Wechsel nach Saudi-Arabien: Freundin vom Instagram löschen

Eine spanische Fußballspielerin löscht Fotos mit ihrer Freundin und Tochter nach ihrem Wechsel zum Al-Qadsiah. Das Dilemma zwischen saudischem Geld und persönlicher Identität.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Eine spanische Fußballspielerin hat gerade einen Vertrag beim saudi-arabischen Klub Al-Qadsiah unterschrieben und gleichzeitig sämtliche Fotos von ihrer Partnerin und ihrer Tochter aus ihrem Instagram-Profil entfernt. Diese Abfolge ist kein Zufall: Der saudische Klub zahlt Summen, die keine europäische Liga im Frauenfußball zu bieten bereit ist. Und das Land hat Gesetze, die eine solche Beziehung nicht sichtbar machen dürfen.

Der Transfer veranschaulicht ein Modell, das Saudi-Arabien seit Jahren perfektioniert: den Sport als Instrument wirtschaftlicher Diversifikation und Imagepflege zu nutzen. Zuerst kam der Männerfußball mit Millionverträgen für Weltstars; jetzt ist der Frauenfußball dran, wo die Angebote die Gehälter der Liga F (Spaniens erste Frauenliga) mühelos verdoppeln.

Der Preis der Doppelmoral

Die Debatte entflammt, wenn man sich daran erinnert, dass Cristiano Ronaldo und Georgina Rodríguez jahrelang unverheiratet in Riad zusammenlebten und die stillschweigende Toleranz genossen, die nur den ganz großen Stars zuteilwird. Dieselbe Nachsicht sieht eine Frau nicht vor, die ihre Familie zeigen will. Der Satz fällt in jeder Analyse: Tu, was ich sage, aber nicht, was ich tue. Solange die Verträge aber so üppig ausfallen, werden manche denken: Geld regiert.

Wie viele weitere Spielerinnen sind bereit, ihr Privatleben für ein paar Millionen zu löschen? Die Liste hat bereits begonnen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (56 Antworten).

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