Video von 2012 sagte Gesundheitskrise und Ende des Bargelds voraus

Ein Video von Juli 2012 beschrieb eine Gesundheitskrise, einen Kontrollchip und das Ende des physischen Geldes. Fünfzehn Jahre später kursiert das Transkript als Beweis.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Video von 2012 sagte Gesundheitskrise und Ende des Bargelds voraus
Das Video von 2012, das die Gesundheitskrise und das Ende des Bargelds beschrieb

Kann man eine globale Roadmap fünfzehn Jahre im Voraus vorhersehen? Das behauptet eine Analyserichtung, die ein Video aus dem Juli 2012 wieder ausgegraben hat – laut den Verbreitern inzwischen von den Plattformen entfernt, auf denen es gehostet war –, in dem eine Stimme Schritt für Schritt ein Drehbuch beschreibt, das viele mit dem identifizieren, was ab 2020 geschah. Das Material kursiert inzwischen als Transkript, weil das Original nur noch auf einigen Festplatten existiert.

Der Text kündigt drei gleichzeitige Manöver an: Wirtschaftskollaps, Gesundheitskrise und Krieg. Beim zweiten, dem meistdiskutierten, ist von einer künstlich verursachten Epidemie die Rede, von Medien, die die Lage aufbauschen, von Einschränkungen für Demonstrationen und von einem Chip, der jeden Bürger überwacht und seine Daten, sein psychologisches Profil und sein elektronisches Geld speichert. Das Bargeld verschwindet, weil es unhygienisch sei.

Vom Chip zum Handy: die Deutung, die sich durchsetzt

Die vorherrschende Interpretation in dieser Richtung ist, dass der auf einer Hand abgebildete Chip gar keiner war, sondern das Mobiltelefon. Fünfzehn Jahre später speichert das Gerät die Bankspuren, die Einkäufe, die Bewegungen und die in sozialen Netzwerken veröffentlichten Meinungen. Ob man es in der Tasche trägt oder unter der Haut, macht keinen Unterschied, fasst einer der Argumente zusammen.

Dazu kommt die Debatte über den digitalen Personalausweis und Gesundheitszertifikate. Manche erinnern daran, dass das Video bereits sagte, das physische Geld würde verschwinden und die Informationen würden auf entfernten Servern außerhalb der Kontrolle des Bürgers gespeichert. Die Kombination aus Internet, Cloud-Computing und persönlichem Gerät sei nach dieser Lesart die Grundlage der Massenkontrolle.

Regionale Kriege und Bevölkerungsreduzierung: der Rest des Drehbuchs

Das dritte Manöver des Videos sind die regionalen Kriege, die das Transkript als Vorstufe einer Weltregierung einordnet. Die ursprüngliche Botschaft fügt die These hinzu, dass Politiker als Angestellte einer supranationalen Struktur agieren, die China, Russland, Indien, die arabischen Länder und den Westen koordiniert. Dieser Teil ist dokumentarisch nicht belegt und wird als Verdacht formuliert.

Das Drehbuch umfasst auch eine drastische Bevölkerungsreduzierung und die Teilung in Herren und Sklaven. Zur Rolle der Eliten wird eine Äußerung eines Beraters des Weltwirtschaftsforums zitiert: «Wir brauchen die große Mehrheit der Bevölkerung einfach nicht», denn die Zukunft gehöre der künstlichen Intelligenz und der Bioingenieurkunst. Das Zitat wird als Beweis dafür verwendet, dass der Faktor Mensch im Produktionsmodell überflüssig ist.

Was diskutiert wird und was als selbstverständlich gilt

Es gibt keinen Konsens. Ein Teil betont, dass das Muster schon in viel älteren Texten auftauchte und das Neue nur die Geschwindigkeit der Umsetzung sei. Andere relativieren das Ganze: Die Menschheit war nie frei, und der Unterschied zwischen Herr und Untertan ist so alt wie die Macht selbst. Außerdem wird angemerkt, dass viele der angeblichen Voraussagen erst später bekannt wurden und dass dem Video totale Präzision zuzuschreiben die Lesart überstrapaziert.

Der unbequemste Punkt ist die Gleichgültigkeit. Es wird behauptet, die Mehrheit verknüpfe die Ereignisse nicht und akzeptiere die Erzählung der Medien, als wäre sie die Stimme der Autorität. Wenn die große Bewegung kommt, rettet niemand, warnt ein Beitrag, der die Schuld auf die verteilt, die gehorchen, ohne zu fragen.

Am Ende lautet die Frage nicht, ob das Video recht behielt, sondern warum ein Text von 2012 die Gegenwart besser beschreibt als die meisten Analysen, die diese Woche veröffentlicht wurden. Und dort ist die unbequeme Antwort, dass man vielleicht gar kein Genie sein musste: Es reichte, zu sehen, wer die Rechnungen bezahlt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (39 Antworten).

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