Urbagestión übergibt Wohnung an Reviva: Maricarmen erhält sie nicht zurück

Urbagestión übergibt die Wohnung dem öffentlichen Fonds Reviva. Mit Warteliste und Bedingungen, die die 87-jährige Maricarmen nicht erfüllt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Urbagestión übergibt Wohnung an Reviva: Maricarmen erhält sie nicht zurück
Maricarmen kehrt nicht in ihre Wohnung zurück: Urbagestión übergibt sie an Reviva

Gibt man Maricarmen ihre Wohnung zurück oder erzählt man ihr eine andere Geschichte? Urbagestión hat durchsickern lassen, dass man nach Lösungen sucht, damit die Frau von 87 Jahren, die zwangsgeräumt und auf einer Bahre aus ihrem Haus gebracht wurde, in ihre Wohnung zurückkehren kann. Die Schlagzeile verbreitete sich schnell. Das Kleingedruckte sagt etwas anderes: Die Immobilie würde an Reviva übergeben, einen öffentlichen Fonds, und auf diesem Weg gibt es eine Warteliste und Anforderungen, die die Dame nicht erfüllt.

Was mit Maricarmens Wohnung passiert ist

Die Fakten der Reihe nach. Urbagestión führte die Zwangsräumung einer 87-jährigen Mieterin durch. Man brachte sie auf einer Bahre heraus. Stunden später füllten sich die Straßen — Tausende Menschen — und Maricarmens Name wurde zum Gesicht der Immobilien-Grausamkeit. Erst dann kündigte das besitzende Unternehmen an, Optionen für ihre Rückkehr zu prüfen.

Manche erinnern daran, dass die Räumung rechtlich gesehen schon viel früher hätte vollzogen werden können, bereits im Jahr 2007. Andere entgegnen, dass dies niemanden davon befreit habe, alle möglichen Auswege abgelehnt zu haben, obwohl das Gesundheitsrisiko für eine alte Frau bekannt war. Die Chronologie ist für beide Seiten unangenehm.

Die Übergabe an Reviva: Das Kleingedruckte, das die Schlagzeile widerlegt

Hier liegt der Knackpunkt. Die Wohnung geht nicht an Maricarmen zurück: Sie wird an Reviva übergeben, einen öffentlichen Fonds, mit Warteliste und Voraussetzungen, die sie nicht erfüllt. Das heißt, die Dame steht in der Schlange wie jeder andere auch. Die Wuchererin, die Angst bekommt, verwandelt sich auf dem Papier in das Unternehmen, das mit der Verwaltung zusammenarbeitet, während sie sich den Ball vom Hals hält.

Es ist keine Großzügigkeit: Es ist Schadensbegrenzung. Mit Tausenden Menschen auf der Straße und dem Namen des Unternehmens bereits an ein Symbol gekettet, ermöglicht die Übergabe der Immobilie an eine öffentliche Stelle, weiterhin Geld zu verdienen — wenn die Stadt es garantiert — und aus dem Bild zu verschwinden. Die Wohnung gehört immer noch nicht ihr. Das ändert sich nicht.

Der Grundkonflikt: Privateigentum gegen Sarracena

Hinter dem Fall steht die ewige Debatte. Eine Seite vertritt die Ansicht, dass der Eigentümer mit seiner Wohnung machen kann, was er will, dass er jahrelang IBI (Grundsteuer), Gemeinschaftskosten und Renovierungen bezahlt hat und kein sozialer Akteur ist. Die andere Seite antwortet mit einer unbequemen Frage: Wenn es 75 Zwangsräumungen pro Tag gibt, warum bewegt nur eine einzige das Land?

Die Zahlen der Branche helfen auch nicht dabei, die Sache abzuschließen. Die Fonds halten etwa 8 % des Wohnraums. Der Staat erhält nach denselben Berechnungen rund 40 % des Kaufpreises beim Ersterwerb, 12 % beim Zweiterwerb und 0,3 % jährlich über Steuern. Und der Markt selbst macht Angst: Nicht wenige Eigentümer geben zu, dass sie Wohnungen aus der Vermietung nehmen, um sie leer stehen zu lassen.

Die Mietzahlen, die niemand zusammenbringt

Ein konkreter Fall illustriert die Diskrepanz. Eine 82-Quadratmeter-Wohnung in Zaragoza, gekauft für 90.000 Euro — 15 Millionen Peseten — entspricht heute 235.000 Euro, angepasst an die Inflation. Um eine Rendite von 3 % zu erzielen, sind 7.050 Euro pro Jahr nötig, und zwischen Gemeinschaftskosten, Versicherungen, Reparaturen und Mietausfällen gehen etwa 5.000 Euro drauf. Ergebnis: Etwa 1.000 Euro monatliche Miete, nur um kein Geld zu verlieren.

Mit diesen Rechnungen ziehen Sarracena und Geldbeutel in entgegengesetzte Richtungen. Und währenddessen taucht der soziale Wohnungsbau nicht auf: Von den 183.000 geförderten Wohnungen (VPO), die 2023 versprochen wurden, sind 500 übergeben worden.



Gibt das wuchernde Unternehmen die Wohnung zurück? Es bringt den Konflikt zum Ausgangspunkt zurück, was nicht dasselbe ist. Maricarmen wartet weiter in einer Liste. Der Medien-Zirkus hat unterdessen seine Schlagzeile.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (196 Antworten).

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