Vox führt in Andalusien und Valencia bei Wählern unter 45

Umfragen sehen Vox als stärkste Kraft in Andalusien und der Comunidad Valenciana mit über 20%, während die PSOE auf 19% fällt. Was hinter den Zahlen steckt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vox führt in Andalusien und Valencia bei Wählern unter 45
Vox ist bereits stärkste Kraft in Andalusien und der Comunidad Valenciana

Vox hat aufgehört, eine Partei zu sein, die man nur widerwillig wählt. Laut einer Umfrage, die von der nationalen Presse aufgegriffen wurde, liegt die Formation von Santiago Abascal in der Wahlabsicht in Andalusien und der Comunidad Valenciana an erster Stelle, in beiden Fällen über 20% und mit mehr als vier Prozentpunkten Vorsprung. Die PSOE bleibt bei 19% und fällt in beiden Regionen auf den dritten Platz zurück. Die Erhebung ist online durchgeführt worden, basierend auf 2.000 Personen, und dieses Detail ist wichtig: Sie misst einen Trend, verwandelt ihn aber nicht in Sitze.

Was Substanz hat, ist das Muster. Der Vorsprung zeigt sich nicht nur in einem einzelnen Gebiet oder in einer isolierten Altersgruppe. Er wiederholt sich dort, wo die PP ihre Erzählung der Hegemonie aufgebaut hatte, und konzentriert sich unter den jüngeren Wählern und den Männern.

Was die Umfrage sagt und was ihr entgeht

In Andalusien und der Comunidad Valenciana übersteigt Vox die 20%-Marke in der Wahlabsicht und liegt mehr als vier Punkte vor der nächsten Kraft. Die PSOE, die in beiden Gebieten Rückschläge erleidet, bleibt bei 19% und wird zur dritten Option hinter der PP und der Formation von Abascal. Es sind Zahlen einer Online-Umfrage mit 2.000 Teilnehmern, und es lohnt sich, dies zu wiederholen, weil die Zahl an vielen Orten so gelesen wird, als hätten bereits Urnen abgestimmt.

Der Text, der als Ausgangspunkt für die Diskussion dient und von einem nationalen Medium stammt, beschreibt Alvise Pérez mit einem abwertenden Etikett. Dieses scheinbar nebensächliche Detail nährt das Misstrauen eines Teils des Publikums gegenüber dem Rahmen, in dem die Presse das Phänomen präsentiert. Wenn die Verpackung mehr stört als die Daten, werden die Daten weniger diskutiert, als sie sollten.

Vox gewinnt auch bei den Unter-45-Jährigen und bei den Männern

Die Schlagzeile, die die These trägt, erschöpft sich nicht in der autonomen Landkarte. Die Formation führt außerdem bei den Wählern unter 45 Jahren und bei den Männern im gesamten Spanien. Hier liegt der unbequeme Teil für die zwei Parteien, die seit der Transition die Macht unter sich aufgeteilt haben.

Eine Strömung der Analyse erklärt dies durch die Erschöpfung der institutionellen Erzählung: Wer zum ersten Mal wählt, erinnert sich an keine Regierung, die ihm das Leben gelöst hat, und das Argument der strategischen Wahl verliert an Kraft, wenn die „Strategische“ nicht liefert. Eine andere, skeptischere Lesart behauptet, es handle sich um eine Protestwahl mit Verfallsdatum, die unfähig sei, stabile Mehrheiten zu tragen. Beides kann gleichzeitig wahr sein.

Andalusien und Valencia: Wenn die PP ihre Hegemonie verliert

In Andalusien regiert die Rechte seit Jahren, und die Angst vor Veränderung hat sich aufgelöst. Die andalusische PSOE verliert Stimmen, und die Linken links von ihr können nicht zurückgewinnen, was unterwegs verloren geht. Das Ergebnis ist ein Spielfeld, auf dem die Partei, die sich als Schiedsrichter sah, zum Konkurrenten auf ihrem eigenen Terrain wird.

Die Kettensäge und die Staatsausgaben

Das wirtschaftliche Argument, das die meisten Stimmen bewegt, ist das der Kürzung. Das Versprechen, die Staatsausgaben mit der Kettensäge zu kürzen, funktioniert im Wahlkampf, wird aber kompliziert, wenn es ins BOE (Staatsanzeiger) kommt. Manche warnen, dass die Schere nichts erreichen wird: Wenn kein Geld da ist, um Renten und öffentliche Gehälter zu zahlen, werden diese einfach eingestellt, und danach folgt der Alarmzustand. Der Vergleich mit Argentinien taucht in fast allen Gesprächen auf, in beide Richtungen: als Warnung und als Spiegelbild.

Wer wählen sollte: Der Vorschlag, der entsteht, wenn das Ergebnis missfällt

Parallel zu den Wahldaten kursiert eine Strömung, die vorschlägt, das Wahlrecht einzuschränken: es an die Zahlung von Steuern, an die Ableistung des Militärdienstes oder an das Fehlen von Vorstrafen zu binden. Es ist ein Vorschlag ohne institutionelle Tragweite und gegen das allgemeine Wahlrecht, aber er sagt viel darüber aus, wie das Ergebnis in bestimmten Sektoren interpretiert wird.

Mit diesen Zahlen steht die PP vor einer Entscheidung, die keine halben Maßnahmen duldet: um denselben Wähler konkurrieren oder aus der Distanz paktieren. Wenn der Trend anhält, hören Andalusien und Valencia auf, der Brandwall der Mitte-Rechts zu sein. Wenn die Umfrage sich abschwächt, bleibt sie als Foto eines vorübergehenden Ärgers. Was nicht diskutierbar scheint, ist, dass diese 20% nicht mehr widerwillig wählen, und das zwingt dazu, Skripte gleichzeitig in drei Hauptstädten neu zu schreiben.



Methodische Notiz: Die genannten Prozentsätze stammen aus einer Online-Umfrage mit 2.000 Befragten und entsprechen nicht den Wahlergebnissen.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (203 Antworten).

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