USA: 407.000 Tote – Wehrmacht zu 80% an Ostfront gebunden

Die USA verloren 407.000 Soldaten in Europa ohne eigene Invasion. Die Wehrmacht verblutete zu 80 % an der Ostfront, während die UdSSR den Großteil der Last trug.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

USA: 407.000 Tote – Wehrmacht zu 80% an Ostfront gebunden
407.000 US-Soldaten starben in Europa ohne vorherige Invasion

Die Vereinigten Staaten erlitten im Zweiten Weltkrieg keine einzige Invasion auf ihrem eigenen Territorium. Und dennoch fielen 407.000 US-Militärangehörige im europäischen Kriegsschauplatz: Dies sind die Zahlen aus der üblichen Verlusttabelle zum Vergleich der Alliierten, mit Frankreich bei 245.000, Italien bei 380.000 und Großbritannien bei 403.000. Die daraus resultierende Frage ist eine andere, weitaus unbequemere: Wie viele sowjetische Soldaten wären gestorben, wenn Deutschland die UdSSR nicht im Juni 1941 angegriffen hätte? Die kurze Antwort lautet: Niemand weiß es. Die lange Antwort umfasst alles Weitere.

Wie viele Militärs starben im Zweiten Weltkrieg in Europa?

Die gängigen Zahlen für gefallene Militärs lauten wie folgt: Frankreich: 245.000; Italien: 380.000; Großbritannien: 403.000; USA: 407.000. Das heißt, die Macht, die später eintrat und deren Boden nie bombardiert wurde, hatte am Ende mehr tote Soldaten als jede der anderen drei Nationen. Eine weitere Zahl im Vergleich ist Jugoslawien mit rund 300.000 Soldaten, sofern nur militärische und nicht zivile Opfer gezählt werden, wo die Bilanz explodiert.

Diese Daten sind irritierend, da sie das Narrativ vom Verbündeten brechen, der kommt, gewinnt und geht. Hollywood hat großen Schaden angerichtet, fasst eine der häufigsten Aussagen zusammen, die darauf abzielt, dass der US-Kriegsfilm die eigene Rolle an der Westfront überdimensioniert hat.

80 % der Wehrmacht verbluteten an der Ostfront

Hier wird die Verteilung des Aufwands schwer diskutierbar. Die meistgenannte Schätzung besagt, dass rund 80 % der Kräfte der Wehrmacht und ihrer Verbündeten an der Ostfront kämpften, gegenüber 20 % an der Westfront, wobei die Soldaten dort zudem jünger und unerfahrener waren. Im Osten wurden zeitweise etwa 220 Divisionen eingesetzt.

Die Operation Bagration im Sommer 1944 dient als Beispiel. Sowjetische Schätzungen sprechen von 540.000 deutschen Verlusten, darunter 158.480 Gefangene, 2.375 Panzer, 8.702 Geschütze, 631 Flugzeuge und 57.152 Fahrzeuge; westliche Quellen korrigieren die Zahl auf zwischen 300.000 und 350.000 Mann herunter. Auch die Panzerzahlen stützen keine Symmetrie: Eine zitierte Quelle gibt 2.500 deutsche Panzer in der Normandie gegenüber 500 in Weißrussland an, während eine andere Berechnung Mitte 1944 insgesamt 5.000 bis 6.000 einsatzbereite deutsche Panzer zählt, davon etwa 2.000 in Frankreich, 500 in Italien, 500 in der strategischen Reserve und rund 3.000 für den gesamten Osten. Zwei Quellen, zwei Bilder desselben Monats.

Die Hälfte der sowjetischen Munition kam aus dem Westen

Der zweite Schwerpunkt ist die Versorgung. Laut einer verbreiteten Berechnung stammten 50 % der vom Rote Armee verbrauchten Munition und 50 % des Treibstoffs für ihre Luftwaffe aus dem Westen. Hinzu kommen 16 Millionen Paar Stiefel und Konserven, die über Murmansk geliefert wurden, sowie die LKW-Flotte. Befürworter dieser These fügen hinzu, dass die UdSSR abgesehen von Panzern, Flugzeugen und Artillerie kaum etwas anderes produzierte.

Die Gegenargumente sind nicht geringfügig. Manche sehen das wahre Gewicht dieser Hilfe erst ab 1943, als das Glück in Stalingrad und Midway bereits entschieden war, und betonen, dass im Juni 1941 Deutschland die Initiative und die beste Armee hatte. Und eine dritte Position, die härteste: Ohne die angloamerikanischen Lieferungen wären die Deutschen bis Wladiwostok vorgedrungen, weil die Sowjets 1943 bereits Männer über 50 mobilisierten, während Deutschland noch ein Jahr länger brauchte, um die Vierzigjährigen einzuberufen.

War der Krieg im Dezember 1941 schon entschieden?

Dies ist die Frage, die das Thema spaltet. Für manche stand das Ergebnis fest, als die USA im Dezember 1941 in den Krieg eintraten: Deutschland konnte Großbritannien nicht invade, geschweige denn den Atlantik überqueren, und die Seeblockade ließ halb Europa Millionen Menschen mit einer defizitären Agrarproduktion ernähren. Die amerikanische Industrie sah anders aus: Zwei Millionen Autos pro Jahr in den dreißiger Jahren gegenüber 200.000 deutschen, und die deutschen Panzer von 1941 wurden noch größtenteils von Hand montiert.

Für andere ist dies retrospektive Wahrsagerei. Hitler hatte sich zwar in Russland festgefahren, aber im Dezember 1941 stand die Wehrmacht noch vor den Toren Moskaus, und die USA befanden sich gerade erst bei den ersten Einberufungen. Einige erinnern daran, dass Roosevelt bereits im September 1941 erlaubt hatte, von Geleitschiffen aus auf deutsche U-Boote zu schießen: Der formale Eintritt erfolgte nach einem faktischen Krieg im Atlantik.

Was wäre ohne die Landung in der Normandie passiert?

Die häufigste Hypothese besagt, dass die UdSSR ohne US- und britische Truppen vor Ort ganz Deutschland besetzt hätte, nicht nur den östlichen Teil. Die Gegenthese behauptet, die Alliierten hätten die Normandie nicht gebraucht: Stalin habe sie benötigt und seit 1942 um eine zweite Front gebeten, damit Deutschland Teile seiner Armee vom Osten abziehe. Mit blockiertem Kontinent, laufender Luftüberlegenheit und Entwicklung der Atombombe wäre der westliche Sieg allein gekommen, wenn auch später.

Die spätere Aufteilung spiegelt dies wider: Die UdSSR unterhielt in Ostdeutschland ihren Höhepunkt bei etwa 340.000 Truppen, nahe 70.000 in Polen und zusammen mit Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien rund 600.000 Militärpersonal im Osten Europas. Zur Bombe wiederholt sich ein Faktum: Zwischen 1945 und 1949 hatten die USA das Atommonopol und nutzten es nicht gegen die UdSSR. Am Rande kursieren Versionen über Hitlers Überleben oder den deutschen Ursprung des amerikanischen Atombombenprojekts, die keinerlei dokumentarische Grundlage haben.

Am Ende bleiben einige wenige Zahlen und eine Frage, die niemand abschließend klärt: Wenn Deutschland im Juni 1941 nicht die sowjetische Grenze überschritten hätte, wie viele dieser Millionen wären trotzdem gestorben, durch Hunger, Säuberungen oder einen Krieg, den Moskau Richtung Westen vorbereitete? Die Schätzungen reichen von fünf bis zehn Millionen Toten durch Hunger und Säuberungen in normalen Zeiten (laut einer Version) bis hin zum Szenario einer passiven UdSSR, die wartet, bis sich alle anderen bluten. Niemand gewinnt diese Wette.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (188 Antworten).

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