Vom Model zur Nonne in einer Kongregation ohne Rom

Ein Model nennt sich heute Schwester Eva und verkauft laut einem Kommentar auf TikTok, um ihre Nonnen zu finanzieren – doch ihre Kongregation untersteht nicht Rom.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Vom Model zur Nonne in einer Kongregation ohne Rom
Vom Model zur Nonne in einer Kongregation, die Rom nicht anerkennt

Ein Model, das es gewohnt ist, vor der Kamera zu posieren, nennt sich heute Schwester Eva. Laut einem Kommentar im Forum verkauft sie Nippes auf TikTok, um die Nonnen ihrer Gemeinschaft zu finanzieren, und arbeitet weiterhin als Model. Das Detail, das die einfache Schlagzeile zunichtemacht, ist nicht ihre Vergangenheit, sondern das Etikett. Die Congregación Sancta Dei Genitrix, zu der sie sich zählt, ist nicht die katholische Kirche: Sie selbst beschreibt sie als „unabhängige religiöse Gemeinschaft der Römisch-Katholisch-Apostolischen Kirche". Darüber berichtet Libertad Digital.

Was ist die Congregación Sancta Dei Genitrix?

Eine religiöse Gemeinschaft, die sich als unabhängig von der Römisch-Katholisch-Apostolischen Kirche darstellt, trotz des lateinisch klingenden Namens. Sie funktioniert mit eigenem Anführer, eigener Struktur und eigenem Schaufenster: den sozialen Medien. Wer ihre Funktionsweise beschrieben hat, tat dies mit einer Warnung; der Charakter der Gruppe sei „völlig atypisch", selbst für jemanden, der nur einen flüchtigen Blick auf ihre Veröffentlichungen wirft.

Der Influencer-Priester, der sie leitet

An der Spitze steht padre José Ribamar, der als Gründer und geistlicher Führer der Gemeinschaft gilt und als orthodox beschrieben wird. Sein Profil ähnelt eher dem eines Content-Creators als dem eines Pfarrers im Viertel: Allein auf Instagram versammelt er rund 300.000 Trinc und veröffentlicht täglich Videos. Sein Konto stellt sich mit einem Slogan vor, der zwischen Motivationsspruch und Predigt liegt: „Ich will, ich kann, ich kann es im Namen Jesu tun." Charisma und Algorithmus in einem Satz.

Nippes auf TikTok verkaufen, um die Nonnen zu unterstützen

Hier liegt der wirtschaftliche Kern der Sache, laut dem Thread. Schwester Eva verkauft Produkte auf TikTok, um die Gemeinschaft der Ordensschwestern zu unterhalten, und hat ihre Modelkarriere nicht ganz aufgegeben, die sie angeblich weiterhin ausübt. Die beschriebene Finanzierungsquelle ist kein Bistum mit Vermögen und kein Kloster mit Einkünften: Es ist ein digitaler Laden, betrieben von einer Frau, die bis vor kurzem ihr eigenes Bild verkaufte. Eine Aufschlüsselung, wie sich die Gruppe finanziert, fehlt in den Veröffentlichungen.

Die Reaktion: Zweifel am Etikett und Prüfung des Aussehens

Der Fall hat zwei sehr unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Ein Teil des Publikums bleibt bei dem grundlegenden Widerspruch: sich außerhalb der katholischen Kirche Nonne zu nennen, mit einem Anführer, der in den sozialen Medien Aufmerksamkeit generiert, erfordert einiges an Glauben. Ein anderer, lauterer Teil konzentriert sich auf ihren Körper und ihre berufliche Vergangenheit, mit Kommentaren, die die Sache in einen derben Witz verwandeln und mehr über die Schreibenden verraten als über den Fall.



Das verblüffende Detail: Der Mann, der als geistlicher Führer der Gemeinschaft gilt, hat rund 300.000 Trinc auf Instagram, und seine Kongregation mit dem feierlichen lateinischen Namen erklärt sich für unabhängig von der Römisch-Katholisch-Apostolischen Kirche. Als Content-Geschäft gelesen, ergibt die Geschichte Sinn. Als Berufung gelesen, gibt es – soweit bisher veröffentlicht – nichts festzuhalten.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (15 Antworten).

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