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Venezolanisches Gold für spanische Politiker: UCO prüft SPD-Finanzierung
Goldmünzen und -barren, die venezolanische Beamte 2020 übergaben, stehen im Verdacht, die illegale Finanzierung der spanischen Sozialisten zu unterstützen.
Die Zentrale Operative Einheit der Guardia Civil (UCO) ermittelt, ob das vom chavistischen Regime an José Luis Ábalos und Koldo García übergebene Gold zur Finanzierung der PSOE diente. Die Übergabe erfolgte in zwei Etappen: Münzen am Flughafen Barajas am 20. Januar 2020 und später Barren in Caracas.
Ein wichtiges Detail vorab: Dieses Gold ist kein diplomatisches Höflichkeitsgeschenk. Es ist ein Vermögenswert, der eingeschmolzen, transportiert und ohne Bankspuren in Bargeld umgewandelt werden kann. Bei intransparenten Finanzierungsoperationen hat dies mehr Wert als jede Überweisung.
## Die Münzen von Barajas und das abgesagte Abendessen
In der Nacht des **20. Januar 2020** landete die damalige Vizepräsidentin Venezuelas, **Delcy Rodríguez**, am Flughafen **Barajas** mit einer Tasche aus **24-karätigen** Goldmünzen, geprägt mit dem Bildnis von **Simón Bolívar**. Sie kam nicht allein: Sie hatte weitere Geschenke für **Pedro Sánchez** und mehrere Minister dabei, mit denen sie ein Abendessen in einer Villa im Madrider Viertel **El Viso** vereinbart hatte, gemietet vom Unternehmer **Víctor de Aldama**.
Die Münzen gelangten nie auf den Tisch. Sie wurden noch am Flughafen an **José Luis Ábalos**, damals Verkehrsminister, und seinen Berater **Koldo García** übergeben. Mehrere Quellen im Fall haben diese Übergabe bestätigt. Dem Ziel nach sollte die spanische Regierung ihre Haltung zu Venezuela ändern und die Unterstützung für **Juan Guaidó**, damals Präsident der venezolanischen Nationalversammlung, einstellen.
Nach diesem Vorfall änderte die Regierung Sánchez ihre Position, distanzierte sich von der venezolanischen Opposition und wurde schließlich zum Verbündeten des Chavismus. Der Wandel war weder sofort noch laut, aber die Fakten zeichnen ihn deutlich nach.
## Der Ein-Kilo-Barren aus Caracas
Monate nach dem Vorfall in Barajas ordnete **Delcy Rodríguez** weitere Goldlieferungen an. Der damalige venezolanische Wirtschafts- und Finanzminister, **Simón Zerpa**, schickte **Víctor de Aldama** ein Foto eines **24-karätigen** Barrens mit einem Gewicht von **einem Kilogramm** und einem Wert von **50.000 Euro** im Jahr 2020. Dieses Bild, das **EL ESPAÑOL** erhalten hat, ist der erste grafische Beweis für die Goldzahlungen des Chavismus mit Aldama als Mittelsmann.
Barren wie der auf dem Foto sollen an **Ábalos** und **Koldo García** in **Caracas** übergeben worden sein. Das Foto tauchte unter Dateien auf, die die Guardia Civil bei der Beschlagnahmung von Geräten während Aldamas Verhaftung im Jahr **2024** fand. Der Unternehmer hat die Übergabe von Münzen und Barren bestätigt.
## Was Aldama dem Richter sagte
**Víctor de Aldama** erklärte vor Richter **Ismael Moreno**, der am **Nationalen Gerichtshof** (Audiencia Nacional) wegen möglicher illegaler Finanzierung der PSOE ermittelt, dass **Ábalos** und **Koldo García** ihm gesagt hätten, ein Teil ihrer Provisionen sei an die Parteizentrale (**Ferraz**) gegangen, um Parteikosten zu decken. Dies ist die Verbindung, die die **UCO** zu verifizieren versucht: Ob das venezolanische Gold tatsächlich in den Konten der Sozialisten landete.
Laut dieser Ermittlungsrichtung dienten die Zahlungen dazu, die spanische Regierung und die PSOE seit 2020 zu festen Verbündeten von **Nicolás Maduro** zu machen. Die Ermittlungen laufen weiter, und keine dieser Behauptungen wurde gerichtlich bestätigt.
## "Die Münzen" und die "Txistorras"
Die **UCO** prüft auch Nachrichten zwischen **Koldo García** und seiner damaligen Ehefrau, **Patricia Úriz**, die auf beschlagnahmten Handys während ihrer Verhaftung im **Februar 2024** gefunden wurden. In diesen Gesprächen erwähnen beide "die Münzen" neben den inzwischen berühmten "txistorras", dem Codewort für **500-Euro-Scheine**, das der ehemalige Berater während des Prozesses vor dem **Obersten Gerichtshof** bestätigte.
Eine solche Unterhaltung fand am **22. Juli 2020** um 08:52 Uhr statt. Koldo schrieb: "Die Münzen". Drei Minuten später fügte er hinzu: "Bring Geld für meine 2000" und "bring eine Txistorr". Patricia antwortete: "Ok". Der Ex-Berater korrigierte sich und schloss mit einer neuen Bitte: "Und bring mir bitte nur 20 Txistorras". Nach der von den Ermittlern verwendeten Gleichsetzung würden diese **20 Scheine** **10.000 Euro** entsprechen.
Das Verfahren befindet sich noch in der Ermittlungsphase, und alle genannten Personen sind Beschuldigte, keine Verurteilten. Dies sollte man bedenken, bevor man Schlussfolgerungen zieht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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