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Vor Gebrauch gut schütteln: Rosa Belmontes Kritik an Sánchez
Rosa Belmonte kritisiert in ABC Sánchez' Wahlkampfrede und die spanischen Wohnungsdekrete. Eine Analyse über die Ethik der Täuschung in der Politik.
Pedro Sánchez' Rede zur Ankündigung der Parlamentswahl war laut Rosa Belmonte eine Abfolge von Slogans und Versprechen. Die Wohnungsdekrete liegen derweil weiterhin bei der Fruta Permanente (dem ständigen Ausschuss des spanischen Parlaments) auf Eis.
Die Journalistin **Rosa Belmonte** veröffentlichte am **6. Oktober 2026** einen Artikel in der Zeitung **ABC** mit dem Titel «Agítese antes de usarla» ("Vor Gebrauch schütteln"). Darin analysiert sie die Rede, mit der **Pedro Sánchez** die vorgezogene Parlamentswahl ankündigte, und vergleicht sie mit der Behandlung der Wohnungsdekrete. Die Autorin stellt fest, dass beide demselben Muster folgen: ständige Versprechen und mangelnde Konkretion.
## Die Slogans des Wahlkampfs
Belmonte beschreibt Sánchez' Rede als eine Playlist voller Erfolge. Zu den zitierten Sätzen gehören "Die schlechteste Opposition der Geschichte", "Rechtsensrecht Koalition", "Demokratie oder Rechtsensrecht", "Wir werden alles geben" und "Es liegt an euch". Die Journalistin stellt fest, dass der Ministerpräsident das Publikum duzt, als wären die Bürger Fahrgäste in einem Zug.
Der Artikel vergleicht diese Rede mit Instagram-Beiträgen, die ankündigen, "welches Lebensmittel für Frauen über 40 am gefährlichsten ist", und es erst am Ende verraten. Die Autorin nutzt dieses Bild, um das zu kritisieren, was sie als leere Werbung betrachtet. Sie erwähnt auch, dass Sánchez gesagt hat, "der Machtwechsel ist gut für die Demokratie, aber heute haben wir kein Angebot für einen Machtwechsel".
## Die CIS-Frage zu Schutzwürdigen und Gesetz
Der Text erwähnt eine Frage des **CIS** (Spaniens amtliches Meinungsforschungsinstitut) an die Spanier: "Ist es wichtiger, die Schutzwürdigen zu schützen oder das Gesetz einzuhalten?". Belmonte deutet diese Frage als Porträt einer Regierungsweise. Ihrer Ansicht nach präsentiert sich die PSOE als Beschützer der Schwachen gegen die PP, und das Gesetz tritt in den Hintergrund.
Die Journalistin verknüpft diese Idee mit der Ethik der Täuschung. Sie erwähnt **Diego Rubio**, Sánchez' Kabinettschef, und den Titel seiner Doktorarbeit in **Oxford**: "Die Ethik der Täuschung: Geheimnis, Transparenz und Lüge in den Ursprüngen des modernen politischen Denkens". Sie zitiert auch **Hannah Arendt** und ihr Werk "Wahrheit und Lüge in der Politik", in dem sie vor der Gefahr warnt, die politische Agenda den Falschheiten und demoskopischen Techniken unterzuordnen.
## Wohnungsbau als ungelöste Aufgabe
Belmonte bezeichnet den Wohnungsbau als "etwas so Dringendes, dem Verrotten überlassen". Sie sagt, die Wohnungsdekrete seien ihrer Meinung nach von "Faseln und Hochstaplern" verfasst worden, und die Wahlkampfrede sei denselben Weg gegangen. Die Autorin fordert, dass jede Partei ihre Maßnahmen und Pläne zum Wohnungsbau erklärt.
Der Artikel endet mit einer Frage: "Gehen die Wohnungsdekrete heute an den ständigen Ausschuss?". Die Journalistin macht deutlich, dass man in der Zwischenzeit nur das Produkt vor Gebrauch schütteln kann. Eine Ironie über den Mangel an konkreten Antworten mitten im Wahlkampf.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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