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Vox verdoppelt Sitze in Extremadura, PP braucht Koalition
Vox gewinnt sechs Sitze bei den Regionalwahlen in Extremadura. Die PP benötigt deren Unterstützung zur Regierungsbildung, nachdem die PSOE ihre langjährige Hochburg verlor.
Vox verdoppelt Sitze in Extremadura, PP ist auf elf Mandate angewiesen
Die Auszählung der Regionalwahlen in Extremadura ergab keine klare Mehrheit. Bei 87 % ausgezählter Stimmen hatte die PP 29 Sitze, die PSOE 18, Vox 11 und Podemos 7. Die absolute Mehrheit liegt bei 33 Sitzen. Dieses Ergebnis macht Vox zum unverzichtbaren Partner, wenn die PP regieren will, und zum größten Problem für eine Partei, die sich als Bollwerk gegen Rechtspositionen präsentierte. Der Anstieg von Vox von 5 auf 11 Abgeordneten ist der Schlüssel, der das gesamte politische Schachbrett neu ordnet.
Was Vox für die Investitur des PP in Extremadura fordert
Die Bedingungen, die Vox für die Unterstützung einer PP-Investitur stellt, sind hart: strenge Einwanderungspolitik, Schließung von Zentren für unbegleitete Minderjährige, Streichung von Gewerkschaftszuschüssen, Abschaffung von Umweltzonen und Steuersenkungen. Laut Berichten akzeptiert die PP dieses Programm nicht. Die Verhandlungen sind offen, es gibt keine endgültige Einigung.
Einige argumentieren, die PP habe sich in einer Position vermeintlicher sarracena Überlegenheit verbarrikadiert, die die Zahlen nicht stützen. Feijóos Partei stellte sich als Barriere gegen die Extreme Rechte dar, doch die Zahlen zwingen sie, mit denen zu paktieren, die sie eindämmen wollte. Der Widerspruch ist offensichtlich: Ohne Vox gibt es keine Regierung, aber mit Vox muss die PP ein Programm schlucken, das sie monatelang als inakzeptabel bezeichnete.
PSOE verliert 36-jährige Hochburg, Linke bricht zusammen
Die PSOE verlor ein Gebiet, das sie laut wiederholten Berechnungen seit 36 Jahren regierte – so lange wie das Franco-Regime bestand. Die sozialistische Kandidatin Pilar Salazar, im Diskurs „Pili“ genannt, befindet sich in einer schwierigen Lage: 18 Sitze reichen für nichts, und ihre Partei erlitt eine schwere Wahlniederlage. Podemos behielt nur 7 Abgeordnete, ein Ergebnis, das viele als Tiefpunkt eines zerfallenden politischen Lagers interpretieren.
Die Summe aus PP, PSOE und Podemos ergibt 54 Sitze, eine Zahl, die als Systemtragödie gelesen wird: Die Mehrheit des Parlaments gehört Parteien, die nicht gemeinsam regieren können. Die gespaltene Linke erreicht keine Mehrheit; die gespaltene Rechte auch nicht. Nur Vox kann die Blockade lösen.
Anklage des sozialistischen Kandidaten und Immunität als Strategie
Ein Hauptthema der Debatte war die juristische Situation des sozialistischen Kandidaten, angeklagt wegen angeblicher Schaffung einer Scheinstelle für den Bruder seines Chefs mit öffentlichen Geldern (5.000 Euro monatlich). Das Verfahren ist nicht rechtskräftig abgeschlossen. Spekulationen zufolge suchte seine Kandidatur parlamentarische Immunität (Aforamiento) zum rechtlichen Schutz. Ähnliche Überlegungen werden der PP-Kandidatin zugeschrieben, obwohl der Text hier erneut fälschlicherweise Pilar Salazar nennt.
Die Diskussion über Immunität als Wahlkampfanreiz ist sehr kontrovers. Es wird argumentiert, beide Kandidaten suchten parlamentarisches Schutzschild angesichts offener Gerichtsverfahren. Keiner wurde rechtskräftig verurteilt, aber die Abnutzung der PSOE wurde von einigen als unzureichend empfunden, die eine härtere Strafe erwarteten.
PP verliert 10.000 Stimmen, Linke verschanzt sich bei 25 %
Laut kursierenden Schätzungen hat die PP etwa 10.000 Stimmen im Vergleich zu früheren Wahlen verloren, was die Siegesfreude dämpft. Die Kombination aus PSOE und Podemos liegt bei rund 25 %, was als immun gegen Kampagnen gilt. Einige behaupten, dieser Kern werde sich nicht bewegen, selbst unter extremem Druck, und könnte zu Milizen werden, falls ihnen befohlen würde, den Machtantritt der Rechten zu verhindern.
Pessimistische Analysen deuten darauf hin, dass Vox eine Verschlechterung der Wirtschaftslage bis zur Hungersnot benötigen wird, um in Spanien eine absolute Mehrheit zu erreichen. Das Szenario ist nicht unmittelbar, aber der Trend scheint irreversibel.
Zukunft der Investitur und Rolle von Vox in Aragón
Die Investitur in Extremadura bleibt ungelöst. Die PP hat 29 Sitze, Vox 11, die absolute Mehrheit liegt bei 33. Jede Regierung erfordert eine noch nicht getroffene Vereinbarung. Die Erklärung des sozialistischen Kandidaten, erwartet bei 95 % Auszählung, könnte einen Rücktritt enthalten, der das Bild verändert. In der Vox-Zentrale wurde angeblich Jamón geschnitten, während man auf Ergebnisse wartete.
Der Fokus verschiebt sich nun nach Aragón, wo bald Wahlen stattfinden. Die sozialistische Kandidatin Pilar Salazar („Pili“) könnte geschwächt hervorgehen. Neuwahlen sind eine Möglichkeit, die einige zur Lösung der Blockade erwägen. Die Frage ist, wie lange die PP warten kann, bevor sie mit Vox paktiert, und wie lange Vox durchhalten kann, bevor ihr Hebel schwindet.
Der Punkt, an dem die Analyse feststeckt, ist die Investitur. Keine Einigung, kein Datum, kein Programm. Nur elf goldene Sitze und eine PP, die sich nicht entscheiden kann, ob sie schluckt oder neu wählen lässt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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