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V16-Warnleuchten: 1.200-mAh-Batterie gegen das Handy
Die in Spanien vorgeschriebene V16-Warnleuchte entfacht die Debatte über Tracking neu: eine 1.200-mAh-Batterie gegen die 3.000 mAh eines Handys, das man ohnehin dabei hat.
V16-Warnleuchten: Die GPS-Überwachungstheorie kollidiert mit der kleinen Batterie
Die Pflicht, eine vernetzte V16-Warnleuchte im Auto mitzuführen, hat einen Klassiker wiederbelebt: den Verdacht, dass das Gadget der Stunde dazu dient, uns zu orten. Das Hauptargument der Theoriebefürworter ist, dass das Gerät ein GPS hat, das an die DGT 3.0 und an einen Dritten meldet. Das am häufigsten wiederholte Gegenargument ist weder juristisch noch technisch: Es ist energetischer Natur. Eine 20-Euro-Warnleuchte kann mit der Batterie, die sie enthält, keine kontinuierliche Ortung aufrechterhalten.
Die kursierende Rechnung ist einfach. Eine 9-Volt-Batterie liegt bei etwa 1.200 mAh, während ein aktuelles Handy 3.000 mAh übersteigt. Wenn ein Telefon im Standby, mit ausgeschaltetem Prozessor und Bildschirm, so lange durchhält, wie es durchhält, würde ein Gerät, das alle paar Minuten seine Position sendet, in Tagen statt Jahren leer sein. Und das ohne Berücksichtigung, dass das Handy an eine Nummer, einen Ausweis und einen Namen gebunden ist und täglich aufgeladen wird.
Was die Vorschrift sagt und was nicht
In der Diskussion wird behauptet, Spanien sei das einzige Land, in dem diese Vorschrift eingeführt wurde. Die vernetzte Warnleuchte ist mit der DGT 3.0 verbunden, und das Netz stellt Telefónica bereit. Da beginnt der Lärm: Für viele ist das allein schon Grund genug für Misstrauen. Für andere ist es einfach ein kleines Geschäft mit einem zugewiesenen Anbieter.
Was nirgends auftaucht, ist eine Pflicht, das Gerät mit persönlichen Daten zu registrieren. Der Kauf der Warnleuchte erfordert keine Vorlage von Dokumenten. Die Verknüpfung mit der App ist freiwillig, und wer sie nutzt, sendet nur einen Ping an einen Server eines Dritten. Das ist der Punkt, der die halbe Verschwörung entschärft: Wenn es keine Pflichtregistrierung gibt, gibt es keine Datenbank zum Abgleichen.
Das eigentliche Problem: die Batterie und die Physik
Hier wird die Debatte interessant. Ein dediziertes High-End-GPS, etwa von Garmin oder TomTom, frisst die Batterie in Minuten, wenn es mit Bildschirm und kontinuierlicher Berechnung läuft. Eine GPS-Uhr in 30 Minuten. Wenn diese energiesparende Technologie existierte und so billig wäre, steckte sie längst in GPS-Geräten für über 400 Euro.
Die technische Erwiderung verweist auf eine andere Gerätefamilie: das Internet der Dinge mit NB-IoT und LTE-M, das mit stromsparenden Protokollen und Sparmodi wie PSM und eDRX tatsächlich 10-15 Jahre Autonomie erreicht. Das angeführte Beispiel ist der AirTag: eine Knopfzelle, Bluetooth Low Energy und das Find-My-Netzwerk von Apple oder Android. Die Warnleuchte muss nicht jede Minute senden; es reicht, wenn sie gelegentlich aufwacht.
Die offene Frage betrifft 5G. Wenn das Netz seit weniger als 15 Jahren ausgerollt ist, wie wird seine Kompatibilität für 15 Jahre garantiert? Die gegebene Antwort ist Abwärtskompatibilität: Spanien setzt auf 5G, aber seine Netze bleiben mit 2G kompatibel.
Die Schwachstelle, die wirklich beunruhigt
Jenseits der eingebildeten Spionage gibt es ein greifbares Problem: die Sicherheit des Geräts selbst. Es wurde eine Analyse über Schwachstellen in V16-Warnleuchten veröffentlicht, die sie, falls bestätigt, innerhalb von zwei Wochen zu Briefbeschwerern machen würde. Das ist das echte Risiko, nicht Big Brother.
Das andere Risiko ist gesunder Menschenverstand: das kleine Licht der Warnleuchte gegenüber dem Warndreieck. Tagsüber, hinter einer Kurve oder einer Kuppe, ist es weniger sichtbar als ein gut platziertes Dreieck. Und es kann mehr Auffahrunfälle verursachen als die traditionelle Absicherung. Der alternative Vorschlag, der lanciert wird, ist eine DGT-App, die nahe Fahrzeuge warnt, kombiniert mit den Geräten, die Autos bereits serienmäßig mitführen.
Das Argument, das die Verschwörung entwaffnet
Die unbequemste Überlegung für Verschwörungstheoretiker ist diese: Wenn man bereits ein Handy mit GPS mit sich führt, mit Namen, Ausweis und Nummer, und es täglich auflädt, warum sollte man dann eine 20-Euro-Warnleuchte verkaufen müssen? Das Auto zeichnet bereits gesetzlich Daten auf, die Behörden und der ITV zugänglich sind. Es braucht kein kleines Licht, um einen zu orten.
Das Korollar ist noch härter: Die schrillsten Reden liefern den Medien letztlich Munition, um jede vernünftige Kritik lächerlich zu machen. Wenn der Verschwörungstheoretiker der Stunde im Fernsehen auftritt, wird derjenige, der die Warnleuchte aus vernünftigen Gründen ablehnt, als Verrückter dargestellt. Und das treibt paradoxerweise mehr Leute dazu, sie zu kaufen.
Die Analyse bleibt genau dort stecken: bei der Frage, ob das Problem die Warnleuchte ist, das Geschäft dahinter oder die Unfähigkeit, die Angelegenheit zu diskutieren, ohne in die Rolle des Narren zu verfallen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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