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Was, wenn María Pita gescheitert wäre? Die Utopie eines englischen Galicien
Gibraltar verzeichnet ein BIP pro Kopf von 90.000 €, doch ein englisches Galicien wäre kein Steueroase gewesen: Die Daten deuten auf Ausplünderung und Armut hin.
Was, wenn María Pita gescheitert wäre? Die Utopie eines englischen Galicien
Gibraltar, ein Felsen von 7 km², rühmt sich eines BIP pro Kopf von 90.000 Euro, mehr als doppelt so viel wie die 34.350 € Spaniens. Wer aber glaubt, ein von England erobertes Galicien wäre heute eine Steueroase, wird enttäuscht. Die Engländer wollten keine Kelten mit britischem Akzent großziehen; ihnen ging es um die Atlantikroute.
Der grundsätzliche Fehler besteht darin, eine strategische Basis mit einer Siedlungskolonie zu verwechseln. Ein britisches Galicien wäre steuerlich ausgepresst und sein produktives Gefüge demontiert worden, um nicht mit dem Mutterland zu konkurrieren. Landwirtschaft, Fischerei und Industrie wären untergeordnet gewesen, wie in so vielen Gebieten des Imperiums. Das galicische BIP läge heute vermutlich niedriger als das spanische, nicht höher.
Die globalen Folgen wären erheblich. Ohne die Verteidigung durch María Pita im Jahr 1589 wäre die Familie Castro 1900 nicht nach Kuba ausgewandert, und Franco (geboren 1892) wäre möglicherweise britischer Untertan gewesen. Die galicische Diaspora nach Südamerika, ein Motor demografischer und politischer Veränderungen, hätte schlicht nicht existiert.
Wäre Galicien ein Nordirland geworden oder nur ein steuerliches Lagerhaus? Das Alternativszenario regt zum Nachdenken an, doch die Daten deuten darauf hin, dass der Traum vom gibraltarischen BIP an der Realität der kolonialen Ausplünderung scheitert.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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