Warum Indien uns alle überleben wird

Auf 35.000 Fuß über Neu-Delhi gibt das fremde Verdauungssystem auf. Warum Indien die letzte Widerstandslinie der Menschheit sein könnte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Indien, das Land, das mit dem lebt, was uns andere umwirft​

Schon ein Flug über Neu-Delhi in 35.000 Fuß Höhe genügt, damit das Verdauungssystem eines Europäers tagelang protestiert. Die Atmosphäre der indischen Hauptstadt ist voller einer Bakterienmischung, die offenbar nur die Einheimischen mühelos vertragen. Das Paradoxon ist zu einem wiederkehrenden Argument dafür geworden, dass Indien jede Krise überstehen wird: Wer zwischen Shigella und Escherichia coli gedeihen kann, gedeiht in jedem Szenario.

Die Theorie, die in manchen skeptischen Kreisen kursiert, besagt, dass die ständige Exposition gegenüber Krankheitserregern bei der indischen Bevölkerung eine Toleranz geschaffen hat, die im Rest der Welt unvorstellbar ist. Es werden Videos zitiert, die Menschen beim Kochen und Essen auf Müllbergen zeigen, wobei man Realität und Inszenierung unterscheiden sollte: Viele dieser Clips sind Fälschungen, die für virale Verbreitung produziert wurden.

Das Argument wird bis zum Äußersten geführt: Manche scherzen, diese Bevölkerung könnte sogar einen Atomangriff überleben. Die Ironie verbirgt einen beunruhigenden Kern. Während der Westen über die Nachhaltigkeit seines Lebensmodells debattiert, sammelt Indien weiter Jahrzehnte der erzwungenen Anpassung an eine feindliche Umwelt. Was, wenn der Schlüssel zum Überleben nicht in der Technologie liegt, sondern in einem Immunsystem, das durch Schläge trainiert wurde?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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