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Warum der Euphemismus 'Kokod-Syndrom' am Hassdelikt-Gesetz scheiterte
Der Versuch, 'Down-Syndrom' durch 'Kokod-Syndrom' zu ersetzen, um Strafen für Hassdelikte zu umgehen, ist gescheitert. Wir analysieren, warum er nicht griff.
Das 'Kokod-Syndrom' schafft es nicht in den Alltagssprachgebrauch
In bestimmten Ecken des Internets wurde versucht, einen neuen Begriff für das Down-Syndrom zu etablieren: das 'Kokod-Syndrom'. Die erklärte Motivation ist, strafrechtliche Sanktionen wegen Hassdelikten zu vermeiden, die die Verwendung von Beleidigungen wie 'Depp' oder 'Down' gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung mit bis zu sechs Monaten Haft ahnden. Die Erfindung hat jedoch außerhalb sehr kleiner Kreise kaum Resonanz erzeugt.
Der Vorschlag kombiniert den Spitznamen einer in digitalen Kreisen bekannten Figur – eines gewissen Kokod, von manchen als 'Einfaltspinsel' bezeichnet – mit der angelsächsischen Struktur 'Kokod's Syndrome', die angeblich 'viraler' sei. Aber selbst innerhalb der Räume, in denen die Initiative entstand, wurde sie mit Skepsis aufgenommen. Ein Teilnehmer bezeichnete sie direkt als Fehlschlag: 'Du bringst nichts in Mode'.
Die Ironie der Sache ist, dass der Versuch, das Gesetz durch einen Euphemismus zu umgehen, in seiner abwertenden Aufladung am Ende deutlicher ist als das Original. Während 'Down-Syndrom' ein neutraler medizinischer Begriff ist, trägt das 'Kokod-Syndrom' das Stigma einer verkleideten Beleidigung. Die Strafjustiz verfolgt keine Wörter, sondern diskriminierende Absichten; ein Etikettenwechsel ändert nichts an der Substanz.
Vorerst bleibt das 'Kokod-Syndrom' eine Anekdote aus dem sprachlichen Labor, ein gescheitertes Experiment der sozialen Ingenieurskunst, das zeigt, dass Gesetze gegen Hassrede sich nicht durch eine bloße Umbenennung umgehen lassen. Die Debatte hinterlässt dennoch eine unbequeme Frage: Inwieweit spiegelt die bloße Existenz dieser Art von Jargon einen kulturellen Widerstand gegen Inklusion wider?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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