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US-Botschaftsmitarbeiter in Madrid wegen Zapatero-freundlicher Berichte entlassen
Ein Mitarbeiter der US-Botschaft in Madrid, der Berichte über Zapatero beschönigt hatte, wurde entlassen. Der Fall belastet die bilateralen Beziehungen zwischen Spanien und Washington.
USA entlassen Mitarbeiter in Madrid wegen beschönigter Berichte über Zapatero
Die Nachricht hat die diplomatische Szene aufgeschreckt: Das State Department hat einen an der US-Botschaft in Madrid stationierten Beamten abberufen, weil er nach Washington verzerrte, angeblich José Luis Rodríguez Zapatero wohlgesinnte Informationen weitergeleitet hatte. Die Entlassung, zunächst von Vozpópuli gemeldet, rückt den ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten ins Zentrum eines Streits, der über die spanischen Gerichte hinausgeht und direkt auf die US-Diplomatie zielt.
Ein Depesche mit zu viel Sympathie für den Ex-Ministerpräsidenten
Der entlassene Beamte, der auf eine lange Geschichte im linken Flügel der Demokratischen Partei zurückblickt, soll Washington eine Reihe von Depeschen geschickt haben, in denen Zapateros rechtliche Lage beschönigt dargestellt wurde. Laut den von dem Medium zitierten Quellen spiegelten die Berichte die Schwere der Belastungsbeweise nicht wider, die im in Spanien eröffneten Verfahren auf dem Ex-Ministerpräsidenten lasten.
Die Entlassung erfolgte sofort, was manche als Signal deuten, dass die US-Regierung in einer Angelegenheit mit internationalen Auswirkungen keine Abweichungen duldet. Andere wiederum sehen darin eine vorbeugende Maßnahme innerhalb der Botschaft, um zu verhindern, dass der Fall bis zur diplomatischen Führung durchschlägt.
Der Fall Zapatero zwischen zwei Gerichtsbarkeiten
Das Gerichtsverfahren gegen Zapatero in Spanien läuft, und offen ist, ob es bei den spanischen Gerichten bleibt oder am Ende vor die US-Justiz gelangt. Eine der kursierenden Hypothesen besagt, dass das spanische Verfahren im Kern ein juristisches Manöver ist, um zu verhindern, dass der Ex-Ministerpräsident in die Vereinigten Staaten ausgeliefert wird, wo er sich schwereren Anklagen stellen müsste. Eine andere Version deutet darauf hin, dass Washington seit langem Informationen über Zapatero sammelt und die Entlassung des Mitarbeiters Teil einer internen Säuberung ist, um die diplomatischen Berichte an die Strategie des Weißen Hauses anzupassen.
Vor diesem Hintergrund ist es kein Zufall, dass spekuliert wurde, jemand habe Zapatero gewarnt, nicht nach Costa Rica zu reisen, wo ihm offenbar ein Haftbefehl mit Ziel Miami erwartete. Die Geschichte, die nicht bestätigt wurde, nährt die Theorie, dass der Ex-Ministerpräsident „Schutzengel“ in den US-Machtstrukturen hat.
Die Methode hinter der Depesche: Die Diplomatie der Entwürfe
Der Skandal hat auch eine alte Frage zu den diplomatischen Kommunikationskanälen wieder aufgeworfen: Wie werden sensible Berichte tatsächlich übermittelt? Eine Methode, die in den letzten Jahren Anhänger gefunden hat, ist der „geteilte Entwurf“: Statt eine E-Mail zu versenden, hinterlässt man einen Text auf einem Server, auf den andere Personen mit Zugangsdaten zugreifen. Technisch gesehen gibt es dann keine abfangbare Übermittlung. Dieses Detail, das Geheimdienstanalytiker anführen, unterstreicht das Maß an Paranoia, das diese Art der Kommunikation umgibt.
Manche Experten erinnern daran, dass die einfachsten Verschlüsselungs- und Kommunikationssysteme nie aus der Mode kommen, selbst im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Und dass Depeschen, trotz des Namens, nicht mehr per Fernschreiber reisen, sondern strukturierte Berichte sind: Das Problem ist nicht der Kanal, sondern der Inhalt.
Der Kampf um die eigentliche Erzählung
Der Vorgang geht über den Einzelfall hinaus: Er offenbart eine innere Spaltung darüber, wie das Verhältnis der USA zu Spanien verstanden werden soll. Manche vertreten die Auffassung, dass die US-Außenpolitik je nach Präsidenten nicht substanziell wechselt, weil ein „Deep State“ seinem eigenen Drehbuch folgt. Dem steht die Tatsache gegenüber, dass verschiedene Regierungen Zapatero gegensätzlich behandelt haben: Während die einen ihn als unbequemen Verbündeten betrachteten, sahen andere in ihm eine Figur, die es zu stürzen galt.
Die Entlassung eines einfachen Mitarbeiters ist im Grunde eine Erinnerung daran, dass bilaterale Beziehungen auch am Rand geschrieben werden, in Berichten, die nie an die Öffentlichkeit gelangen. Und dass die Neutralität, die man diplomatischen Depeschen unterstellt, oft eine Fiktion ist.
Bisher hat der entlassene Mitarbeiter keine Erklärungen abgegeben, das State Department schweigt, und der Fall Zapatero nimmt seinen Lauf. Es bleibt das Gefühl, dass nicht nur das Schicksal eines Ex-Ministerpräsidenten auf dem Spiel steht, sondern die Glaubwürdigkeit der Informationskanäle, auf denen das Verhältnis zweier Länder beruht. Solange die vollständigen Berichte nicht bekannt sind, wäre jedes Urteil verfrüht.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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