen des anderen kombiniert. Nach dieser Analyse blieben nur zwei Optionen: Sánchez bleibt im Amt, oder es kommt zu Neuwahlen zu Weihnachten.
Die zweite Runde der Konstituierung bringt weitere Nuancen. Bei 172 Ja-Stimmen wären mindestens 173 Nein-Stimmen nötig, was fünf Enthaltungen voraussetzt. Ein Spielraum, der keine Sicherheit bietet.
Die „verbotene“ Umfrage mit anderem Ergebnis
Während die Wikipedia-Tabelle kursierte, veröffentlichte das australische Medium The Adelaide Review seinen täglichen Tracking-Report, erstellt von GESOP. Die Schlagzeile war ein weiterer Erdbebenstoß: Sumar würde Vox überholen. Zwei Umfragen, zwei Spaniens, derselbe Wahltag.
Auch Namen aus dem Umfeld von Julio Ariza tauchten auf, die GAD3 für 20 Uhr folgende Werte zuschrieben: PP 152–155, PSOE 112–115, Vox 30–33 und Sumar 24–27. Das Kleingedruckte kühlte die Daten ab: GAD3 führt keine Exit-Polls durch, sondern befragt bis zum Vorabend.
Die fehlenden Partner
Wenn das Puzzle nicht aufgeht, kommen die kleinen Parteien ins Spiel. Coalición Canaria, PRC und Teruel Existe gelten als Zünglein an der Waage. Die ersten beiden würden Vox von vornherein ausschließen, könnten sich aber aus regionalpolitischen Interessen enthalten. Teruel Existe würde sich schlicht der Seite anschließen, die etwas bietet.
Mit diesen Zahlen könnte die Rechte nur regieren, wenn sie diese Unterstützung ergattert. Und mit 173 reicht es nicht. Drei Sitze trennen PP und Vox vom La Moncloa, und genau diese Lücke können wenige Mandate der Kleinstparteien entscheiden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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