Vox beziffert das Wohnungsproblem Spaniens auf 2.000 Zuzüge pro Tag

Vox reduziert die Wohnungskrise in Spanien auf Bauen und Remigration: "Es bringt nichts, 5 Häuser zu bauen, wenn täglich 2.000 Menschen einreisen." Die Angebots- und Nachfrageanalyse...

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vox beziffert das Wohnungsproblem Spaniens auf 2.000 Zuzüge pro Tag
Vox reduziert die Wohnungskrise auf eine Subtraktion: Bauen minus Zuzüge

Carlos Hernández Quero, Wohnungssprecher von Vox im spanischen Kongress, fasste seine Diagnose der Wohnungskrise in einem Satz zusammen, der sich schnell verbreitete: "Es bringt nichts, 5 Häuser zu bauen, wenn täglich 2.000 Menschen einreisen." Der Satz, den die Partei als alleiniges Rezept präsentiert, reduziert das Problem auf zwei Variablen —Bauen und Remigration— und schließt jeden anderen Ansatz aus. Das Argument findet Anklang bei denen, die behaupten, der Nachfrageanstieg durch Masseneinwanderung erkläre allein die Preise, und es hat eine Debatte darüber ausgelöst, ob Angebot und Nachfrage zwei Klingen derselben Schere sind.

Marshalls Schere: Angebot und Nachfrage schneiden gleichzeitig

Das Zitat des Abgeordneten ist keine technische Analyse, sondern eine Parole. Und als Parole funktioniert es: Es verdichtet ein diffuses Unbehagen in zwei Zeilen. Manche verteidigen es ohne Einschränkung —"das Problem beruht ausschließlich auf dem brutalen Nachfrageanstieg durch Masseneinwanderung", heißt es—, andere tun es als Slogan ab. Der Verweis auf den Ökonomen Alfred Marshall, der im Gespräch aufgebracht wurde, erinnert daran, dass die Frage, ob Angebot oder Nachfrage den Preis bestimmt, so sinnlos ist wie die Frage, welche Klinge der Schere das Papier schneidet. Hier, so das Argument, schneiden beide —nur eine ist seit 2008 nicht mehr geschärft worden. Die Finanzkrise hinterließ einen Bausektor, der sich nie ganz erholt hat, und dieser strukturelle Angebotsmangel verstärkt jeden demografischen Druck.

Reicht es, mehr Wohnraum zu bauen, um die Preise zu senken?

Nein, wenn man denen folgt, die auf die räumliche Fehlverteilung verweisen. Das Problem ist nicht nur, wie viele Wohnungen es gibt, sondern wo sie stehen. In Spanien stehen viele Wohnungen leer, aber nicht dort, wo sie gebraucht werden: Madrid und Barcelona konzentrieren immer mehr Nachfrage, weil sie die Arbeitsplätze konzentrieren, und ohne Dezentralisierung der Wirtschaft, so die Warnung, würden sie zu Megastädten mit zehn Millionen Menschen heranwachsen, die aufeinander gepfercht leben. Fünf Häuser am Tag am falschen Ort zu bauen, bewegt die Mieten am richtigen Ort nicht. An diesem Punkt geht Vox' Rezept selbst seinen eigenen Anhängern nicht weit genug: Massenbau braucht Bauland, und die Liberalisierung des Baulandes ist eine Fahne, die die Partei hochhält, während sie an der kommunalen und regionalen Bürokratie scheitert.

Remigration als Bedingung: Ist die Abschiebung derjenigen ohne Sozialabgaben machbar?

Das zweite Bein des Vorschlags —die Remigration— ist das umstrittenste. Offen wird gefragt, ob eine Partei mit Geldgebern die Stimmen hätte, um alle Ausländer abzuschieben, die nicht aktiv zur Staatskasse beitragen. Der Zweifel ist nicht rhetorisch: Er betrifft die politische Machbarkeit der Maßnahme. Gegen die Massenabschiebung ergibt sich eine weniger drastische Alternative: die Anreize beseitigen, die es erlauben, ohne Arbeit und ohne Beitrag zu bleiben, statt jemanden abzuschieben — außer Kriminellen. Die Debatte endet jedoch nicht dort. Manche erinnern daran, dass auch keine ausländischen Arbeitskräfte nötig sind, die bereit sind, für einen Hungerlohn zu arbeiten — oft schwarz —, was einen wirtschaftlichen Einwand einführt: Einwanderung konkurriert ebenfalls nach unten auf dem Arbeitsmarkt und drückt die Löhne, was wiederum die Fähigkeit beeinträchtigt, sich Wohnraum leisten zu können.

Der Kollaps als Ergebnis von Politik, nicht als Unfall

Das Gespräch wendet sich der politischen Verantwortung zu. Es wird argumentiert, dass Stadtregierungen, die mit Willkommensbanner für Flüchtlinge demonstrierten —in Madrid, Barcelona, Valencia oder Saragossa—, Millionen Menschen ins Land ließen, ohne vorher die Wohnungen zu bauen, in denen diese leben sollten, und so einen Wohnungsnotstand verursachten. Und dass dieselben Rathäuser danach Protestcamps gegen die von ihnen selbst verursachte Katastrophe duldeten. Der Vorwurf externer Finanzierung der Organisatoren kursiert ohne jeden Beleg und sollte als das behandelt werden, was er ist: ein unbewiesener Verdacht. Bleiben tut die Kritik an einer politischen Klasse, die zuerst die Zuwanderung förderte und sich dann über die Folgen die Kleider zerriss.

Das alternative Rezept: deckeln, blockieren, besetzen

Gegen Bauen und Remigration wird ironisch das gegenteilige Rezept angeboten: Hausbesetzungen legalisieren, Mieten deckeln und dem Bau noch mehr bürokratische Hürden in den Weg legen, einem Sektor, der als wenig geneigt gilt. Der Spott zielt auf die Regierung, aber auch auf einen Teil der Wählerschaft, der Maßnahmen beklatscht, die nach Ansicht ihrer Kritiker die Knappheit verschärfen. Die Liberalisierung des Baulandes und massiver öffentlicher und privater Wohnungsbau, zusammen mit der Abdichtung der Grenzen, ist der Vorschlag, der als vollständige Alternative angeboten wird. Das Problem: Keine dieser Maßnahmen zeigt kurzfristig Wirkung, und die Wohnungspreise sind in den angespannten Gebieten bereits auf Rekordniveau.

Der genaue Punkt, an dem die Analyse festhängt

Die Diskussion kommt zu keiner Einigung über das relative Gewicht der einzelnen Faktoren. Einwanderung ist eine demografische Tatsache; der Mangel an Bautätigkeit eine ökonomische; die räumliche Konzentration eine arbeitsmarktbedingte. Alle drei verstärken sich gegenseitig, und keiner lässt sich mit einem einzigen Hebel lösen. Der Satz des Abgeordneten hat Zugkraft, weil er vereinfacht, aber Wohnungspolitik lässt sich nicht als Subtraktion zweier Ziffern betreiben. Derweil steigen die Preise weiter, und der Bau kommt nicht in Fahrt. Niemand kann so recht beziffern, wie viel davon auf jeden Faktor entfällt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (36 Antworten).

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