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Was passiert, wenn ein spanischer AVE mit 300 km/h eine Kuh erfasst
Eine Berechnung im Thread schätzt, dass ein 400 Tonnen schwerer AVE bei 300 km/h 1.388.778 Megajoule freisetzt, was 332 kg TNT entspricht. Die Kuh überlebt nicht; der Zug…
Ein AVE mit 300 km/h gegen eine Kuh: die Physik des Aufpralls
Ein 300 Tonnen schwerer Zug mit 300 km/h kann nichts ausweichen. Die Frage, mit der die Diskussion eröffnet wird, lautet: Was passiert mit dem Tier — und mit dem Zug —, wenn die Strecke auf ein halbes Dutzend Zentner schweres Rind trifft? Die kurze Antwort: Die Kuh hört auf, als Objekt zu existieren, und der Zug fährt weiter, mit ein paar Kratzern, Blut am Unterboden und im besten Fall einem technischen Halt. Die lange Antwort beinhaltet Energie, Wartung und eine Rechnung, die fast nie der zahlt, der sie zahlen sollte.
Die erste Berechnung, die in der Diskussion auftaucht, bringt Zahlen in die Sache. Ein AVE mit **400 Tonnen bei 83,33 m/s** sammelt eine kinetische Energie von **1.388.778 Megajoule** an; da ein Kilo TNT 4.184 Megajoule freisetzt, entspricht der Aufprall der Detonation von **332 Kilo TNT** gegen das Tier. Die Rechnung hat einen Haken — der Zug hält nicht an und überträgt nicht die gesamte Energie auf die Kuh —, und der Verfasser der Berechnung gibt das selbst zu: Die Energie wird dissipiert, nicht vollständig übertragen.
Was wirklich mit der Kuh und dem Zug passiert
Das Bild, das sich aufdrängt, ist das der Kuh als «Aufkleber» oder als «Suppe», verteilt über die Kupplungen bis zum zehnten Wagen. Das ist keine Literatur: Ein aktueller Fall beschreibt, wie ein Zug, der kein AVE war, ein entlaufenes Pferd erfasste, wobei das Tier **in Stücke über Dutzende Meter Gleis verteilt** wurde. Die Masse des Zuges gegenüber der des Tieres erledigt den Rest. Wie ein Beitrag zusammenfasst: Der Zug «fährt durch sie wie durch Butter».
Der Zug dagegen kommt fast unversehrt davon. **300 Tonnen** lassen sich von einer halben Tonne Fleisch und Knochen nicht beeindrucken. Die Schäden konzentrieren sich auf die Schürze, die Kupplungen, den Unterboden und die Lufteinlässe. Manche beschreiben einen Fall, in dem ein Pkw ein Reh traf, mit zersprengtem Kühlergrill und einem zu einem Metallknäuel gewordenen Motor, aber das war ein leichtes Fahrzeug; bei einem AVE ist das Problem eine Frage der Reinigung und Überprüfung, nicht der Struktur.
Was es kostet, einen AVE wegen eines Tierunfalls anzuhalten
Die wirtschaftliche Folge liegt nicht im Aufprall selbst, sondern in dem, was danach kommt. Der Zug hält an, wird inspiziert, gereinigt und, falls es Schäden an den Bremssystemen oder am Unterboden gibt, außer Dienst gestellt. Jede Minute gesperrter Strecke zieht Verspätungen im Kettenformat und Wiederherstellungskosten nach sich. Die Kuh hat derweil einen Besitzer: Wenn das Tier auf die Gleise gelangt, trifft die zivilrechtliche Haftung den landwirtschaftlichen Betrieb. In einem erzählten Fall musste der Besitzer zahlen und verkaufte am Ende zudem alles und verließ die Gegend wegen des gesellschaftlichen Drucks.
Die verblüffende Zahl ist nicht die Energie des Aufpralls, sondern die Asymmetrie: Der Zug merkt kaum etwas, und die Kuh verschwindet. Die Frage, die in der Luft bleibt, ist, wie viele dieser Unfälle mit einem Halt, einer Reinigung und einem Störungsbericht abgeschlossen werden, ohne dass jemand prüft, warum das Tier überhaupt auf der Strecke war.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (21 Antworten).
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