Hacendado: Vertrauenswürdige Eigenmarke oder Preisklappe?
Als ein regelmäßiger Mercadona-Kunde versuchte, bei Carrefour einzukaufen, stellte er fest, dass er mit 120–150 Euro den gesamten Monat abdecken konnte, im Vergleich zu den 200 Euro, die er bei der valencianischen Kette für denselben Warenkorb ausgab. Dies ist kein Einzelfall: Ein Thread, der als Empfehlungsklub für Hacendado-Produkte begann, entwickelte sich zu einer tiefgehenden Analyse der Geschäftspraktiken des Unternehmens.
Der Mythos der günstigsten Eigenmarke
Die erste Überraschung betrifft Joghurt: Laut geteilten Daten sind die Hacendado-Marken 20 % teurer als die entsprechenden Produkte von Día. Es ist nicht das einzige Produkt, bei dem der Vergleich nicht zugunsten von Mercadona ausfällt. Mehrkornbrot, Burger und Eiscreme werden wegen ihres Preises oder ihrer Zusammensetzung kritisiert. „Alle gepressten Fleischprodukte sind Schlachtabfälle, gemischt mit Stärke“, warnt ein Nutzer. Die Strategie, nationale Marken zu eliminieren, um Verbraucher zum Kauf von Hacendado zu zwingen, erzeugt wachsendes Unbehagen.
Die Lieferantenkarte: Was Mercadona nicht erzählt
Eine der wertvollsten Botschaften der Debatte ist die erschöpfende Liste der Hersteller, die für Hacendado produzieren. Olivenöl wird von Sovena Group geliefert; passierte Tomaten von Cidacos; Bier von Font Salem; Eiscreme von Alacant; frittierte Snacks von Grefusa; Schmelzkäsescheiben stammen aus der ehemaligen Kraft-Fabrik, die an Ruiz Mateos verkauft wurde. Diese Transparenz ermöglicht es Verbrauchern, zu wissen, was wirklich hinter jedem Etikett steckt, und in vielen Fällen einen Aufpreis für ein Produkt zu vermeiden, das unter einer anderen Marke günstiger verkauft wird.
Der Supermarkt-Krieg: Wo kauft man besser ein?
Der Thread beschränkt sich nicht nur auf Kritik: Er bietet konkrete Alternativen. Carrefour Discount und die Eigenmarke von Carrefour schneiden gut ab, ebenso wie Día für bestimmte Grundnahrungsmittel. Die allgemeine Empfehlung lautet, zu diversifizieren: „Der beste Weg zu sparen ist eine Einkaufsliste und ein gutes Gedächtnis für Preise“, fasst eine Analyse zusammen. Auch direkte Online-Einkäufe bei ökologischen Produzenten werden erwähnt. Die Schlussfolgerung ist, dass es keinen einzigen Supermarkt gibt, der immer günstiger ist, und dass Loyalität zu einer Kette oft teuer bezahlt wird.
Das verwirrende Detail kommt am Ende: Die Liste der Hacendado-Hersteller reicht von multinationalen Konzernen bis zu kleinen regionalen Unternehmen, was zeigt, dass die Eigenmarke kein homogenes Produkt ist. Jede Kategorie verdient eine individuelle Prüfung.
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